Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Angela Merkel mit Karlspreis ausgezeichnet

Nicolas Sarkozy: Deutschland und Frankreich sind "Freunde auf immer"

Nicolas Sarkozy und Angela Merkel bei der Preisverleihung. (AP)
Nicolas Sarkozy und Angela Merkel bei der Preisverleihung. (AP)

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist mit dem Internationalen Karlspreis der Stadt Aachen für ihre Verdienste um die europäische Einigung ausgezeichnet worden. In seiner Laudatio würdigte Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy Merkel als große Europäerin, der es als EU-Ratspräsidentin im vergangenen Jahr gelungen sei, die Erstarrung nach dem Scheitern der EU-Verfassung auch in Frankreich zu überwinden.

"Aber der vereinfachte Vertrag hat die Krise zwischen Europa und den Europäern noch nicht gelöst", sagte Sarkozy. "Unsere Arbeit beginnt erst jetzt." Europa sei eine "zu schöne, zu gerechte Idee, um nur die Idee der Eliten zu sein". Deutschland und Frankreich seien aufgefordert, gemeinsam alles in den Dienst der Europäischen Union zu stellen. Die beiden Länder seien "Freunde auf immer" geworden, zwischen denen es keine Gräben mehr geben dürfe.

Merkel sagte, Freiheit, Menschlichkeit und Frieden seien die höchsten irdischen Güter. Das gelte auch für ein enger zusammenwachsendes Europa, und diese Werte müssten immer wieder aufs Neue gehegt und gepflegt werden. Den Willen, Europa zu gestalten, hätten die Mitglieder der EU im vergangenen Jahr bewiesen, indem sie mit dem Vertrag von Lissabon die Grundlage der EU erneuert hätten.

Mit einer Messe im Aachener Dom hatten die Feierlichkeiten zur Verleihung des Preises begonnen. Dabei bedauerte der Aachener Bischof Heinrich Mussinghoff den fehlenden Gottesbezug im EU-Grundlagenvertrag. Die Kirche bekräftige auch ihren Wunsch, in der Präambel des Vertrages die jüdisch-christlichen Wurzeln Europas und den Anteil des Islams konkret zu benennen, sagte Mussinghoff in seiner Predigt.

Der Internationale Karlspreis zu Aachen wird seit 1950 für besondere Verdienste um die europäische Einigung verliehen. Im vergangenen Jahr hatte EU-Chefdiplomat Javier Solana den Preis erhalten.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:29 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 04:05 Uhr Radionacht Information

Deutschlandfunk Kultur

MP3 | Ogg

seit 01:05 Uhr Tonart

Deutschlandfunk Nova

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr Soundtrack

Aus unseren drei Programmen

Schäfer-Gümbel (SPD)"Wir haben schlicht keinen Regierungsauftrag"

Der stellvertretende Vorsitzende der SPD, Thorsten Schäfer-Gümbel (Imago)

Der SPD-Politiker Thorsten Schäfer-Gümbel hat die Entscheidung seiner Partei verteidigt, sich nicht an der Regierungsbildung zu beteiligen. Die SPD müsse zunächst die Gründe für ihr schlechtes Abschneiden bei der Bundestagswahl aufarbeiten. Wenn es zu Neuwahlen komme, werde sie aber schnell handlungsfähig sein, sagte Schäfer-Gümbel im Dlf.

Regierungsbildung"Merkel hat sich sehr gut und richtig verhalten"

Klöckner (links) und Merkel bei einem Wahlkampfauftritt in Mainz (imago / Hoffmann)

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich nach Worten ihrer Parteigenossin Julia Klöckner in den Sondierungsgesprächen vorbildlich verhalten. Merkels Stärke sei gewesen, sich nicht in den Vordergrund zu stellen, sondern die Menschen zussammenzubringen. "Das hat sie sehr, sehr wohlwollend und sehr, sehr sachlich getan", sagt Klöckner im Dlf.

Deutsche Wirtschaft Von wegen "Überhitzung"

Hochöfen von ThyssenKrupp  (picture alliance/dpa: Arnulf Stoffel)

Viele Kriterien deuten darauf hin: Die Wirtschaft brummt. Einige Experten warnen nun vor "Überhitzung". Die Wirtschaftsjournalistin Ulrike Herrmann bezweifelt diese Analyse. Für sie ähnelt die Wirtschaft einem lauwarmen Dampfkochtopf, der nicht auf Touren kommt.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Libanon  Hariri zurück in Beirut | mehr

Kulturnachrichten

De-Chirico-Gemälde in Südfrankreich gestohlen | mehr

 

| mehr