BuchTipp
Archiv | BuchTipp | Sonn- und Feiertag • 12:50
1.12.2002
über den Umgang mit Menschen
Adolph Freiherr von Knigge
Adolph Freiherr von Knigge - entschlösse man sich in Deutschland, dem immerwährenden unausrottbaren Missverständnis ein Denkmal zu setzen - es müsste seinen Namen tragen, denn der Kammerherr aus Bredenbeck bei Hannover, Vielschreiber und Gelegenheitskomponist, zeitweise "Kurzweilmacher" am Hofe zu Hanau, hat kein Buch über den Umgang mit Messer und Gabel und über die Kunst des Grüßens geschrieben, sondern er hat Empfehlungen über den Umgang mit Menschen gegeben. Er redet nicht von Tischsitten, sondern malt ein Sittenbild seiner Zeit und er gibt ein paar Tipps von unbegrenzter Haltbarkeitsdauer über den Umgang mit den Großen der Erde, den "Erdengötzen".
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24.11.2002
Feindbild Amerika
Über die Bestätigung eines Ressentiments
Dan Diner:
Die Tendenz, die USA für alles Übel dieser Welt verantwortlich zu machen, ist Dan Diner zufolge, ebenso alt wie weit verbreitet. Sein Buch "Feindbild Amerika", bezeichnenderweise im Coca-Cola Design gestaltet, ist angesichts der Ereignisse um den 11. September aktueller denn je:
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17.11.2002
Propheten des Geldes.
Die Geschichte der Rothschilds
Nial Ferguson
Wie haben sie das bloß gemacht? Das ist die immer wiederkehrende Frage in Niall Fergusons "Geschichte der Rothschilds". Der deutsche Dichter Heinrich Heine, dem Hause Rothschild mal freundschaftlich, mal kritisch verbunden, lieferte nicht nur die Idee zum Untertitel mit seinem Ausspruch "Geld ist der Gott unserer Zeit, und Rothschild sein Prophet", sondern auch den Zipfel einer Antwort. Er sah die jüdische Bankiers-Familie aus Frankfurt als Revolutionäre, weil sie die Vorherrschaft des Bodens und damit der Aristokratie durch die Herrschaft des Geldes und damit der Demokratie abgelöst hatten. Die Frage ist, wie haben die Rothschilds es aus dem Frankfurter Judenghetto, wo Mayer Amschel Rothschild Ende des 18. Jahrhunderts seine Bankgeschäfte begann, bis zu Europas führendem Emissionshaus für Staatsanleihen gebracht? Um den ungeheuren Reichtum der Familie deutlich zu machen, zitiert Ferguson zahlreiche Zeitzeugen, darunter einen französischen Journalisten, der 1841 schrieb: Es gibt nur eine einzige Macht in Europa, das sind die Rothschilds.
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10.11.2002
Die deutsche Bildungsmisere
Pisa und die Folgen
Konrad Adam
Die von der Pisa-Studie geförderte Rückbesinnung auf die Grundschule, das war die Wendung ins Wesentliche. Sie wurde von der kürzlich veröffentlichten Bildungsstatistik der OECD bestätigt: was nicht früh gelernt wird, wird gar nicht oder unzureichend gelernt.
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3.11.2002
Ich muss erzählen
Mein Tagebuch 1941-1945
Masha Rolnikaite
Masha Rolnikaite, eine litauische Jüdin, wuchs mit der deutschen Kultur auf. Ihr Vater hatte an der Universität Leipzig in Jura promoviert und sprach fließend Deutsch. Und Maschas Kindermädchen war eine Deutsche. - Dann aber lernte sie die Deutschen als mordende Bestien kennen. Am 22. Juni 1941 besetzte die deutsche Wehrmacht Wilna. Mascha war 14 Jahre alt. Was sie in den folgenden vier Jahren erlebte, im Ghetto von Wilna, in den Konzentrationslagern Kaiserwald und Strasdenhof bei Riga und Stutthof bei Danzig, war die Rückseite der deutschen Kultur. Sie hat alles in einem Tagebuch festgehalten und auswendig gelernt.
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27.10.2002
Die verspielte Revolution
1968 und die Folgen
Uwe Wesel
Als "unübersehbar" bezeichnet Uwe Wesel zurecht die Literatur zur bundesdeutschen Studentenrevolte von 1968 und er hat sie gleichwohl um ein eigenes, 350 Seiten dickes Buch ergänzt. Ein Buch, das weder strengen geschichtswissenschaftlichen, noch politologischen, noch rechtswissenschaftlichen Kriterien ganz gerecht wird, wobei gerade letzteres nahegelegen hätte, denn der 1933 in Hamburg geborene Autor war von 1968 bis 2001 Professor für Rechtsgeschichte und Zivilrecht an der Freien Universität, wo er zwischen 1969 und 1973 auch das Amt des ersten FU-Vizepräsidenten ausübte.
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20.10.2002
Wie anders sind die Deutschen?
Alfred Grosser
Kein Zweifel, man liest dieses jüngste Buch von Alfred Grosser, der in drei Jahren achtzig Jahre alt sein wird, mit Wehmut: welch' eine Kennerschaft, dies es ihm immer wieder möglich macht, seine Wahlheimat Frankreich mit dem Land seiner Geburt, Deutschland, zu vergleichen. Nirgendwo zeichnet sich in wichtigsten Partnerland Deutschlands ein Nachfolger ab. Das eigentlich für eine französische Leserschaft geschriebene Buch, was ja schon im Titel zum Ausdruck kommt: Wie anders sind die Deutschen?, empfiehlt sich dennoch für die Lektüre. Alfred Grosser schreitet auf leichte, unaufgeregte Weise die jüngere deutsche Geschichte ab, und stellt, wann immer es sich lohnt, eine Beziehung zu Frankreich her.
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13.10.2002
Neustart!
Wie Deutschland wieder aufholen kann
Erwin Staudt
Ich will mitmischen und ich will vor allem mitgestalten können."
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6.10.2002
Briefe gegen den Krieg
Tiziano Terzani
Tief in seinem Herzen sei er Florentiner. Ein wenig fühle er sich als Italiener, mehr und mehr aber als Europäer. Indien jedoch liebt er. Seit ein paar Jahren schon verbringt Tiziano Terzani den Winter in den Bergen des Himalaja. Nur im Sommer kehrt er zurück in die Ebene, zurück zur Familie auf einem Bauernhof nahe Florenz.
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3.10.2002
Die Grenze durch Deutschland
Eine Chronik von 1945 bis 1990
Roman Grafe
Oft genug versprechen Buchtitel mehr als sie halten können. Bei Roman Grafe und seinem 550-Seiten Opus erweist sich das Buch als ambitionierter als der spröde Titel es vermuten lässt:
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