Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

30 Milliarden für Spaniens Banken

Eurogruppe einigt sich auf Kredite

Aufmunterung: Euro-Gruppenchef Jean-Claude Juncker (l.) und Spaniens Wirtschaftsminister Luis de Guindos (picture alliance / dpa / Thierry Roge)
Aufmunterung: Euro-Gruppenchef Jean-Claude Juncker (l.) und Spaniens Wirtschaftsminister Luis de Guindos (picture alliance / dpa / Thierry Roge)

Die Finanzminister der Eurozone haben sich in Brüssel darauf geeinigt, spanischen Banken eine erste Hilfstranche in Höhe von 30 Milliarden Euro zuzuweisen. Zudem wurde Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker im Amt bestätigt - bis Ende des Jahres.

Neun Stunden lang berieten die 17 Minister, bis die Eckpunkte festgezurrt waren: Bis Ende des Monats sollen marode spanische Banken Mittel aus dem Hilfsfonds EFSF bekommen. Nach dem EU-Gipfelbeschluss von Juni können insgesamt sogar bis zu 100 Milliarden Euro bereitgestellt werden. Zu den Beschlüssen gehört auch ein großzügigeres Zeitfenster für Spaniens Defizitabbau.

Madrid muss seine Neuverschuldung demnach erst 2014 unter die Marke von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts senken – ein Jahr später als bisher vereinbart. Als Gegenleistung soll Spanien bis Ende Juli zusätzliche Einsparungen im Haushalt vornehmen und seinen Bankensektor reformieren.

Juncker bleibt Vorsitzender

Die Euro-Finanzminister einigten sich außerdem auf eine Personalie. Noch bis zum Jahresende wird der Luxemburger Jean-Claude Juncker Chef der Eurogruppe bleiben. Der Streit um seine Nachfolge ist damit um ein halbes Jahr vertagt worden. Deutschland wie auch Frankreich hatten Anspruch auf den Posten angemeldet.

Junckers Landsmann Yves Mersch nimmt künftig im Direktorium der Europäischen Zentralbank Platz. Der Deutsche Klaus Regling soll nach dem temporären Hilfsfonds EFSF auch den dauerhaften Stabilitätsmechanismus ESM leiten.

Heute Runde der 27

Am heutigen Dienstag weitet sich der EU-Finanzministerkreis um die Ressortleiter der Nicht-Euro-Staaten. Sie müssen den gestrigen Beschlüssen ebenso zustimmen wie die Parlamente der Mitgliedsstaaten. Am 20. Juli, so der Zeitplan, soll dann eine Sondersitzung der Euro-Finanzminister endgültig grünes Licht geben.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:54 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 05:30 Uhr Nachrichten

Deutschlandfunk Kultur

MP3 | Ogg

seit 05:30 Uhr Nachrichten

Deutschlandfunk Nova

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr Soundtrack

Aus unseren drei Programmen

Seltene KrankheitenWenn Kinder an Demenz erkranken

Ein kleines Mädchen hält sich die Hände vor das Gesicht.  (Unsplash / Caleb Woods )

Wer denkt, dass nur alte Menschen von Demenz betroffen sind, irrt. Auch etwa 700 Kinder in Deutschland leiden an Demenz. Frank Stehr von der NCL-Stiftung will die Forschung vorantreiben und so nicht nur erkrankten Kindern, sondern auch Erwachsenen helfen.

Hilfe für BetroffeneSexuelle Belästigung am Arbeitsplatz - was tun?

Es ist ein riesiges Thema: sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz. Seit der #metoo-Debatte bekommt es endlich die nötige Aufmerksamkeit. Aber was tun, wenn ihr selbst betroffen seid? Unsere Reporterin Grit Eggerichs hat sich umgehört.

Neue Bücher von Didier EribonDer sanfte Rebell

Der französische Autor Didier Eribon auf dem blauen Sofa auf der Buchmesse in Frankfurt am Main. (picture alliance / dpa / Arne Dedert)

Innerhalb weniger Wochen erschienen gleich zwei Bücher von Didier Eribon: "Gesellschaft als Urteil" und "Der Psychoanalyse entkommen". In beiden Büchern fordert er eine Analyse der Herrschaftsverhältnisse, um Gerechtigkeit herzustellen. Dabei erfüllt er dies selbst nur bedingt.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Gutachten  Nationales Glyphosat-Verbot denkbar | mehr

Kulturnachrichten

262 Journalisten weltweit in Haft | mehr

 

| mehr