BuchTipp
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6.2.2005
Lucia Brauburger: Abschied von Lübchen. Bilder einer Flucht aus Schlesien
Econ Verlag
Vorgestellt von Alexander Schuller
Lucia Brauburger beschreibt und dokumentiert in ihrem Bildband "Abschied von Lübchen" die Flucht der Bewohner aus dem schlesischen Dorf mit dem unschuldigen Namen Lübchen. Die Bilder entwickeln auch noch 60 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs eine besondere Kraft. Das konkrete Erleben und Erleiden wird wieder nah und verständlich.
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30.1.2005
Tamara Anthony: Ins Land der Väter oder der Täter? Israel und die Juden in Deutschland nach der Schoah
Metropol-Verlag, Berlin 2004
Vorgestellt von Sebastian Engelbrecht
Die junge Historikerin Tamara Anthony analysiert in ihrem Buch "Ins Land der Väter oder der Täter?" die deutsch-jüdisch-israelische Geschichte in den Jahren nach dem Krieg ohne Rücksicht auf Empfindlichkeiten und ohne Pathos. Dabei geht sie auch auf die Rolle der so genannten "displaced persons" in Deutschland ein. Bilder von Camps voller Juden in Deutschland erhöhten ihrem Urteil zufolge den Druck auf die internationale Gemeinschaft, dem Projekt eines Staates Israel zuzustimmen.
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23.1.2005
Philippe Burrin: Warum die Deutschen? Antisemitismus, Nationalsozialismus, Genozid
Propyläen Verlag, Berlin 2004
Vorgestellt von Jacques Schuster
Nach Norbert Elias, Friedrich Meinecke, Helmut Plessner oder Karl Dietrich Bracher versucht nun der Genfer Historiker Philippe Burrin zu enträtseln, aus welchen Gründen die Deutschen Hitler so bereitwillig folgten. In seinem Essay "Warum die Deutschen" konzentriert er sich auf die Frage, warum Hitlers radikaler Antisemitismus, sein Vernichtungswille und der Völkermord in Deutschland keine Gegenwehr fanden. Als Antwort führt der Historiker an, die NS-Identität sei zur nationalen Identität geworden.
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16.1.2005
Thomas Mann: Briefe II 1914 - 1923
S. Fischer Verlag, Frankfurt/ Main 2004
Vorgestellt von Joachim Scholl
Der Erste Weltkrieg führte Thomas Mann zu grundsätzlichen Fragen über Rolle und Wesen deutscher Kultur, als deren Repräsentant er sich mit 39 Jahren schon empfand. Er legte die literarische Arbeit am "Felix Krull" und "Zauberberg" beiseite. Eine Auseinandersetzung mit den politischen Ereignissen begann, die seine Briefe spiegeln.
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9.1.2005
Peter Kruse (Hrsg.): "Bomben, Trümmer, Lucky Strikes - Die Stunde Null in bisher unbekannten Manuskripten"
Wjsverlag, Berlin 2004
Vorgestellt von Rolf Schneider
Anlässlich des 60. Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkriegs im Mai werden Neuerscheinungen präsentiert. Der große Vorzug der von Peter Kruse herausgegebenen Sammlung ist Authentizität. Literaten und Nicht-Literaten erzählen unter dem Eindruck der Unmittelbarkeit und im stilistischen Duktus jener Jahre.
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2.1.2005
Karin Hartewig: Das Auge der Partei. Fotografie und Staatssicherheit
Christoph Links Verlag, 2004
Vorgestellt von Bernd Wagner
Das Ministerium für Staatssicherheit der DDR hinterließ 1989 neben Aktenbergen auch eine Fülle von Bildmaterial: 1,3 Millionen Fotopositive, Negative, Dias sowie rund 5750 Filme. Karin Hartewig hat sich mit der Gründlichkeit der Historikerin durch diesen Berg gearbeitet und ihre Erkenntnisse in ihrem Band "Das Auge der Partei" festgehalten und damit eine betrachtenswerte Geschichte der Staatssicherheit und ihrer Opfer vorgelegt.
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1.1.2005
Antony Beevor: Die Akte Olga Tschechowa - Das Geheimnis von Hitlers Lieblingsschauspielerin
Verlag C. Bertelsmann, Übersetzer: Helmut Ettinger
Vorgestellt von Tilman Krause
Zahlreiche Legenden und Gerüchte ranken sich um die Schauspielerin Olga Tschechowa: ihr Männerverschleiß, die Verehrung durch die Größen des Nazi-Regimes und ihre vermeintliche Zusammenarbeit mit dem sowjetischen Geheimdienst. Der Militärhistoriker Antony Beevor ist der Sage nachgegangen, dass die Diva zur Zeit ihrer größten Erfolge als Agentin des KGB gearbeitet hat.
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26.12.2004
Hajo Schumacher: "Roland Koch - verehrt und verachtet"
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2004
Vorgestellt von Rupert von Plottnitz
Dem Publizisten Hajo Schumacher ist es gelungen, ein genaues Bild des real existierenden Politikers Roland Koch zu zeichnen. Er charakterisiert ihn unter anderem als politischen Manager, der sich im Kreis von Wirtschaftsführern und Vorstandsvorsitzenden am wohlsten fühlt und sich darauf versteht, die Klaviatur des politischen Populismus zu bedienen.
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25.12.2004
Johannes Thiele (Hrsg.): Das Buch der Deutschen - Alles, was man kennen muss
Gustav Lübbe Verlag, Bergisch Gladbach 2004
Vorgestellt von Michael Gerwarth
Herausgeber Thiele formuliert einen hohen Anspruch: Er will einen "umfassenden Überblick über Geschichte, Politik, Literatur, Poesie, Philosophie, Recht und Verfassung" geben, um "so etwas wie einen Kanon der Texte deutscher Identität vorzulegen". Doch trotz gewichtiger Lücken ist die Auswahl von 273 Texten mehr als ein Sammelsurium unterschiedlichster Textgattungen, die wir überwiegend aus Schulbüchern und Anthologien kennen. Es regt nämlich durchaus zu weiterer, vertiefender Lektüre an.
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19.12.2004
Elisabeth Niejahr: "Alt sind nur die anderen. So werden wir leben, lieben und arbeiten"
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2004
Vorgestellt von Annette Riedel
Die Stärke von Elisabeth Niejahrs Buch ist, dass an Hand von Beispielen aus verschiedenen Ländern eine Vorstellung für ein verändertes Leben, Lieben und Arbeiten in einer alternden Gesellschaft vermittelt wird. Sie entwirft ein erstes Bild der Veränderungen, die die wachsende Zahl der sehr heterogenen Alten von morgen bewirken wird.
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