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50 Jahre Berliner Mauerbau

Beiträge, Interviews, Reportagen

Das Archivbild von 1962 zeigt einen Soldaten der Nationalen Volksarmee, rechts, der einen Bauarbeiter bei der Reparatur der Berliner Mauer an der Bernauer Straße beaufsichtigt. (AP)
Das Archivbild von 1962 zeigt einen Soldaten der Nationalen Volksarmee, rechts, der einen Bauarbeiter bei der Reparatur der Berliner Mauer an der Bernauer Straße beaufsichtigt. (AP)

Heute jährt sich der Bau der Berliner Mauer zum 50. Mal. Die 160 Kilometer lange Grenze um West-Berlin spaltete die Stadt und trennte Familien, Freunde, Nachbarn. In unserem Programmschwerpunkt präsentieren wir unschätzbare Originaldokumente und zeichnen die Geschichte der Mauer nach.

Berlin gedachte am Vormittag der Opfer des Mauerbaus. Auf der zentralen Gedenkveranstaltung auf dem früheren Todesstreifen an der Bernauer Straße sprachen Bundespräsident Christian Wulff, Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) und die frühere DDR-Bürgerrechtlerin Freya Klier. Mit der Gedenkveranstaltung sollte auch an die etwa 130 Menschen erinnert werden, die an der innerstädtischen Grenzanlage getötet wurden.

In ganz Deutschland waren die Menschen zu einer Schweigeminute um 12 Uhr aufgerufen. In Berlin läuteten Kirchenglocken, Busse und Bahnen stoppten für eine Minute. Vielerorts wehen die Flaggen auf Halbmast.

Besatzungszone, Luftbrücke, Mauerbau

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges war Deutschland 1945 auf Beschluss der Jalta-Konferenz zwischen Frankreich, Großbritannien, den USA und der Sowjetunion in vier Besatzungszonen aufgeteilt worden - auch Berlin. 1948 kam es zur ersten Blockade durch die Sowjetunion: Alle Land- und Wasserwege zur Versorgung von Westberlin wurden geschlossen.

Daraufhin errichteten die Westalliierten eine Luftbrücke, über die Westberlin versorgt wurde. 1949 kam es zur Gründung der beiden deutschen Staaten. Drei Jahre später wurde die innerdeutsche Grenze gesichert. Nur noch die Grenze zwischen West- und Ostberlin blieb offen – bis zum Bau der Berliner Mauer.

"Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten"

Im Frühjahr 1961 hatte sich die wirtschaftliche Lage in der DDR zunehmend verschlechtert, und die Versorgungsprobleme nahmen zu. Zehntausende Bürger flüchteten jeden Monat aus der DDR, und das Land blutete förmlich aus. Rund 2,7 Millionen Menschen hatten zwischen 1949 und 1961 die DDR und Ost-Berlin verlassen. Darunter waren vor allem gut ausgebildete junge Arbeiter und Akademiker. Trotz des Massen-Wegzugs aus der DDR erklärte der damalige Staatsratsvorsitzende Walter Ulbricht am 15. Juni 1961: "Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten."

In der Nacht vom 12. auf den 13. August 1961 jedoch befahl Ulbricht die Abriegelung der Sektorengrenze in Berlin. In Abstimmung mit der Sowjetunion und mit Unterstützung der sowjetischen Truppen wurde noch das letzte Schlupfloch versperrt, durch das der DDR zu entkommen war.

In unserem Sammelportal 50 Jahre Mauerbau finden Sie zeithistorische Originalquellen, unschätzbares Archivmaterial und aktuelle Beiträge zum Thema, die in den Programmen von Deutschlandfunk, Deutschlandradio Kultur und DRadio Wissen gesendet wurden und werden.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:43 Uhr

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