Rotes Schloss, im Vordergrund eine grüne Wiese, auf der eine kleine Gruppe Menschen sitzt. (dpa/picture alliance/Daniel Kalker)

HochschulenMisstrauen unter türkischstämmigen Studenten

Das harte Vorgehen der türkischen Behörden sorgt auch an deutschen Hochschulen für Unruhe. Die meisten türkischen Studenten winken ab, wenn man sie nach ihrer Meinung fragt. Offene Gespräche sind kaum noch möglich. Es gibt Angst, als Staatsfeind oder Verräter angefeindet zu werden.

Jürgen Zimmerer - Afrika-Historiker und Genozid-Forscher an der Universität Hamburg.  (privat)

Afrika-Historiker Jürgen ZimmererZähe Verhandlungen um Völkermord an den Herero

Während des Herero-Nama-Kriegs vor über 100 Jahren töteten deutsche Kolonialtruppen rund 100.000 Einheimische. Die Bundesregierung habe sich schwergetan, von Völkermord zu sprechen, sagt der Afrika-Historiker Jürgen Zimmerer.

Rolle der MedienIm Wettlauf um Meldungen bleibt kaum Zeit zur Prüfung

Kurz nach den ersten Schüssen im Olympia-Einkaufszentrum twitterten Augenzeugen und luden Videos vom Tatort hoch. Klassische Nachrichtenmedien geraten dadurch unter Zugzwang, denn von ihnen wird erwartet, dass sie genauso schnell reagieren.

Sie sehen die Grünen-Politikerin Irene Mihalic (dpa / picture alliance / Maurizio Gambarini)

Amoklauf von München"Einsatz der Bundeswehr hätte nicht weitergeholfen"

Nach dem Amoklauf von München hat die Grünen-Politikerin Irene Mihalic im DLF klargestellt, dass sie wenig davon hält, die Bundeswehr einzubeziehen. Die Polizei habe hervorragende Arbeit geleistet, auch in der Öffentlichkeitsarbeit.

Auf einem iPhone sind Hashtags, die als Reaktion auf die Schießerei in München gepostet wurden, zu sehen. Über die Hashtags "#München" und "#offenetür" gewährten Bewohner der Stadt nach der Schießerei anderen Menschen Unterschlupf. (picture alliance / dpa / Karl-Josef Hildenbrand)

München als mediales Ereignis Soziale Medien hysterisieren die Gesellschaft

Bei Onlinemedien liegen Fluch und Segen nah beieinander, bestätigt Medienwissenschaftler Lutz Hachmeister im Gespräch mit Deutschlandradio Kultur. Zwar seien die Sozialen Medien strukturell schneller, tragen aber auch zur Hysterisierung bei.

Unentdeckte LänderSchon mal auf dem Schiffsfriedhof in Karakalpakstan gewesen?

Nein? Dafür aber Dennis Gastmann. Der Entdeckungsreisende hat unsere Welt nach unbekannten Gegenden, weißen Flecken und vergessenen Welten durchforstet.

Sie sehen Marcus da Gloria Martins, den Pressesprecher der Polizei München, auf den viele Mikrofone gerichtet sind. (picture-alliance / dpa / Matthias Balk)

Terror-Experte Krause"Den Medien fehlte die Gelassenheit"

Der Terrorismus-Experte Joachim Krause sieht es kritisch, wie die Medien mit den Ereignissen von München umgegangen sind. Im DLF sprach er von einer "Hysterie" - und prangerte auch an, dass viele Nutzer die sozialen Medien missbraucht hätten, um Falschinformationen unterzubringen. Die Polizei dagegen sei gelassen geblieben.

Rettungs- und Polizeifahrzuge stehen in München nahe dem Hauptbahnhof. Bei Schüssen am Olympia-Einkaufszentrum in München hat es Tote und Verletzte gegeben (picture alliance / dpa)

Nach MünchenWie gehen wir mit unserer Angst um?

Nach Paris und Nizza ist die bayerische Hauptstadt von einer blutigen Tat erschüttert worden. Klaus Pokatzky diskutiert darüber mit dem Psychologen Prof. Dr. Werner Greve von der Universität Hildesheim und Gudula Geuther, Hauptstadtkorrespondentin des Deutschlandradios.

Teilnehmer der Demonstration mehrerer türkischer und kurdischer und Initiativen in Berlin gegen den versuchten Militärputsch und für mehr Demokratie in der Türkei. (AFP / Tobias Schwarz)

Protest in BerlinErdogan-Gegner fordern Demokratie

In Berlin haben rund 1.500 Gegner des türkischen Präsidenten Erdogan demonstriert. Sie verurteilten zwar auch den versuchten Militärputsch, warnten jedoch zugleich vor einer Diktatur der AKP. Zudem gab es Appelle an die EU, die Partnerschaft mit der Türkei zu beenden.

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Konsequenz aus Amoklauf  De Maizière will Waffengesetze überprüfen, Gabriel für strenge Kontrollen | mehr

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Essay und Diskurs | 24.07.2016 09:30 Uhr"Wir machen keine subversive Kommunikation"

Brille auf Büchern

In Hamburg erscheint schon seit Längerem die Kulturzeitschrift "Kultur und Gespenster". Ungewöhnlich: Ausstellungskritiken finden sich darin genauso wenig wie Rezensionen. "Wir müssen uns um diese Aktualitätsprobleme überhaupt nicht scheren", sagt Mitherausgeberin Nora Sdun. Mehr

 

Deutschlandradio Kultur

Sonntagmorgen | 24.07.2016 09:05 UhrHafen

Die Ostsee von Lassan aus gesehen.  (Deutschlandradio / Margarete Groschupf)

"In einer Sternennacht am Hafen geht'n Seemann niemals schlafen", sang einst Hans Albers, "denn der Tag der Reeperbahn fängt ja Nachts erst an". Die Häfen dieser Welt, hier der Hamburger Hafen, sind in vielen Liedern besungen worden. Und: Der Hafen steht nicht nur für nächtliches Vergnügen, sondern besonders auch für Sicherheit und Geborgenheit. Mehr

 
 

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Media Analyse 2016 Radio II:Deutschlandradio Kultur mit Spitzenwerten

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Deutliche Steigerung der Hörerzahlen bei Deutschlandfunk, Deutschlandradio Kultur und DRadio Wissen.

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Der Literaturjournalist Jan Drees wird ab 15. Juli neuer Literaturredakteur im Deutschlandfunk. Er tritt, nach dem Ausscheiden von Denis Scheck aus der Literaturredaktion, dessen Nachfolge an.

11. bis 17. Juli: Themenwoche zur US-Präsidentschaftswahl Traum und Wirklichkeit – die USA vor der Wahl

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Mit den Nominierungsparteitagen der Demokraten und Republikaner geht die US-Präsidentschaftswahl in ihre heiße Phase. Deutschlandradio Kultur berichtet kurz vor der offiziellen Kandidatenaufstellung eine Woche lang aus und über ein gespaltenes Land im Wahlkampfendspurt.