Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Arabische Liga fordert Stopp der Gewalt in Syrien

Assad knüpft Bedingung an Umsetzung des Annan-Plans

Iraks Premierminister Nuri al-Maliki (picture alliance / dpa / EPA / Raed Qutena)
Iraks Premierminister Nuri al-Maliki (picture alliance / dpa / EPA / Raed Qutena)

Die Arabische Liga hat sich in einem Entwurf zur Abschlusserklärung ihres Gipfels in Bagdad für eine friedliche Lösung in Syrien ausgesprochen. Der syrische Machthaber Baschar al-Assad zeigte sich gesprächsbereit.

Sie unterstütze "den legitimen Wunsch des syrischen Volks nach Freiheit und Gewalt", hieß es in dem Entwurf zur Abschlusserklärung Gipfels der Arabischen Liga. Sie verurteilt darin die Gewalt und spricht sich für eine friedliche Machtübergabe aus. Die Liga unterstützt damit ihren gemeinsam mit der UNO eingesetzten Sondergesandten Kofi Annan.

Es drohten gefährliche Folgen für die gesamte Region, warnte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon auf dem Gipfeltreffen. Ähnlich äußerte sich der irakische Ministerpräsident Nuri al-Maliki. Er warnte vor einer Bewaffnung der Konfliktparteien: Dies würde zu einem "regionalen und internationalen Stellvertreterkrieg" führen. Ein "nationaler Dialog" sei die "beste Lösung" für ein Ende des Konflikts, so Maliki.

Syriens Machthaber Baschar al-Assad (picture alliance / dpa /EPA / Youssef Badawi)Syriens Präsident Baschar al-Assad (picture alliance / dpa /EPA / Youssef Badawi)Syriens Präsident Baschar al-Assad hat Bedingungen an die Umsetzung des Friedensplans der Vereinten Nationen und der Arabischen Liga geknüpft. Er sei für den Sechs-Punkte-Plan des Sondergesandten Kofi Annan, zitierte die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana aus einem Brief Assads an die Staats- und Regierungschefs der Schwellenländer Brasilien, Russland, Indien und China. Allerdings müssten "die Länder, die die bewaffneten Gruppen mit Geld und Waffen unterstützen, überzeugt werden, dies sofort zu unterlassen".

Uneinigkeit über weiteres Vorgehen

Vor allem im Westen werden Zusagen Assads skeptisch gesehen. Eine Sprecherin des US-Außenministeriums sagte, bislang habe Syriens Staatschef die notwendigen Schritte zur Umsetzung nicht ergriffen.

Wie konkret in der Syrien-Krise weiter vorgegangen werden, darüber herrschte weiter Uneinigkeit unter den arabischen Ländern. Saudi-Arabien und Katar haben sich für eine Bewaffnung der syrischen Opposition ausgesprochen. Algerien und Irak dringen jedoch auf ein vorsichtigeres Vorgehen. Sie fürchten, ein Sturz Assads könnte eine Welle der Gewalt zwischen den Bevölkerungsgruppen auslösen.

Ungeachtet dessen hielt die Gewalt in Syrien an. Bei Kämpfen zwischen Sicherheitskräften und Rebellen kamen nach Angaben der Opposition mindestens 22 Menschen ums Leben.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:49 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 03:05 Uhr Weltzeit

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 01:05 Uhr Tonart

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr Soundtrack

Aus unseren drei Programmen

Erster Auftritt als BundespräsidentSteinmeier zeigt klare Kante

Der neue Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier spricht am 22.03.2017 bei der gemeinsamen Sitzung von Bundestag und Bundesrat nach seiner Vereidigung im Deutschen Bundestag in Berlin.  (dpa/Michael Kappeler)

Frank Walter Steinmeier hat in seiner Antrittsrede die Kontroverse um den türkischen Präsidenten in der Mittelpunkt gestellt - verbunden mit dem Aufruf, den deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel freizulassen. Ein riskantes Manöver für das neue deutsche Staatsoberhaupt.

Leipziger BuchmesseDas Lesen kann beginnen!

Auf der Leipziger Buchmesse 2016: Ein Frau liest  (picture alliance / dpa / Jens Kalaene)

In Leipzig wird heute Abend die Buchmesse eröffnet. Bis Sonntag präsentieren mehr als 2.000 Aussteller ihre Neuerscheinungen. Unser Literaturkritiker Kolja Mensing hat alle redaktionellen Vorbereitungstreffen hinter sich - und befindet sich nun "im Rausch".

Auftritte türkischer MinisterErdogans verschleierte Kehrtwende

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan spricht in Istanbul. (AFP / OZAN KOSE)

Die Ansage der Bundesregierung, den Türken die Stimmabgabe in Deutschland im Falle von Rechtsverstößen zu verbieten, stelle für Ankara ein echtes Problem dar, kommentiert Christian Buttkereit. Denn dieser sei auf diese Stimmen angewiesen.

Julia Samoilowa Ukraine verbietet russischer ESC-Kandidatin Einreise

Die im Rollstuhl sitzende Sängerin Julia Samoilowa tritt am 07.03.2014 in Sotschi (Russland) bei der Eröffnungsfeier der Paralympischen Winterspiele 2014 auf.  (dpa picture-alliance/AP Ekaterina Lyzlova)

Der ukrainische Geheimdienst hat der russischen ESC-Teilnehmerin Julia Samoilowa die Einreise verboten. Dadurch kann die Sängerin im Rollstuhl voraussichtlich nicht beim Eurovision Song Contest (ESC) im Mai in Kiew auftreten.

AskeseVerzicht oder nicht?

Ein Mönch sitzt im Antaiji Kloster neben einer Gitarre und genießt die völlige Ruhe. (Norbert Hübner)

Enthaltsamkeit dient in modernen Gesellschaften oft nicht mehr der spirituellen Erhebung, sondern der Leistungssteigerung. Fundamentalisten des innerweltlichen Glaubens rennen in die Muckibude, ans Cardio-Gerät, aufs Indoor-Fahrrad. Ein Plädoyer fürs Fasten durch Laster.

Konzertfilm "Rammstein - Paris"Brutalo-Trash im Kino

Band Rammstein bei der Filmpremiere "Rammstein Live in Paris" in der Berliner Volksbühne: Richard Zven Kruspe, Paul Landers, Oliver Riedel, Christian Lorenz, Christoph Schneider und Till Lindemann. (imago/Tinkeres)

Martialische Musik und brutale Ästhetik – das ist das Erfolgsrezept von Rammstein. Der schwedische Regisseur Jonas Akerlund hat aus mehreren Konzerten der Band in Paris einen Film gemacht. Ab Donnerstag kommt "Rammstein - Paris" für nur drei Tage in 100 deutsche Kinos.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Anschlag in London  Polizei spricht jetzt von fünf Toten | mehr

Kulturnachrichten

Ukraine verbietet russischer ESC-Kandidatin Einreise  | mehr

 

| mehr