BuchTipp
Archiv | BuchTipp | Sonn- und Feiertag • 12:50
29.9.2002
Abschiede, Anfänge.
Die Bundesrepublik - Eine Anatomie
Gunter Hofmann
Es trifft nicht zu, so gern es auch behauptet wird, die Bundesrepublik sei unbeweglich, unglücklich, pessimistisch, und aus Rücksicht auf die unflexiblen Menschen sei die Politik vorsichtig, langsam, unbestimmt. Ich halte das für eine Ausrede. Auf die zivile Gesellschaft, die die Bundesrepublik geworden ist, kann man sich oft eher verlassen, als auf viele ihrer Politiker."
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22.9.2002
Mein verwundetes Herz
Las Leben der Lilli Jahn 1900 - 1944
Martin Doerry
Es gibt Bücher, die sind wie nicht verglühende Sternschnuppen: sie tauchen auf am Bücherhimmel und erhellen eine ganze Epoche. Sie leuchten ins Dunkel der Vergangenheit und Vergessenheit und greifen gleichzeitig an Herz und Verstand. Solche Bücher sind höchst selten und versöhnen mit den vielfältigen Unzulänglichkeiten des gedruckten Überangebots.
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15.9.2002
Die Lobby regiert das Land
Christian Simmert- mit Volker Engels
Als einen Erfahrungs- und Praxisbericht versteht Christian Simmert sein Buch, dessen Titel mit dem Reizwort Lobby spielt. Der Abgeordnete, der nach nur einer Legislaturperiode in Kürze aus dem Bundestag ausscheiden wird, verwendet diesen Begriff zu beliebig, so dass er unscharf wird.
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8.9.2002
Die Wut und der Stolz
Oriana Fallaci
Es gibt Augenblicke im Leben, in denen Schweigen zur Schuld und Sprechen zur Notwendigkeit wird. Eine Bürgerpflicht, eine moralische Herausforderung, ein kategorischer Imperativ, dem man sich nicht entziehen kann. So brach ich achtzehn Tage nach der Apokalypse von New York mein Schweigen."
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1.9.2002
Die H2-Revolution
Mit neuer Energie für eine gerechte Weltwirtschaft
Jeremy Rifkin
Dieses Buch kommt genau richtig: die Folgen der Klimaveränderung, der von Menschen erzeugten Erwärmung der Erde, sind allzu hart zu spüren; da sind Vorschläge für langfristig angelegte Auswege, die allerdings heute schon Weichenstellungen erfordern, hochwillkommen. Jeremy Rifkin, amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler, ist als streitbarer Querdenker bekannt: er schlägt vor, die Ära fossiler Brennstoffe durch ein neues Zeitalter der Wasserstoffenergie abzulösen. In der Vergangenheit galt der Energieverbrauch als Zeichen des Reichtums: je höher der Verbrauch, desto reicher ein Land. Demnach war es ein Beweis für den Erfolg des westlichen Lebensstils, dass der Westen in den letzten 200 Jahren mehr Energie pro Kopf verbrauchte als alle anderen Völker zusammen seit Erfindung der Schrift. Jeremy Rifkin sieht diese "Glückssträhne", wie er es nennt, heute ans Ende gekommen. Er schreibt:
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25.8.2002
Demokratie in Europa
Larry Siedentop
Es läuft etwas falsch in Europa, gefährlich falsch. Die europäische Einigung gilt vielen als Ideal, jedenfalls in Deutschland. In Großbritannien ist man da skeptischer. Sie könnte unverhofft in einer Diktatur enden, warnt Larry Siedentop in seinem neuen Buch "Demokratie in Europa". In einer Diktatur der Brüsseler Bürokratie. Denn so sei es bisher noch immer bei der Gründung neuer, größerer Staatsformen in Europa gelaufen.
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18.8.2002
Das Wilkomirski-Syndrom
Eingebildete Erinnerungen oder Von der Sehnsucht, Opfer zu sein
Irene Diekmann und Julius H. Schoeps (Hrsg.)
Mit dem Judentum war mir das schönste Geschenk zuteil geworden, das sich ein dem Völkermord nachgeborenes Kind erträumen konnte. Ich erbte ein Leid, das ich nicht erfuhr. Vom Verfolgten übernahm ich die Rolle, ohne seine Unterdrückung zu erleiden. In aller Ruhe konnte ich ein außergewöhnliches Schicksal genießen. Ohne mich einer realen Gefahr auszusetzen, hatte ich das Format eines Helden".
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11.8.2002
Den Wählern auf der Spur
Wolfgang Hartenstein
Der Wähler - das unbekannte Wesen? Nein! Schon lange ist die Meinungsforschung hierzulande so ausgereift, dass sie ein ziemlich genaues Stimmungsbild aufzeigen, einen Wahlausgang prognostizieren kann.
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4.8.2002
Generation des Unbedingten
Das Führungskorps des Reichssicherheitshauptamts
Michael Wildt
Das Volk: man gebraucht das Wort nur selten. 'Wir sind das Volk', protestierten im Herbst 1989 die DDR-Bürger gegen ihren Staats- und Parteiapparat, und man wusste genau, was sie meinten. Dann kam die Wiedervereinigung des deutschen Volkes, und seitdem redet kaum noch einer davon. Das Volk reizt wenig als Begriff. Das war früher anders.
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28.7.2002
Rudolf Augstein
Ein Leben für Deutschland
Otto Köhler
Was hat Otto Köhler getrieben, dieses Buch jetzt zu schreiben? Ist es seine persönliche Abrechnung mit Rudolf Augstein, der ihn 1966 als Medienkritiker mit einem eigenen Kasten im Blatt, in die Redaktion holte und sechs Jahre danach mangels journalistischer Übereinstimmung wieder entließ? Will er den "Jahrhundert-Journalisten" vom Sockel stoßen, einen Mythos entzaubern, der sich um den Spiegel und seinen Herausgeber rankt, geflochten von Leserscharen, die dieses "Sturmgeschütz der Demokratie" möglicherweise "linker" lasen als es tatsächlich war? Oder springt er nur auf den Zug der aktuellen Antisemitismus-Debatte, wenn er - weit ausholend - die Groteske um die Verleihung des Börne-Preises an Augstein in Erinnerung ruft, bei der Namen wie Schirrmacher und Walser eine tragende Rolle spielen?
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