Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Anti-Koran-Film: Islamrat ruft zu gelassenem Umgang auf

Türkische Gemeinde will Verbot

Geert Wilders  (AP Archiv)
Geert Wilders (AP Archiv)

Der umstrittene Koran-Film des rechtsgerichteten niederländischen Politikers Geert Wilders hat bei muslimischen Organisationen in Deutschland unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen.

In der "Frankfurter Rundschau" rief der Sprecher des Koordinierungsrats der Muslime, Ali Kizilkaya, zu einem gelassenen Umgang mit dem Video auf. Es sei zwar eindeutig, dass eine Religion provokativ beleidigt werden solle. Die Muslime sollten aber deshalb nicht leichtfertig den gesellschaftlichen Frieden aufs Spiel setzen, meinte Kizilkaya.

Dagegen sieht der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Kenan Kolat, die Grenze der Meinungsfreiheit mit dem Film überschritten. Er verlangte ein Verbot und forderte zugleich Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble auf, sich als Leiter der Islam-Konferenz von dem Streifen zu distanzieren.

Niederländischer Außenminister lobt Reaktionen auf Wilders Film

Der niederländische Außenminister Maxime Verhagen bezeichnete die Reaktionen von muslimischen Verbänden auf den Wilders-Film als ermutigend. Sie hätten erkannt, dass die Position der Regierung in den Den Haag eine andere sei als die eines einzelnen Oppositionsmitglieds, sagte Verhagen im Deutschlandradio Kultur. Zudem hätten sich die muslimischen Organisationen durch den Film nicht provozieren lassen. Dies sei wichtig für einen Dialog. (Text)

Screenshot des Islamfilms von Geert Wilders (liveleak.com)Screenshot des Islamfilms (liveleak.com)Die Webseite "Live-Leak" zeigt den Film inzwischen nicht mehr, weil es Drohungen gegen Mitarbeiter gab. In dem 15-minütigen Film mit dem Titel "Fitna" ("Zwietracht") setzt Wilders den Islam mit dem Faschismus gleich und verlangt ein Verbot des Korans.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:28 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 21:05 Uhr JazzFacts

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 20:03 Uhr Konzert

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr DRadio Wissen

Aus unseren drei Programmen

Vom Amok zum Dschihad? Wenn junge Menschen den Krieg erklären

Maskierte Jugendliche stehen am 08.10.2014 in Hamburg vor der Al-Nour Moschee. Bei einer Ausschreitungen zwischen Kurden und radikalen Muslimen sind in Hamburg mehrere Menschen verletzt worden. Foto: Markus Scholz/dpa (picture alliance / Markus Scholz)

Sie sind Kinder unserer Gesellschaft und erklären dem Abendland den Krieg: Warum ziehen junge Europäer in den Djihad? Treibt sie religiöser Fanatismus? Forscher gehen der Frage nach, ob sich Erkenntnisse aus der Amok-Forschung auf den Islamismus in Europa übertragen lassen.

Medikamentenfunde am ukrainischen Mannschaftshotel"Nichts, was man sich mal einfach so einschmeißen sollte"

Ein Tropfen an der Nadel einer Spritze (dpa / picture-alliance / Patrick Seeger)

Journalisten des Recherchezentrums Correctiv haben in der Mülltonne am Hotel der ukrainischen Fußballmannschaft in Frankreich Medikamente, Spritzen und Infusionsbesteck gefunden. Dabei handle es sich zwar nicht um verbotene Substanzen, aber um "hartes Zeug, das normalerweise nicht eingesetzt werden müsste", sagte Correctiv-Journalist Daniel Drepper im DLF.

Nach Anschlägen in der Türkei"Die innere Einstellung ist entscheidend"

Seit den Anschlägen in der Türkei nimmt die Zahl der Touristen ab. Schlecht für die türkische Tourimusbranche, die darum richtig krasse Schnäppchen anbietet: Eine Woche, 4-Sterne-Hotel, Vollpension, mit Flügen für 300 Euro. Ist es moralisch richtig solche Schnäppchen zu buchen? Wir haben mit Rainer Erlinger drüber gesprochen.

Australiens FlüchtlingspolitikAus der Hölle in die Hölle

Unterstützer von Flüchtlingen protestieren im australischen Brisbane gegen die Unterbringung von Flüchtlingen auf der Insel Nauru. (picture alliance / dpa / Dan Peled)

Australien geht erbarmungslos mit Flüchtlingen um: Wer das Land überhaupt erreicht, wird auf eine öde Insel gesperrt. Hier herrschen grauenerregende Zustände - und manche Menschen müssen dort jahrelang ausharren.

CETA-Handelsabkommen"Gründe für einen Rücktritt Junckers gibt es viele"

Hunko mit ernstem Blick vor einer grauen Wand mit der Aufschrift "racc". (Yuri Mashkov / DPA I ITAR-TASS )

Das Vorgehen von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker im Streit um das CETA-Handelsabkommen stößt auch bei der Partei Die Linke auf scharfe Kritik. Es sei verheerend, so kurz nach dem Votum der Briten für den Brexit die nationalen Parlamente bei der Zustimmung zu CETA auszuschalten, sagte der Linken-Abgeordnete Andrej Hunko im Deutschlandfunk.

LebensmittelchemieHeiß, heißer, glutenfrei?

Wer kein Gluten verträgt, muss auf Lebensmittel verzichten, die das Klebereiweiß enthalten: oft sind das Getreideprodukte. Die Lebensmittelchemikerin Carmen Lamacchia hat eine Lösung gefunden, Gluten wieder verträglich zu machen - mithilfe von Hitze.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Cameron-Nachfolge  Boris Johnson bewirbt sich nicht um Amt des Premiers | mehr

Kulturnachrichten

Anne Birkenhauer erhält Paul-Celan-Preis 2016  | mehr

Wissensnachrichten

Neu-Mitglieder  Oscars bald nur noch 89 Prozent weiß | mehr