BuchTipp
Archiv | BuchTipp | Sonn- und Feiertag • 12:50
21.7.2002
Die Allendes
Günther Wessel
Am 11. September 1973 , an einem dieser magischen Daten, hielt Salvador Allende, der erste frei gewählte marxistische Präsident, wohl auch wissend, das dies in die Geschichte eingehen würde, seine letzte Rundfunkansprache. Im umkämpften Präsidentenpalast von Santiago de Chile.
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14.7.2002
Was jetzt getan werden muß
Seitenblicke auf Deutschland
Lothar Späth
Wer Lothar Späth mag, erhält nun das Buch zum Manne. Wie wir ihn kennen - den Macher, den Unternehmer, den Politiker, den Medienstar, erzählt er kurzweilig über alles, was ihn ärgert bei seinen Seitenblicken auf Deutschland. In jedem Kapitel nerven ihn Bedenkenträger und Regulierer. Er attackiert Politiker und Verbandsfunktionäre, die Reformen fordern, um sie wenig später zu verhindern. Und er wirft vor allem der Generation der 68ziger vor, eine ganze Gesellschaft erfolgreich blockiert zu haben. Die Bremsen zu lösen, zu deregulieren - das ist es, was jetzt getan werden müsse.
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7.7.2002
Schau ich auf Deutschland
Nahaufnahmen der Berliner Republik
Sibylle Krause-Burger
So vermessen, wie der Titel 'Schau ich auf Deutschland' klingt, ist die Autorin Sibylle Krause-Burger nicht. Keine Assoziationen an Heinrich Heine, den das nächtliche Denken an Deutschland um den Schlaf gebracht hatte. Auch der Untertitel ist gewagt: 'Nahaufnahmen der Berliner Republik'. Gibt es eine Berliner Republik? Hat also der Umzug von Bonn nach Berlin die Koordinaten der Politik verändert? Es war der inzwischen verstorbene Publizist Johannes Gross, der diesen Namen in Umlauf und mit Inhalt gefüllt hatte, übrigens ebenfalls in der Deutschen Verlags Anstalt. Aber die Autorin führt diese Diskussion nicht fort.
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30.6.2002
Sehr geehrter Herr Bundeskanzler!
28 Erwiderungen auf Ihr Deutschlandbild
Es ist nicht so sehr das Kohl-Urteil an sich, als die Folgen die sich daraus ergeben, die die Autoren dazu bewogen haben, diesen literarischen Appell an die Bundesregierung, an die Politik insgesamt zu richten. Denn die Bürgerrechtler von damals sehen gerade im Stasi-Unterlagengesetz, das die schonungslose Aufarbeitung der Abhörpraktiken der Staatssicherheit der DDR zum Inhalt hat, eine der wichtigsten Errungenschaften der Wendezeit.
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23.6.2002
Glücklich heimatlos –
Einblicke und Rückblicke eines tschechischen Nachbarn
Jirí Gruša
Ein mir und vielleicht auch Jirí Gruša bekannter Prager Literaturkritiker führt seit Jahren seine Verrisse mit der Behauptung ein, er meine sie ehrlich. Ich kann mir seine solche Behauptung auch als eine an mich persönlich gerichtete Warnung erklären, in meinen Rezensionen die Autoren im Namen der Ehrlichkeit womöglich zu zerfetzen. Dennoch wage ich es heute, auf mein Bemühen gestützt, ehrlich zu bleiben, und trotzdem das neueste Buch meines Freundes, des Dichters Jirí Gruša, heute hauptberuflich tschechischer Botschafter in Wien, zu loben und zu preisen.
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16.6.2002
Im Rad der Geschichte
Deutsche Verhältnisse
Claus Jacobi
Claus Jacobi gehört zu den ganz Großen des deutschen Journalismus. Denn wer könnte von sich behaupten, zunächst den SPIEGEL als Chefredakteur ganz groß gemacht zu haben, und dann, als die Zäsur des Jahres 1968 kam, bei Springer und seinen Blättern erfolgreich gewesen zu sein - bis zum heutigen Tag.
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9.6.2002
Die Wut wächst
Politik braucht Prinzipien
Oskar Lafontaine
Oskar Lafontaine ist wieder da, oder besser: er ist immer noch da. Das ist die Botschaft, die das Buch auf seinen 270 Seiten verkündet. Gut platziert mit seinem Erscheinungstermin wenige Tage vor dem SPD-Parteitag in Berlin. Dort ist er zwar nicht willkommen, und auch sonst fühlt sich der Mann, der fünf Jahre lang an der Spitze der Sozialdemokraten stand, ausgegrenzt in den eigenen Reihen:
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2.6.2002
Von nun an ging's bergauf...
Mein Weg zur Freiheit
Vera Lengsfeld
Vera Lengsfeld, man erinnert sich, ist jene Bürgerrechtlerin, die als Vera Wollenberger in den achtziger Jahren aus einem DDR-Gefängnis in den Westen entlassen wurde, die entdecken musste, dass sie von ihrem Ehemann bespitzelt wurde, und die irgendwann von den Bündnisgrünen zur CDU wechselte. Ihr soeben erschienenes Buch zeigt, was sich hinter diesem äußeren Bild verbirgt, erweitert ihre persönliche Geschichte in den besten Passagen zu einem Stück bisher kaum bekannter Sozialgeschichte.
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26.5.2002
Joschka Fischers Pollenflug und andere Spiele der Macht
Wie Politik wirklich gemacht wird
Elisabeth Niejahr/ Rainer Pörtner
Der Buch-Titel "Joschka Fischers Pollenflug" könnte einen zunächst annehmen lassen, dass man es hier mit der x. Biographie des über die Maßen beliebten grünen Außenministers zu tun hat. Hat man aber nicht. Fischer ist nicht nur beliebt, sondern zudem sicher einer der ausgebufftesten, geschicktesten, cleversten deutschen Politiker, der auf der gesamten Klaviatur der Macht virtuos zu spielen vermag - teils instinktiv, teils im Laufe der Jahre angelernt. Deshalb gibt es verhältnismäßig viele Anekdoten über und um Fischer in diesem Buch über Strategien und Techniken der Macht. Auf einer der zahlreichen Fischer-Anekdoten beruht auch der Buch-Titel. Elisabeth Niejahr, eine der Autoren, erzählt sie:
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20.5.2002
Verwurzelt im Land der Olivenbäume
Eine Palästinenserin im Streit für den Frieden
Sumaya Farhat-Naser
Sumaya Farhat-Naser, Palästinenserin von Geburt und aus Leidenschaft, beginnt ihr zweites autobiografisches Buch mit einer Kapitulationserklärung. Acht Jahre Friedensarbeit zwischen palästinensischen und israelischen Frauen sind in Frage gestellt, nachdem der politische Friedensprozess auf der Basis des Osloer Abkommens gescheitert ist. Seit Beginn des Volksaufstandes im September 2000, der so genannten zweiten Intifada, sind die Kontakte zwischen den Frauengruppen des Jerusalemer Verbindungsbüros "Jerusalem Link" abgebrochen. In der Einleitung ihres Buches mit dem programmatischen Titel "Verwurzelt im Land der Olivenbäume" schreibt die Palästinenserin:
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