Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Ägypten: Tausende demonstrieren gegen Mursi

Mehr als 120 Verletzte bei Zusammenstößen

Eine der vielen Demonstrationen gegen Präsident Mursi in Kairo (picture alliance / dpa / Ahmed Khaled)
Eine der vielen Demonstrationen gegen Präsident Mursi in Kairo (picture alliance / dpa / Ahmed Khaled)

Auch in Ägypten kam es heute wieder zu Demonstrationen. Vor dem Präsidentenpalast in Kairo sowie in Alexandria und anderen Städten der Provinz brachten die Menschen ihren Unmut gegen Präsident Mohammed Mursi zum Ausdruck. Die Bilanz der anschließenden Gewalt: 120 Verletzte.

Auf dem Tahrir-Platz in Kairo blieb die Lage ruhig, die Kundgebung von 10.000 Regierungsgegnern verlief friedlich. In der Hafenstadt Alexandria dagegen warfen Demonstranten Steine auf Polizisten. Daraufhin setzte die Polizei Tränengas ein. In der Stadt Al-Mahalla griff die Ordnungspolizei ein, als eine Menge versuchte, das Gebäude der Stadtverwaltung zu stürmen.

Lokale Medien berichten live

Der englische Dienst der staatsnahen Zeitung Al Ahram liefert auf seiner Homepage ein Live-Update der Lage in Ägypten. Auch die oppositionsnahe Zeitung Al Masri Al Youm berichtet aktuell - hier heißt die englische Ausgabe Egyptian Independent.

Meistens geht es bei den Kundgebungen auch gegen den - aus Sicht der Demonstranten - unverhältnismäßigen Einsatz von Gewalt seitens der Sicherheitskräfte. Hinzu kommen Morddrohungen gegen führende Oppositionspolitiker - ein radikal-islamischer Scheich agitierte etwa gegen Oppositionsführer Hamdin Sabahi und Friedensnobelpreisträger Mohammed El Baradei.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 14:06 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 15:05 Uhr Corso - Kultur nach 3

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 14:30 Uhr Vollbild

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 14:00 Uhr Grünstreifen

Aus unseren drei Programmen

Terror-Experte Krause"Den Medien fehlte die Gelassenheit"

Sie sehen Marcus da Gloria Martins, den Pressesprecher der Polizei München, auf den viele Mikrofone gerichtet sind. (picture-alliance / dpa / Matthias Balk)

Der Terrorismus-Experte Joachim Krause sieht es kritisch, wie die Medien mit den Ereignissen von München umgegangen sind. Im DLF sprach er von einer "Hysterie" - und prangerte auch an, dass viele Nutzer die sozialen Medien missbraucht hätten, um Falschinformationen unterzubringen. Die Polizei dagegen sei gelassen geblieben.

Nach MünchenWie gehen wir mit unserer Angst um?

Rettungs- und Polizeifahrzuge stehen in München nahe dem Hauptbahnhof. Bei Schüssen am Olympia-Einkaufszentrum in München hat es Tote und Verletzte gegeben (picture alliance / dpa)

Nach Paris und Nizza ist die bayerische Hauptstadt von einer blutigen Tat erschüttert worden. Klaus Pokatzky diskutiert darüber mit dem Psychologen Prof. Dr. Werner Greve von der Universität Hildesheim und Gudula Geuther, Hauptstadtkorrespondentin des Deutschlandradios.

Protest in BerlinErdogan-Gegner fordern Demokratie

Teilnehmer der Demonstration mehrerer türkischer und kurdischer und Initiativen in Berlin gegen den versuchten Militärputsch und für mehr Demokratie in der Türkei. (AFP / Tobias Schwarz)

In Berlin haben rund 1.500 Gegner des türkischen Präsidenten Erdogan demonstriert. Sie verurteilten zwar auch den versuchten Militärputsch, warnten jedoch zugleich vor einer Diktatur der AKP. Zudem gab es Appelle an die EU, die Partnerschaft mit der Türkei zu beenden.

Fantasy und SexismusSex, Gewalt und Game of Thrones

Weltweit ist "Game of Thrones" eine der beliebtesten Fernsehserien, produziert vom US-Bezahlsender HBO. Die Mittelalter-Fantasy-Geschichte basiert auf der Romanreihe "A Song of Ice and Fire" von George R.R. Martin. Doch wie werden in der Fantasy-Serie Sexualität, Gewalt und Machtverhältnisse dargestellt? Und welche Frauen- und Männerrollen können wir sehen?

MahlzeitDer "Insektenburger" ist ethisch problematisch

Speisebohnenkaefer (imago stock&people)

Bei der Suche nach der ethisch, politisch oder sonstwie korrekten Nahrung wird im Netz inzwischen häufig der Insektenburger empfohlen. Doch es gibt Bedenken: Wo bleibt da das Tierwohl? Udo Pollmer ist gespannt, wie die Motten- und Läusesaga weitergeht.

Erdogans Erzfeind Wer ist Fethullah Gülen?

Fethullah Gülen (dpa/picture-alliance)

Für den türkischen Staatspräsidenten hat der Putschversuch einen eindeutigen Urheber: Fethullah Gülen. Der islamische Prediger lebt seit vielen Jahren in den USA und gilt als Hauptfeind Erdogans. Dabei schritten beide lange Seit an Seit - bis es zum großen Zerwürfnis kam. Ein Porträt.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

München  Merkel kündigt lückenlose Aufklärung von Amoklauf an | mehr

Kulturnachrichten

Seehofer sagt Staatsempfang zum Beginn der Bayreuther Festspiele ab  | mehr

Wissensnachrichten

Politiker in Deutschland  Regierungsbänke ohne Muslime | mehr