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Amtswechsel zum 1. September

Stefan Raue neuer Deutschlandradio-Intendant

STEFAN RAUE, Intendant DLF, 15.08.2017, Funkhaus Köln (Deutschlandfunk - Bettina Fürst-Fastré)
(Deutschlandfunk - Bettina Fürst-Fastré)

Stefan Raue übernimmt zum 1. September das Amt des Intendanten von Deutschlandradio von seinem Vorgänger Dr. Willi Steul.

Stefan Raue übernimmt zum 1. September das Amt des Intendanten von Deutschlandradio von seinem Vorgänger Dr. Willi Steul. Vor seinem Amtsantritt sagte Raue, Deutschlandradio genieße mit seinen Angeboten zu Recht einen hervorragenden Ruf als öffentlich-rechtliches Leitmedium. Der journalistischen Autorität und dem Gütesiegel Deutschlandfunk kämen in der aktuellen Debatte über Glaubwürdigkeit und Legitimation der Medien eine besondere Bedeutung zu. Raue kündigte an, die Programme weiter zeitgemäß zu profilieren. Schwerpunkte seien der Digitalbereich und die Ansprache jüngerer Zielgruppen.

"Deutschlandradio trägt mit den drei anerkannten Qualitätsprogrammen Deutschlandfunk, Deutschlandfunk Kultur und Deutschlandfunk Nova eine besondere gesellschaftliche Verantwortung", so Raue. Der nationale Hörfunk könne "Gastgeber und Ideengeber für die großen Debatten unserer Zeit" sein. Dafür sollen neue Formen des Politik- und Kulturjournalismus gefördert werden, die auch den Wunsch nach Interaktion und Kommunikation unter jüngeren Hörern aufgreifen. Für alle Programme gelte, dass die Bedingungen, Arbeitsweisen, Zugänge und Werte der eigenen journalistischen Arbeit transparent gemacht und immer wieder selbstkritisch überprüft werden müssten.

Ausdrücklich würdigte Raue die Verdienste seines Vorgängers Willi Steul, der zum 1. September in den Ruhestand tritt: "Die Hörerzahlen bewegen sich auf Rekordniveau, die digitalen Angebote wurden in den letzten Jahren ausgebaut und werden stark nachgefragt. Sowohl im technischen und administrativen Bereich als auch bei der Programmgestaltung sind wichtige Weichenstellungen getroffen worden." Vor dem Hintergrund der nicht ausreichenden UKW-Abdeckung für die Deutschlandradio-Programme sei auch Steuls Engagement für den Ausbau von DAB+ richtungsweisend. Den eingeschlagenen Weg wolle er weitergehen: "Digitalradio ist kein technisches Nischen-thema, sondern von grundsätzlicher medienpolitischer Bedeutung."

Stefan Raue (geboren 1958 in Wuppertal) begann seine journalistische Laufbahn nach einem geisteswissenschaftlichen Studium und einem Volontariat als Reporter beim WDR (1987-1990). Anschließend arbeitete er als Politikredakteur und Chef vom Dienst bei RIAS-TV, bevor er 1992 Programmbereichsleiter Aktuelles und Nachrichten beim Fernsehen der Deutschen Welle wurde. Ab 1995 war Stefan Raue in verschiedenen Positionen beim ZDF tätig, u. a. als Schlussredakteur des "heute-journal" und als stellvertretender Leiter der Senderredaktion der "heute"-Nachrichten. Von 1997 an war er Redaktionsleiter des Magazins "Blickpunkt", zusätzlich war er seit 1999 stellvertretender Hauptredaktionsleiter im Bereich Politik und Zeitgeschehen des ZDF. Ab November 2011 arbeitete er als trimedialer Chefredakteur beim Mitteldeutschen Rundfunk (MDR). Raue ist verheiratet und hat 2 Kinder.

Über Deutschlandradio:16 Länder, ein Sender. Seit 1994 steht Deutschlandradio für den nationalen Hörfunk in Deutschland. Jeden Tag entstehen in den beiden Funkhäusern in Berlin und Köln über 72 Stunden hochwertiges Radioprogramm, das die föderale Vielfalt in Deutschland wiedergibt und bundesweit werbefrei zu empfangen ist: "Alles von Relevanz" (Deutschlandfunk), "Das Feuilleton im Radio" (Deutschlandfunk Kultur) und "Es ist kompliziert. Dazu guter Pop" (Deutschlandfunk Nova). Die drei Programme erreichen täglich weit mehr als 2 Millionen Hörerinnen und Hörer. Weitere Informationen unter www.deutschlandradio.de

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