Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

"Antisemitismus hat keinen Platz"

US-Präsident Barack Obama in Yad Vashem

Präsident Obama legt in der Holocaust Gedenkstätte Yad Vashem einen Krankz nieder. (picture alliance / EPA / Uriel Sinai)
Präsident Obama legt in der Holocaust Gedenkstätte Yad Vashem einen Krankz nieder. (picture alliance / EPA / Uriel Sinai)

"Wir stehen vor der Wahl, uns dem Bösen zu beugen oder unseren feierlichen Eid wahr werden zu lassen: Nie wieder!" Das sagte US-Präsident Barack Obama an einem Ort, der für Politiker niemals ein einfacher Ort sein wird: in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem.

<p>Es war für den US-Präsidenten der Abschluss seines dreitägigen Israelbesuchs. "Der Staat Israel existiert nicht wegen des Holocausts, sondern mit dem Überleben eines starken jüdischen Staates Israel wird es nie wieder zu einem Holocaust kommen", betonte Barack Obama. Gemäß jüdischer Tradition legte er Steine auf die Gräber von Theodor Herzl, dem Begründer des modernen Zionismus, und des früheren Ministerpräsidenten Jitzhak Rabin nieder. <br /><br /></p><p><strong>Annäherung an Netanjahu</strong></p><p>Mit seinen Worten näherte sich der amerikanische Präsident dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu an, der angesichts einer möglichen iranischen Atombewaffnung von der Gefahr eines neuen Holocausts gesprochen hat. Obama bekräftigte: "Der Antisemitismus hat keinen Platz in der zivilisierten Welt." Bei seinem Besuch in Yad Vashem wurde der Gast aus Washington begleitet von Ministerpräsident Netanjahu und vom israelischen Staatspräsidenten Schimon Peres.<br /><br />Die vor 60 Jahren gegründete Einrichtung Yad Vashem erinnert an die Ermordung von sechs Millionen Juden durch Nazi-Deutschland während des Zweiten Weltkriegs. Bei dem Besuch war auch der frühere Oberrabbiner Israel Lau zugegen, der selbst den Holocaust überlebt hat. Obama äußerte sich bewegt: "Sie sind keine Zahlen", sagte Obama über die Opfer des Holocaust. "Sie waren Männer, Frauen und Kinder - so viele Kinder."<br /><br />Nach einem Abstecher nach Bethlehem reiste Obama unterdessen nach Jordanien weiter. Beobachter wie der israelische Historiker Moshe Zimmermann erwarten von dem Besuch keine durchgreifende Veränderung im Nahost-Friedensprozess. Denn die neue Regierung Israels sei nicht offener als die frühere, <papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="241446" text="erklärte Zimmermann im Deutschlandradio Kultur" alternative_text="erklärte Zimmermann im Deutschlandradio Kultur" />. Am Samstag endet die viertägige Nahost-Visite Obamas mit einem Besuch der weltberühmten Felsenstadt Petra.<br /><br /><strong>Mehr auf dradio.de:</strong><br /><papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="252978" text="Obama macht Druck: Nahost-Frieden muss kommen" alternative_text="Obama macht Druck: Nahost-Frieden muss kommen" /> - <br> US-Präsident setzt weiter auf Zweistaatenlösung<br /><papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="252975" text="Obama spricht von Freundschaft, Netanjahu von Frieden" alternative_text="Obama spricht von Freundschaft, Netanjahu von Frieden" />- <br> US-Präsident betont auf Nahost-Reise Bündnis mit Israel</p>
 

Letzte Änderung: 02.10.2013 14:08 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 19:15 Uhr Zur Diskussion

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 19:07 Uhr Zeitfragen. Kultur und Geschichte

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr DRadio Wissen

Aus unseren drei Programmen

Friedrich Merz zu TTIP"Europäer sind in Gefahr, in eine Zuschauerrolle hineinzurutschen"

Friedrich Merz, Vorstandsvorsitzender der Atlantik-Brücke (picture alliance/dpa/Bernd Von Jutrczenka)

Die Argumente gegen das Freihandelsabkommen TTIP müsse man ernst nehmen, findet Friedrich Merz, der Vorsitzende des Vereins "Atlantik-Brücke" und frühere CDU-Politiker. Dennoch hält er das Abkommen für unverzichtbar. "Gerade Deutschland ist abhängig von offenen Märkten", sagte Merz im DLF.

Parteienforscher über die AfD"Volksparteien müssen auf den Wandel reagieren"

Anhänger der Partei Alternative für Deutschland (AfD) halten am 31.10.2015 in Hamburg während einer Kundgebung Transparente, Plakate und Fahnen hoch. (dpa / picture alliance / Daniel Bockwoldt)

Wollen Merkel und die CDU einen Rechtsruck vollziehen, um Wähler zurück zu gewinnen? Nicht nur die CDU, auch die anderen demokratischen Parteien hätten derzeit Probleme, die Bürger an sich zu binden, sagt der Parteienforscher Everhard Holtmann.

Visa-Freiheit für TürkenClaudia Roth: "Kein Kniefall vor Erdogan"

Claudia Roth beim Kleinen Parteitag der Grünen in Bayern. (picture alliance / dpa / Andreas Gebert)

Die Grünen-Politikerin Claudia Roth hat die geplante Visafreiheit für die Türkei ausdrücklich begrüßt. Das Vorhaben der EU-Kommission sei „längst überfällig“, sagte die Vizepräsidentin des Bundestags im DLF. Die Türkei warte schon seit den 80er Jahren darauf, dass ihre Bürger ohne Visum in die EU reisen könnten. 

Debatte über IslamNationale Identität, die Europa spalten will

Eine grüne Europakarte (imago / INSADCO)

Türkische Islamisten und europäische Rechte hätten etwas gemeinsam: Sie wollten mit Identitäten und Nationalgefühl die säkulare Demokratie durch feindliche Blöcke ersetzen, meint der Schriftsteller Zafer Şenocak.

Türkei-EU und die VisapflichtRein in die EU - ohne Visum?

Die Türkei nimmt Flüchtlinge zurück, dafür dürfen Türken ohne Visum in die EU. Das ist ein Teil des Deals zwischen der Türkei und der EU - und an dem Abkommen wollen beide unbedingt festhalten. Auch wenn die Türkei die Bedingungen für die Visafreiheit nicht so ganz erfüllt.      

Spanien vor 40 JahrenDie erste Ausgabe von "El País" erscheint

Ein Exemplar der spanischen Tageszeitung "El País" auf dem Tisch in einem Café (picture alliance / dpa / Ricardo Ceppi)

Sie ist das Symbol für den Übergang zur Demokratie in Spanien: Diktator Francisco Franco war wenige Monate tot und endlich hielt die Pressefreiheit Einzug. Am 4. Mai 1976 erschien in Madrid zu ersten Mal "El País", die mittlerweile bedeutendste Tageszeitung des Landes.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Bargeld  EZB beschließt Abschaffung des 500-Euro-Scheins | mehr

Kulturnachrichten

Künstler Carl Fredrik Reuterswärd gestorben  | mehr

Wissensnachrichten

Radrennen  Halt dich an das Kamera-Motorrad | mehr