Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

9,5 Millionen Euro für ein Munch-Gemälde

44. Kunstmesse "Art Cologne" in Köln eröffnet

Edvard Munch "Sitzende junge Frau" (1916) (Koelnmesse)
Edvard Munch "Sitzende junge Frau" (1916) (Koelnmesse)

Rund 200 Galeristen aus 23 Ländern zeigen Bilder, Skulpturen und Installationen. Neben der "Sitzenden jungen Frau" von Edward Munch finden sich weitere Schätze der Klassischen Moderne und Zeitgenössisches.

Die erwarteten 50.000 Besucher können auch in diesem Jahr auf die ganz großen Namen gespannt sein: vom Urvater der Surrealisten, Max Ernst, über den Expressionisten Emil Nolde bis hin zum Pop-Art-Künstler Andy Warhol. Daneben wartet die "Art Cologne" mit vielen Vertretern der Avantgarde und zeitgenössischen Künstlern auf, unter ihnen Neo Rauch.

Kunst als Geldanlage

Mit dem umfassenden Angebot wird die Messe in Köln ihrem Ruf als wichtigste ihrer Art wieder gerecht. Die "Art Cologne" ist auch die älteste Kunstmesse: Sie ging aus dem "Kunstmarkt Köln" hervor, der 1967 von einer Handvoll Galeristen in Leben gerufen wurde und seitdem kontinuierlich wuchs.

Daniel Hug, Direktor der Art Cologne (koelnmesse)Der Direktor der "Art Cologne", Daniel Hug, erwartet mehr als 50.000 Besucher (koelnmesse)In den vergangenen Jahren hatte die "Art Cologne" allerdings an Bedeutung verloren - die Konkurrenz wurde infach zu groß. Doch mit Daniel Hug, der die Messe nun zum zweiten Mal leitet, gewinnt sie wieder an Profil. "Daniel Hug war ein Galerist, und das ist ein Vorteil. Der ist zu den Kollegen hingegangen und hat dann wirklich Überzeugungsarbeit geleistet", erklärt Kunstkritikerin Christiane Vielhaber über den "Art-Cologne"-Direktor.

Schrammen hinterließ auch die Finanzkrise: Der Abschwung hatte im vergangenen Jahr auch den Kunstmarkt erfasst. Mittlerweile hat sich die Lage wieder entspannt: auch, weil Gemälde als sichere Geldanlage beliebt sind. "Das gilt vor allem für die sogenannte Blue-Chip-Kunst, von Künstlern, deren Preise nicht sinken und etabliert sind", sagt Elke Buhr, stellvertretende Chefredakteurin des Magazins "Monopol".

Gute Aussichten also auch für die "Art Cologne".



Mehr bei deutschlandradio.de
 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:35 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 07:15 Uhr Interview

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 07:20 Uhr Politisches Feuilleton

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 06:30 Uhr Hielscher oder Haase

Aus unseren drei Programmen

PsychologieSei nicht so hart zu dir selbst!

Anderen können wir Fehler verzeihen - bei uns selbst tun wir uns damit schwer. Stress, Ängste, sogar Depressionen können die Folge sein, sagt die Psychotherapeutin Christine Brähler. Sie rät: Wir brauchen mehr Mitgefühl mit uns selbst!
      

Motivation von Attentätern und AmokläufernWir leben Aggressivität vor

Der Vorstandssprecher der Deutschen Bank, Josef Ackermann, macht vor Beginn des Mannesmann-Prozesses im Landgericht in Düsseldorf das Victory-Zeichen. (dpa/ picture-alliance/ Oliver Berg)

Auch in modernen Gesellschaften sei Gewalt allgegenwärtig, meint der Soziologe Harald Welzer. Der "kampfbereite und siegerprobte Einzelkämpfer" werde in der Wirtschaft gefeiert und der "Ego-Shooter" zum Idealtypus erhoben. Bei der Suche nach den Ursachen von Terror und Amok werde das gern übersehen.

Wahl in Mecklenburg-VorpommernSPD und CDU profitieren nicht vom Wirtschaftsboom

Zwei Grossplakate zur Landtagswahl 2016 in Mecklenburg-Vorpommern mit den Spitzenkandidaten der SPD Erwin Sellering (links) und der CDU Lorenz Caffier stehen an einem Einkaufscenter in Rostock. Die Wahl zum 7. Landtag des Landes Mecklenburg-Vorpommern findet am 4. September 2016 statt. Schwerin (Imago / Frank Hormann / Nordlicht)

Die Wirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns hat in den vergangenen Jahren eine positive Entwicklung genommen: mehr Jobs, weniger Arbeitslose, eine gute Konjunktur - nicht nur im Tourismus-Sektor. Trotzdem könnte es bei der Landtagswahl am 4. September für die Regierungsparteien SPD und CDU eng werden.

Aus den FeuilletonsBurka - umkämpftes Kleidungsstück

Eine afghanische Frau in Herat trägt eine Burka.  (picture alliance / dpa / Jalil Rezayee)

Der Streit um das Verbot von Burka und Burkini hat in den vergangenen Tagen an Schärfe zugenommen. Eine Lösung ist nicht in Sicht. Ist ein Verbot paternalistisch? Oder bedroht die Vollverschleierung das Fundament von Europas Kultur?

Märchen Europa?"Diese ewige Wettbewerberei macht die Menschen kaputt"

Gesine Schwan am 17. Januar 2016 in der ARD-Talksendung "Anne Will" (dpa / picture alliance / Karlheinz Schindler)

Aus Sicht der Politikwissenschaftlerin Gesine Schwan hat die negative Stimmung in Europa seit der Bankenkrise stark zugenommen. Falsche politische Weichenstellungen und "Wahltaktiererei" in den Nationalstaaten hätten die Menschen gegeneinandergetrieben, sagte sie im Deutschlandfunk. Städte und Gemeinden müssten grenzüberschreitend "mehr machen können".

Daniel Fuhrhop: "Willkommensstadt"Flüchtlinge in unsere Häuser

Zimmer für Flüchtlinge in Hamburg-Harvestehude (Foto: Axel Schröder)

Für Flüchtlinge müssen keine neuen Wohnungen gebaut werden, schreibt der Architektur-Verleger und Blogger Daniel Fuhrhop. Neubauten würden die Integration sogar erschweren. In "Willkommensstadt" beschreibt er, wie es besser geht.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Kolumbien  Waffenstillstand zwischen Farc-Guerilla und Regierung in Kraft getreten | mehr

Kulturnachrichten

Superstar Beyoncé gewinnt Hauptpreis bei den MTV Awards  | mehr

Wissensnachrichten

Rio de Janeiro  Selfies an der Lochte-Tankstelle | mehr