BuchTipp
Archiv | BuchTipp | Sonn- und Feiertag • 12:50
19.1.2003
Mehr Politik wagen
Sigmar Gabriel
Das politische Schicksal von Sigmar Gabriel, Jahrgang 1959, dem amtierenden niedersächsischen Ministerpräsidenten, kann sich Anfang Februar entscheiden. Wenn er die Landtagswahlen verliert, wird er zumindest einige Jahre brauchen, um weitergehende Ansprüche in seiner Partei geltend zu machen. Wenn er sie gewinnt, gehört nicht viel Prophetie dazu, vorherzusagen, dass er einer der kommenden Leute in der SPD sein wird, vielleicht irgendwann einmal der Nachfolger des amtierenden Bundeskanzlers.
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12.1.2003
Unser Wien
Arisierung auf österreichisch
Tina Walzer/Stephan Templ
Im Raubzug gegen ihre jüdischen Nachbarn spielten die Wiener eine Vorreiterrolle für das gesamte Dritte Reich. Sofort nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 12.03.1938 begannen die "wilden" Arisierungen. Es folgten bald Gesetze, mit deren Hilfe die Enteignung der Juden in bürokratische Bahnen gelenkt wurde. Für jene, die nicht mehr emigrieren konnten, zog sich das Netz aus Plünderungen, Verfolgungen, Erpressungen, Verhaftungen immer enger zusammen, ihre Lage wurde ausweglos.
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5.1.2003
The News about the News
Leonard Downie / Robert G. Kaiser
Wenn heute die Lage der Medien Schlagzeilen macht, geht es in der Regel um ihre ökonomische Krise und die Suche nach wirtschaftlichen Lösungen. Betroffen sind vor allem die großen Intelligenzblätter des Landes. Unter dem Imperativ drastischer Kostensenkungen steht mittlerweile ihre redaktionelle Leistungsfähigkeit zur Disposition. Oberstes Ziel ist, so scheint es, die Renditen wieder in die Höhe zu treiben. Dabei gerät schnell in Vergessenheit, dass Medienunternehmen eine besondere Ware herstellen:
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1.1.2003
Wer Allahs Wort missbraucht
Krisenherd islamische Welt
Mostafa Danesch
Seit mehr als drei Jahrzehnten lebt der gebürtige Iraner Danesch in Deutschland, über 70 Reisen hat er seither in Länder der islamischen Welt unternommen und darüber als Journalist berichtet, für den 'Spiegel' und die FAZ, für das ARD-Fernsehen und Schweizer Zeitungen. Und schon früh hat er darauf hingewiesen, was sich in seinem Berichtsgebiet zusammenbraute, doch lange interessierte sich das Publikum nicht sonderlich für seine Berichte über Stammeskrieger im fernen Afghanistan. Dabei fand seit dem sowjetischen Einmarsch in Afghanistan 1979 - so die Kernthese des Buches - dort ein Stellvertreter-Krieg zwischen den Weltmächten Sowjetunion und USA statt, dessen Folgen bis heute nachwirken:
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29.12.2002
Berlusconis Italien
Italien gegen Berlusconi
Umberto Eco u.a.
Es gibt in diesem Buch denkwürdige Zitate. Etwa dies: 'Durch mein politisches Engagement hat sich mein Hirn so stark vergrößert, dass kein Platz mehr für meine Haare blieb'. Der Satz stammt nicht aus der Phantasie eines garstigen Karikaturisten, sondern aus dem Munde des Ministerpräsidenten Italiens. Wenn ein Politiker so viel Witz demonstriert, ist es kein Wunder, dass die Intellektuellen die Nase rümpfen. Aber die italienische Intelligenzia begnügt sich nicht damit, auf den Cavaliere Silvio Berlusconi hinabzublicken. In Zeitungen und Zeitschriften hat sie in Essays und Kommentaren ihren Missmut über die aktuelle politische Lage Italiens öffentlich bekundet. Einige dieser Beiträge sind in dem Band 'Berlusconis Italien/Italien gegen Berlusconi' versammelt.
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26.12.2002
Ein Berliner unter dem Sternenbanner
Robert H. Lochner
Das Brandenburger Tor und der RIAS Berlin - das sind die Fix- und Glanzpunkte eines Lebens, das reichen Anteil hatte an den dramatischen Brüchen und Umbrüchen des vergangenen 20. Jahrhunderts. Robert - oder Bob, wie seine Freunde ihn nennen - Bob Lochner, 1918 am Ende des ersten Weltkriegs in New York geboren, im Berlin der Weimarer Republik und der Nazi-Diktatur aufgewachsen, hat diese seine Geschichte jetzt aufgeschrieben, mit Hilfe seiner Tochter Anita. Am 30. Januar 1933 stand er an diesem Tor, als die SA-Kolonnen ihren Führer - und soeben ernannten Reichskanzler- Adolf Hitler feierten. 28 Jahre später, am 13. August 1961, war er - als RIAS-Direktor - wieder dort, als Ostberliner Bauarbeiter die Straßen aufrissen und die Mauer zu bauen begannen.
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25.12.2002
Macht und Gegenmacht im globalen Zeitalter
Neue weltpolitische Ökonomie
Ulrich Beck
Ein Kosmopolit ist nicht nur ein Weltbürger - Bürger des Kosmos - sondern auch ein Bürger der Polis, der Stadt. Als Bürger der Stadt kennt er die Konkurrenz der unterschiedlichen Gruppen und Ethnien. Er kennt Reibungen und Differenzen. Als Bürger dieser Welt aber ist er Gleicher unter Gleichen. Jeder Mensch lebt in beiden Sphären, so Becks These. Und weiter: Wir erleben gegenwärtig eine "schöpferische Selbstzerstörung" der von Nationalstaaten dominierten Weltordnung. Ergebnis ist ein ängstlicher Rechtspopulismus. Aber, schreibt der 58-jährige, wir haben es nicht wirklich mit einem Kampf der Kulturen zu tun, sondern mit einem Kampf für eine Menschheitskultur, in der unterschiedliche Traditionen miteinander leben können.
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22.12.2002
Wladimir Putin
Präsident Russlands - Partner Deutschlands
Alexander Rahr
Mit Wladimir Putin habe Russland im März 2000 einen starken und handlungsfähigen Präsidenten bekommen. Mit ihm habe das Land den Weg zwischen Demokratie und Autoritarismus, zwischen westlichen liberalen und russischen traditionellen Wertvorstellungen eingeschlagen, schreibt Alexander Rahr.
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15.12.2002
Erkämpfte Freiheit
Erinnerungen
Hans Küng
Neidlos glücklich sei er, seinem Gewissen gefolgt zu sein und sich nicht um einer kirchlichen Karriere willen angepasst zu haben - so wie er es manchen Alters- und Weggenossen unterstellt. Es hat den Schweizer Theologen aus der deutschen Universitätsstadt Tübingen eben auch verletzt, dass Kollegen und Schüler in brisanten Momenten auf Distanz gingen, dass er sich mit einflussreichen, aber fachlich nicht ebenbürtigen Gegnern herumschlagen musste.
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8.12.2002
Nur ein Ortswechsel
eine Zwischenbilanz der Berliner Republik
Hans-Dietrich Genscher & Ulrich Frank-Planitz ( Hrsg.)
Zusammen mit dem 1999 verstorbenen Johannes Gross gehört Arnulf Baring zu den Schöpfern des Begriffes "Berliner Republik" oder "Berliner Demokratie". Gewissermaßen als Gegensatz zur "Bonner Republik", die in der wechselvollen deutschen Geschichte durchweg als großer Erfolg gewertet wird, kein idealer Staat, weil immer als vorläufig angesehen, aber fünfzig Jahre lang ein Hort der politischen Zufriedenheit. Aus dem heutigen Gegensatz Bonn - Berlin hat sich ein ziemlich künstlicher Streit entwickelt, etwa über die Frage, ob da ein neuer Staat entsteht, eine neue Gesellschaft, besser oder schlechter. Baring selbst dazu:
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