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18 Filme und ein Goldener Löwe

69. Filmfestspiele von Venedig beginnen

Die begehrte Trophäe - dem Stadtwappen Venedigs nachempfunden (picture alliance / dpa / Claudio Onorati)
Die begehrte Trophäe - dem Stadtwappen Venedigs nachempfunden (picture alliance / dpa / Claudio Onorati)

Sie sind das älteste Filmfestival der Welt: die Festspiele auf der venezianischen Insel Lido. Heute abend eröffnet die indische Regisseurin Mira Nair mit ihrem Film "The Reluctant Fundamentalist" die Jagd auf den begehrten Goldenen Löwen.

Zum Eröffnungsabend haben sich auch die Hauptdarsteller Kate Hudson und Kiefer Sutherland angekündigt. Der Politthiller um einen pakistanischstämmigen Wall-Street-Händler spielt in den Tagen der Terroranschläge auf New York City im September 2001. "The Reluctant Fundamentalist" ist einer von insgesamt 18 Filmen, die in Venedig um den Hauptpreis konkurrieren.

Neue Filme von Anderson und Malick

Einer der weiteren Beiträge kommt von Paul Thomas Anderson ("Magnolia"). Der US-Amerikaner baut seinen neuen Plot rund um eine Religionsgemeinschaft auf, die nach Einschätzung mancher Kritiker an Scientology erinnern soll. In den Hauptrollen von "The Master" spielen Philip Seymour Hoffman und Joaquin Phoenix mit. Terence Malick, dem Vorjahresgewinner der Goldenen Palme von Cannes, zeigt seinen Film "To the Wonder", ein romantisches Drama.

Deutsche Regisseure sind in diesem Jahr nicht dabei, dafür zwei Koproduktionen mit deutscher Beteiligung: "Passion" von Brian de Palma lässt die Schauspielerin Karoline Herfurth ("Das Parfum") in einer Nebenrolle auftreten. Auch in das österreichische Drama "Paradies: Glaube" floss deutsches Produktionsgeld. Regisseur Ulrich Seidl legt mit dem Film den mittleren Teil seiner Paradies-Trilogie vor, die von drei Frauen und ihren ungewöhnlichen Urlaubsverläufen erzählt.

Neuer alter Leiter

Alberto Barbera leitete die Filmfestspiele Venedig schon von 1998 bis 2002 (picture alliance / dpa / La Biennale di Venezia - ASAC)Alberto Barbera leitete die Filmfestspiele Venedig schon von 1998 bis 2002 (picture alliance / dpa / La Biennale di Venezia - ASAC)Über allem steht als Leiter ein venezianischer Veteran. Alberto Barbera kehrt nach zehnjähriger Unterbrechung zu den Internationalen Filmfestspielen zurück. Sein Engagement soll Venedig wieder in die erste Reihe der Festivals zurückholen. Besonders der Geldmangel hatte zuletzt für Beeinträchtigungen gesorgt: Vom geplanten neuen Festivalpalast ist nichts mehr zu sehen als einer – wieder zugeschütteten – Baugrube, samt Schildern "Hier liegen 37 Millionen Euro vergraben".

Ein gestrafftes Programm soll jetzt für mehr Aufmerksamkeit sorgen – die 18 Filme im Hauptprogramm sind nach Barberas Angaben die Quintessenz aus über 1600 Kandidaten, die er und seine Jury gesichtet haben. Barbera führt zudem einen Filmmarkt ein, der als Scharnier zwischen Studios, Produzenten und Verleihern dienen soll. Bei einem Nachwuchswettbewerb können junge Regisseure Sponsorengelder für ihre Pläne ergattern. Und zum ersten Mal werden einzelne Filme per Internet gestreamt. So kommt ein Stück Glamour auch in den PC daheim - allerdings ist dafür eine virtuelle Eintrittskarte fällig, die 4,20 Euro kostet.



Mehr zum Thema bei Deutschlandradio.de

Venedig zwischen Tradition und Erneuerung - Korrespondent Tilo Bode zur Eröffnung der 69. Filmfestspiele am Lido (Audio on Demand)

<b>Triumph für Goethes "Faust" </b><br />Glücklicher Abschluss der Filmfestspiele von Venedig (2011)

Die Magie des roten Teppichs </b> <br />Die 68. Filmfestspiele von Venedig vor dem Ziel

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:57 Uhr

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