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Amnesty drängt Deutschland zur Aufnahme von Irak-Flüchtlingen

Irakische Flüchtlinge warten an einem Checkpoint der US-Armee in Falludscha (AP)
Irakische Flüchtlinge warten an einem Checkpoint der US-Armee in Falludscha (AP)

Amnesty International hat Deutschland zur Aufnahme von Flüchtlingen aus dem Irak aufgefordert. Inzwischen seien 4,7 Millionen Iraker auf der Flucht. Syrien allein habe etwa eine Million Iraker aufgenommen, deren Lebensbedingungen sich zusehends verschlechterten, erklärte die Menschenrechtsorganisation in Berlin. Deutschland müsse einen Beitrag zur Lösung der Krise leisten, betonte die Irak-Expertin der Organisation, Ruth Jüttner.

Amnesty International verwies darauf, dass sich die Bundesländer bereits im April grundsätzlich bereit erklärt hätten, Flüchtlinge aus dem Irak aufzunehmen. Nach dem erneuten Aufschub einer Entscheidung der EU-Innenminister auf frühestens September dürfe Deutschland nicht länger auf eine europäische Regelung warten. Jetzt müssten der Ankündigung auch Taten folgen. Amnesty fordert außerdem, dass die europäischen Staaten vorerst auf jegliche Abschiebungen in den Irak verzichten.

Mehr als zwei Millionen Menschen sind innerhalb des Irak auf der Flucht, weitere zwei Millionen haben ihr Land bereits verlassen. Doch seit einigen Tagen ist auch noch der letzte Notausgang ins Ausland verschlossen: Syrien hat seine Grenzen für Flüchtlinge praktisch dicht gemacht.

Nach Einschätzung von Otmar Oehring vom katholischen Missionswerk missio sind Christen im Irak besonders gefährdet. Viele würden getötet, entführt, vergewaltigt oder mit Schutzgeldforderungen zur Flucht gezwungen. Auch wenn sie in die Nachbarländer des Irak fliehen, seien sie vor ihren Verfolgern nicht sicher. (Text / MP3-Audio)



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Letzte Änderung: 02.10.2013 13:29 Uhr

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