Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Abschied von Kim Jong Il als Machtdemonstration

Beisetzungsfeier für koreanischen Staatschef in Pjöngjang

Fernsehbilder zeigen Kims Sohn Kim Jong Un neben dem Fahrzeug mit dem Sarg (picture alliance / dpa / Korean Central TV Broadcasting Station)
Fernsehbilder zeigen Kims Sohn Kim Jong Un neben dem Fahrzeug mit dem Sarg (picture alliance / dpa / Korean Central TV Broadcasting Station)

Hunderttausende weinende Menschen in den Straßen Pjöngjangs: In der nordkoreanischen Hauptstadt findet die Beisetzungsfeier für Kim Jong Il statt. Die Inszenierung könnte auch Aufschlüsse über die künftige Machtverteilung geben.

Zahlreiche Nordkoreaner haben sich bei starkem Schneefall zur Abschiedszeremonie für den gestorbenen Machthaber Kim Jong Il in Pjöngjang versammelt. Das Staatsfernsehen zeigte Bilder vom Fahrzeug mit dem Sarg Kims. An der Seite des Sargs lief sein Nachfolger und jüngster Sohn Kim Jong Un. Begleitet wurde er von seinem Onkel Jang Song Thaek und dem Stabschef der Armee, Ri Yong Ho. Beide gelten als starke Männer hinter den Kulissen. Vom Verlauf der Beisetzungsfeier erwarten Nordkorea-Experten weitere Aufschlüsse über das künftige Machtgefüge. Informationen darüber lassen sich etwa daran ablesen, in welcher Reihe und in welcher Uniform die Würdenträger auftreten.

Die offizielle Trauerzeit dauert noch bis morgen. Kim Jong Il war Mitte Dezember an den Folgen eines Herzinfarkts gestorben. Unter seiner Herrschaft starben nach Schätzungen Hunderttausende Nordkoreaner an Hunger.

"Größere Zustimmung in der Bevölkerung, als wir das wahrhaben wollen"

Der Leiter der Konrad-Adenauer-Stiftung in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul, Norbert Eschborn, äußerte sich im Deutschlandfunk verhalten über einen möglichen Wandel in Nordkorea. "Trotzdem liegt es im Interesse der Führung, ihre eigene Macht dadurch zu legitimieren, dass sie alles tut, damit die Lebensbedingungen besser werden."



Mehr bei deutschlandradio.de
 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:46 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 05:05 Uhr Informationen am Morgen

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 05:07 Uhr Studio 9

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr DRadio Wissen

Aus unseren drei Programmen

EEG-Reformgipfel"Die Deckelung ist durch nichts gerechtfertigt"

Der baden-württembergische Energie- und Umweltminister Franz Untersteller (Grüne). (dpa-Bildfunk / Philip Schwarz)

Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller schlägt vor, den Anteil der Erneuerbaren Energien bis 2025 auf 50 Prozent anzuheben. Der Grünen-Politiker sagte im DLF, auch die geplante Deckelung der Windkraft an Land sei fragwürdig. Ebenso müsse der Netzausbau besser vorankommen. Bund und Länder wollen heute Abend über den Ausbau von Ökostrom beraten.

Debatte um Gauland-Äußerungen Sich weltoffen geben, Vorurteile pflegen

Deutsche Fußballfans zeigen vor Spielbeginn ein Plakat mit der Aufschrift "Jerome zieh neben uns ein" beim Länderspiel Deutschland - Slowakei in der WWK-Arena in Augsburg (Bayern). (picture alliance / dpa / Christian Charisius)

Einige Leute führen zwar gerne große Worte von Weltoffenheit im Munde, entpuppen sich aber voller Vorurteile, wenn beispielsweise ein Flüchtlingsheim in ihrer Nachbarschaft gebaut werden soll. Mit diesem Phänomen beschäftigt sich der Soziologe Armin Nassehi.

NahrungsmittelFrisch oder abgepackt: Was ist leckerer?

Welche Dinge des alltäglichen Küchengebrauchs darf ich auch mal aus der Dose kaufen und welche nicht? Es gibt große Unterschiede, sagt unsere DRadio-Wissen-Küchenfee Tina Kießling.

Kritik am "Milchgipfel""Die Verbraucher können gar nichts tun"

Der stellvertretende Geschäftsführer der Organisation Foodwatch, Matthias Wolfschmidt, auf einem Bild aus dem Jahr 2012. (imago / Metodi Popow)

Millionenhilfen der Politik und im Laden die teurere Milch: Die Maßnahmen und Vorschläge der Bundesregierung brächten gar nichts, sagte Matthias Wolfschmidt von der Verbraucherorganisation Foodwatch im DLF. Landwirtschaftsminister Christian Schmidt erwecke nur den Anschein, den Landwirten helfen zu wollen.

Nato und RusslandDer Westen schafft eine neue militärische Front

Die Teilnehmer des Außenminister-Treffens der NATO-Länder sitzen im NATO-Hauptquartier in Brüssel zusammen. (picture alliance / dpa / EPA)

Die Nato rücke immer dichter an die europäischen Grenzen Russlands. Dadurch breche sie Vereinbarungen mit Moskau und schaffe eine neue militärische Front wie zu Zeiten des Kalten Krieges, warnt der Hamburger Friedensforscher Reinhard Mutz.

Erster WeltkriegVor 100 Jahren begann die Schlacht am Skagerrak

Ein deutsches Großkampfschiff beim Abfeuern einer Breitseite während der legendären Schlacht von Skagerrak Mai/Juni 1916. (dpa)

Es war die schwerste Auseinandersetzung auf hoher See im Ersten Weltkrieg: Skagerrak-Schlacht – unter diesem Namen kennt man sie in Deutschland. Die Briten sprechen von der "Schlacht von Jütland". 8.500 Seeleute kamen damals ums Leben, vor allem Briten. Heute vor 100 Jahren fiel der erste Schuss. Zu den offiziellen Gedenkfeiern wird auch Bundespräsident Joachim Gauck reisen.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Merkel  Noch keine endgültige Einigung mit Ländern bei Ökostromreform | mehr

Kulturnachrichten

Kinderbuch-Aquarell für 133.000 Euro versteigert  | mehr

Wissensnachrichten

Regel-Studienzeit  Offensichtlich kaum zu schaffen | mehr