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10.000 streiten um besseren Klimaschutz

Beginn der UN-Konferenz auf Bali

Am Konferenzort auf Bali (AP)
Am Konferenzort auf Bali (AP)

Auf der indonesischen Ferieninsel Bali beraten seit Montag mehr als 10.000 Experten aus aller Welt über einen neuen internationalen Klimaschutzvertrag. Dieser soll das Kyoto-Protokoll zur Eindämmung der Treibhausgase ablösen, das 2012 ausläuft. Ziel ist eine drastische Reduzierung der klimaschädlichen Treibhausgasemissionen. Die Veranstaltung dauert bis zum 14. Dezember.

Am ersten Tag der Konferenz trat Australien dem Klimaschutzprotokoll von Kyoto bei. So bleiben die Vereinigten Staaten der einzige Industriestaat, der das Protokoll nicht ratifiziert hat. Die USA versprachen zwar aktive Mitarbeit an einem neuen Vertrag. Doch ließ Delegationsleiter Harlan Watson kein Einlenken auf verbindliche Emissionsziele erkennen.

"Diese Konferenz wird mitbestimmen, ob Bali wie andere gefährdete Orte dieser Welt eines Tages ein verlorenes Paradies wird oder nicht", warnte der Chef des UN-Klimasekretariats, Yvo de Boer, bei der Eröffnung.

Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul hob die Verantwortung der Industrieländer beim Klimaschutz hervor. Die SPD-Politikerin sagte im Deuschlandfunk, vor allem die USA müssten zu einer Veränderung ihrer Position bewegt werden. (Text / MP3-Audio)

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel, der zusammen mit Wieczorek-Zeul in der kommenden Woche an der Konferenz teilnimmt, äußerte sich zuversichtlich. Er denke, dass es gelingen werde, den Verhandlungsprozess über ein Nachfolgeabkommen zum Klimaschutz-Protokoll von Kyoto zu beginnen, sagte der SPD-Politiker im ZDF. Danach erwarte er jedoch zwei Jahre lang schwierige Verhandlungen.

EU strebt konkretes Reduktionsziel an

Die Europäische Kommission gab das ehrgeizige Ziel aus, schon auf Bali ein konkretes Reduktionsziel für die klimaschädigenden Treibhausgase festzusetzen. Denkbar sei das Ziel, die Emissionen bis 2050 um 50 Prozent zu senken, sagte der Leiter des Klimawandel-Referats in der Kommission, Arthur Runge-Metzger, in Nusa Dua, dem Verhandlungsort.

Zum Auftakt der Klimaschutzkonferenz ist in Berlin die Klima-Allianz an die Öffentlichkeit getreten - ein Zusammenschluss von rund 80 Organisationen aus den Bereichen Umweltschutz, Entwicklungshilfe, Landeskirchen und Verbraucherorganisationen. Die Klima-Allianz wollte noch einmal Flagge zeigen. (Text, Beitrag "Umwelt und Verbraucher", Deutschlandfunk)

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:26 Uhr

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