Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

20 Millionen Menschen gehen unter

UNO-Generalsekretär Ban ruft zu schnellerer Hilfe für Pakistan auf

Hilfe für die Flutopfer in Pakistan (AP)
Hilfe für die Flutopfer in Pakistan (AP)

Pakistan ist ein einziges Naturkatastrophengebiet - doch die internationale Hilfe tröpfelt. Was sich zynisch liest, ist eine für uns unvorstellbare Realität für Abermillionen Menschen. Wie groß muss das Hilfedefizit sein, wenn der UNO-Generalsekretär um Hilfe bittet?

Nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti spendeten die Deutschen beispielsweise über 200 Millionen Euro. Für Pakistan werden bislang etwa zwei Millionen Euro verzeichnet, sagte der Geschäftsführer des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen, Burkhard Wilke, im NDR-Hörfunk.

Bei einem Besuch in Pakistan sicherte Ban Ki Moon den Opfern der Flutkatastrophe weitere Unterstützung der internationalen Gemeinschaft zu. Die Vereinten Nationen unternähmen alles, um die Hilfe zu beschleunigen, sagte Ban in Islamabad bei einem Treffen mit Premierminister Yousuf Raza Gilani.

Nach Angaben der UNO ist bislang erst ein Viertel der für den ersten Einsatz benötigten rund 460 Millionen Dollar angekommen. Ban will sich heute erstmals in den Überschwemmungsgebieten ein Bild vom Ausmaß der Katastrophe machen. Der Regierung zufolge starben bislang bis zu 1600 Menschen, 20 Millionen wurden obdachlos. Nach Darstellung der Vereinten Nationen warten sechs Millionen Menschen auf Nahrung, Wasser und Medikamente.

Pakistan: Auch Deutschland stockt Mittel für Flut-Opfer auf

Die Flutopfer sind auf die Verteilung von Nahrungsmitteln angewiesen (AP)Die Flutopfer sind auf die Verteilung von Nahrungsmitteln angewiesen (AP) Die Bundesregierung stockte inzwischen ihre Hilfe für die pakistanischen Flutopfer auf 15 Millionen Euro auf. UNO-Sprecher Giuliano wies zudem auf riesige Schäden für die pakistanische Landwirtschaft hin. Sie gingen vermutlich in die Milliarden.

Spendenkontenübersicht auf ard.de für Pakistan-Flut

Der ständige Vertreter Pakistans bei den Vereinten Nationen, Haroon, rechnet damit, dass fast 5000 Dörfer durch die Wassermassen völlig zerstört wurden. Nach letzten Schätzungen kamen bei der Flutkatastrophe mehr als 1800 Menschen ums Leben, etwa 20 Millionen sind von den Überschwemmungen betroffen.

Forschung Aktuell: Die Katastrophensucher - Münchener Rückversicherung dokumentiert seit Jahrzehnten Naturkatastrophen

Interview: "Langfristig nehmen die Naturkatastrophen zu" - Experte der Munich Re: Klimawandel ist nicht mehr zu stoppen

Interview: "Wir brauchen einfach mehr Wissen" - Über Wege, besser mit Naturkatastrophen und Krisen umzugehen

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:37 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 14:00 Uhr Nachrichten

Deutschlandfunk Kultur

MP3 | Ogg

seit 14:00 Uhr Nachrichten

Deutschlandfunk Nova

MP3 | Ogg

seit 10:00 Uhr Grünstreifen

Aus unseren drei Programmen

Brexit-Verhandlungen"Hand ausstrecken haben wir ja dauernd gemacht"

Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn (AFP/Matthew Mirabelli)

Der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn hat das britische Versprechen begrüßt, EU-Bürger nach dem Brexit nicht auszuweisen. "Alles andere wäre ja eine Kampfansage an die Europäische Union gewesen", sagte Asselborn im Dlf. Die knallharte europhobe Stimmung wie vor der britischen Parlamentswahl sei verflogen.

Muslimische DistanzierungsritualeGuter Moslem, böser Moslem

Männer beten auf einer Kundgebung gegen Islamophobie und Rassismus in Berlin. (imago / Christian Ditsch)

Ein Zeichen gegen den Terror wollten Muslime setzen, sich vom Extremismus distanzieren. Doch im Streit um das richtige Signal offenbaren die Verbände der muslimischen Community vor allem eins: ihre chronische Selbstbeschäftigung, meint Islamwissenschaftler Fabian Köhler.

SNAPCHATSnapMaps soll Instagram abhängen

Snapchat hat mit Instagram-Stories harte Konkurrenz. Jetzt hat Snap Inc. das Startup Zenly gekauft. Einen Kartendienst.

Vermeintliches WundermittelMediziner lehnt Methadon in der Krebstherapie ab

Durch ein Mikroskop ist der Anreicherungsprozess von Nanopartikeln in Krebszellen zu sehen. (Jan Woitas/dpa-Zentralbild)

Ein Wundermittel gegen Krebs? Derzeit wird in den Medien über den Einsatz von Methadon im Kampf gegen Krebs diskutiert. Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, Lukas Radbruch, hält davon allerdings wenig.

documenta-echo: Irena HaidukUniformen für die Freiheit

Sechs schwarz gekleidete frauen schreiten in zwei Dreierreihen vor dem Fridericianum. Auf dem kopf balancieren sie jeweils ein Buch. (Deutschlandradio / Änne Seidel)

Ein schlichtes Kleid, dazu ergonomische Schuhe: "Yugoform" nennt die serbische Künstlerin Irena Haiduk die Kleidung, die sie auf der documenta zum Kauf anbietet - eine bequeme Uniform für die arbeitende Frau und Teil ihrer documenta-Arbeit "Seductive Exacting Realism".

Vor 50 JahrenKZ-Kommandant Franz Stangl wird an die BRD ausgeliefert

Der ehemalige Kommandant der Vernichtungslager Treblinka und Sobibor, Franz Stangl (r) wird am 23. Juni 1967 von einem Polizeibeamten zum Flughafen nach Rio de Janeiro (Brasilien) gebracht, um an die Bundesrepublik ausgeliefert zu werden. Franz Stangl, der nach dem Zweiten Weltkrieg über Italien und Syrien 1951 nach Brasilien emigrierte und dort unter seinem Namen in einem Zweigwerk des Volkswagenwerkes arbeitete, wurde von Simon Wiesenthal aufgespürt und 1967 an die Bundesrepublik ausgeliefert. (picture alliance / dpa / UPI)

Franz Stangl war für den Tod von nahezu einer Million Juden verantwortlich. Nach Kriegsende flüchtete der KZ-Kommandant nach Syrien, kurz darauf nach Brasilien. Nach jahrelanger Suche wurde er gefasst und vor 50 Jahren an die Bundesrepublik Deutschland ausgeliefert.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

EU-Streit um Flüchtlinge  Juncker hat wenig Hoffnung auf Lösung | mehr

Kulturnachrichten

Ist Robert Del Naja doch Banksy?  | mehr

 

| mehr