Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

23 mutmaßliche Neonazis bleiben in Haft

Razzien im "Braunen Haus" und anderen Gebäuden

Aufmarsch von Neonazis in Bonn (picture alliance / dpa - David Ebener)
Aufmarsch von Neonazis in Bonn (picture alliance / dpa - David Ebener)

Der Name "Aktionsbüro Mittelrhein" klingt eigentlich unverdächtig. Doch die Einrichtung stand bei der großen Polizeirazzia gegen die rechte Szene im Blickpunkt. 23 Verdächtige sitzen noch in Untersuchungshaft.

<p>Die Koblenzer Staatsanwaltschaft gab heute Einzelheiten der mehrere Bundesländer umfassenden Aktion vom vergangenen Dienstag bekannt. Ingesamt befänden sich 23 Beschuldigte in Untersuchungshaft. Ein Verdächtiger sei inzwischen freigelassen worden. Die Fahnder hatten verdächtige Gebäude in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Baden-Württemberg durchsucht. <br /><br /></p><p><strong>"Braunes Haus" in Bad Neuenahr</strong></p><p>Das als kriminelle Vereinigung eingestufte "Aktionsbündnis Mittelrhein" hat seine Zentrale nach Polizeiangaben in dem rechten Wohnprojekt "Braunes Haus" in Bad Neuenahr. Wie die Staatsanwaltschaft weiter erklärte, ging es bei den Untersuchungen am Dienstag auch um die Bildung oder Unterstützung dieser Vereinigung. Die weiteren Vorwürfe gegen die Festgenommenen lauten: gefährliche Körperverletzung, schwerer Landfriedensbruch und das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. <br /><br />Die Aktion richte sich auch gegen Mitglieder der NPD, teilte die Ermittlungsbehörde weiter mit. Die <papaya:link href="http://www.sueddeutsche.de/politik/rechtsextremisten-in-deutschland-wo-neonazis-untertauchen-1.1309295" text="&quot;Süddeutsche Zeitung&quot;" title="" target="_blank" /> hatte zuvor unter Berufung auf eine dem Bundestag vorliegende Kriminalstatistik berichtet, dass Polizei und Bundeskriminalamt bundesweit nach über 100 Neonazis suchen. Zu den Delikten, die diesen Personen zur Last gelegt würden, gehörten nicht nur szenetypische Straftaten wie Volksverhetzung, Gewaltverbrechen und das Zeigen des "Hitlergrußes". Zahlreiche Neonazis wurde auch wegen Betruges, Diebstahls und wegen Drogendelikte gesucht. <br /><br />Mehr zu diesem Thema: <br /><br /><papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="205126" text="Über 100 Rechtsextreme polizeilich gesucht - &lt;br&gt; Auch Betrug, Diebstahl und Drogendelikte zählen zu den Straftaten" alternative_text="Über 100 Rechtsextreme polizeilich gesucht - &lt;br&gt; Auch Betrug, Diebstahl und Drogendelikte zählen zu den Straftaten" /><br><br /><papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="205114" text="Gewalttätige Neonazis verhaftet - &lt;br&gt; Razzia in drei Bundesländern gegen rechtradikales &quot;Aktionsbüro Mittelrhein&quot;" alternative_text="Gewalttätige Neonazis verhaftet - &lt;br&gt; Razzia in drei Bundesländern gegen rechtradikales &quot;Aktionsbüro Mittelrhein&quot;" /></p>


Mehr bei deutschlandradio.de
 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:49 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 14:10 Uhr Deutschland heute

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 14:07 Uhr Kompressor

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 10:00 Uhr Grünstreifen

Aus unseren drei Programmen

Landlust/Landfrust (1/2)Dorfleben im Wandel

Zwei ältere Dame tragen nach einem Einkauf ihre Lebensmittel nach Hause. (picture alliance/ dpa/ David Ebener)

Die Sehnsucht nach Natur, Ruhe und Dorfidylle ist in der Gesellschaft groß. Mit der Realität hat diese Vorstellung des Landlebens oft wenig zu tun. Kerstin Faber hat sich intensiv mit ländlichen Regionen auseinandergesetzt. Ein Problem seien Dörfer mit großer Überalterung, sagte sie im DLF. "Da haben wir es mit einem Abbau der Daseinsvorsorge zu tun."

Berlinale 2017"Vollmundiger Jahrgang mit kratzigem Abgang"

Die Filmkritiker Peter Körte ("FAS") und Katja Nicodemus ("Zeit") nach ihrem Gespräch mit Deutschlandradio Kultur auf der Berlinale 2017. (Deutschlandradio / Cornelia Sachse)

Das Gleichnis eines guten Weines fällt der Filmkritikerin Katja Nicodemus zum Wettbewerb des diesjährigen Berliner Filmfestivals ein. "Ich habe wenig gesehen, was mich umgehauen hätte", hält ihr Kollege Peter Körte dagegen.

Hanya Yanagihara: "Ein wenig Leben"Ein umwerfender und suspekter Roman

"Ein wenig Leben" von Hanya Yanagihara. Im Hintergrund: die Skyline von New York. (Hanser / picture-alliance / dpa)

Dieser Roman geht an Grenzen: Die amerikanische Schriftstellerin Hanya Yanagihara erzählt in "Ein wenig Leben" von exzessivem menschlichen Leid. Im Zentrum stehen vier Männer aus New York. Einer von ihnen, Jude, ist von einem düsteren Geheimnis umgeben, das seine Freunde, aber auch den Leser in Bann hält.

Deutscher KolonialismusUnheilvolle Kontinuitäten

A performance shows the treatment of Hereros in 1904 at a ceremony commemorating the killing of thousands of Hereros by German troops, at Okakarara, 250 km northwest of Windhoek, Namibia, Saturday, 14 August 2004. Germany on Saturday asked the Herero people of Namibia to forgive it for the massacres committed by its troops during a three year uprising 100 years ago. (picture alliance / dpa / WIEBKE GEBERT)

Prügel mit dem Tauende oder doch mit der Nilpferdpeitsche? Die Frage, wie die zwangsverpflichteten schwarzen Arbeiter in den deutschen Kolonien "zur Arbeit erzogen", "zivilisiert" werden sollen, diskutierten Politiker und Mediziner vor etwas mehr als hundert Jahren in aller Öffentlichkeit.

GewaltenteilungFinanz als vierte Gewalt?

Legislative, Exekutive, Judikative und Finanzwesen: So zählt der Kulturwissenschaftler und Philosoph Joseph Vogl die Gewaltenteilung auf. Das mit dem Finanzwesen kennen wir aber so nicht aus der Schule. Er sagt: Wer das Finanzwesen als vierte Macht im Staate nicht (an)erkennt, sitzt einer Legende auf.

Petras inszeniert O'NeillSippe mit unheilvoller Vergangenheit

Armin Petras, der Intendant des Schauspiels Stuttgart, steht am 02.06.2016 im Opernhaus in Stuttgart (Baden-Württemberg) im Foyer an einer Treppe. (picture alliance / dpa / Bernd Weißbrod)

Eine Familie steuert in den Untergang: Überraschend fein und intim inszeniert Armin Petras "Eines langen Tages Reise in die Nacht" von Eugene O'Neill am Schauspiel Stuttgart. In der Rolle der schuldbeladenen Mutter glänzt - der Schauspieler Peter Kurth.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Eurogruppe  Bundesregierung erwartet noch keine Einigung über Griechenlandhilfen | mehr

Kulturnachrichten

Pariser Kunstdieb zu acht Jahren Haft verurteilt  | mehr

Wissensnachrichten

Trump-Rede  Schweden scherzen über angeblichen Anschlag | mehr