BuchTipp
Archiv | BuchTipp | Sonn- und Feiertag • 12:50
3.10.2004
Jens Bisky: "Geboren am 13. August – Der Sozialismus und ich"
Rowohlt Berlin Verlag, Berlin 2004
Vorgestellt von Jacqueline Boysen
Der Journalist Jens Bisky spürt dem Rätsel der eigenen Vergangenheit als Pionier, FDJ-Sekretär und NVA-Offizier im untergegangenen Realsozialismus nach. Verblüffend: Selbst die Distanzierung von Willkür und DDR-Patriotismus liest sich wie eine Dialektik der Reinwaschung. Die Erfolgreichen der Generation Trabi kann nichts erschüttern.
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26.9.2004
Wolfgang Koydl: "John Kerry. Eine neue Politik der Weltmacht USA?"
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2004
Vorgestellt von Annette Riedel
Wolfgang Koydl, Amerika-Korrespondent der "Süddeutschen Zeitung", kommt in seinem Buch zu dem Schluss, dass ein US-Präsident Kerry keine völlig veränderte Außenpolitik machen würde als der jetzige. Was sich tatsächlich entscheidend änderte, wären vielmehr der Stil, die Rhetorik, die Diplomatie - und das Verständnis und der Respekt für europäische und internationale Befindlichkeiten.
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19.9.2004
Thomas Ramge: "Die Flicks. Eine deutsche Familiengeschichte über Geld, Macht und Politik"
Campus Verlag, Frankfurt am Main/ New York 2004
Vorgestellt von Dorothea Jung
Der Autor hat kein Anti-Flick-Buch geschrieben. An einigen wenigen Stellen drängt sich sogar der Eindruck von zu großer Nähe auf. Dennoch ist dies ein Buch, das einen Panorama-Blick auf die Geschichte der Familie Flick anbietet und sie von den Anfängen bis heute in ihren historischen Bezügen in locker journalistischem Stil gut lesbar darstellt.
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12.9.2004
Jeremy Rifkin: "Der Europäische Traum - Die Vision einer leisen Supermacht"
Campus-Verlag, 2004
Vorgestellt von Conrad Lay
Der europäische Traum lebt in der Version Rifkins unter anderem von der Anerkennung der Unterschiedlichkeit, der Nachhaltigkeit, der Lebensqualität und der Anerkennung der allgemeinen Menschenrechte. Eine "leise" Supermacht ist nach seinem Verständnis eine, die ihren Status nutzt, um besser kooperieren, nicht dominieren zu können.
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5.9.2004
Martin Pollack: "Der Tote im Bunker. Bericht über meinen Vater"
Paul Zsolnay Verlag, Wien 2004
Vorgestellt von Elke Nicolini, Hamburg
Der Autor folgt nicht nur den Spuren des Vaters. Er erzählt die Geschichte einer Familie, die romanhafte Züge hat. Über das Unrecht, dessen sich die meisten Familienmitglieder schuldig gemacht haben, hat keines je ein Wort verloren, vermerkt er mit Bitterkeit. Ein lesenswertes Buch, in dem die literarische Qualität mit der faktischen Geschichtsschreibung Schritt hält.
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29.8.2004
Albrecht Müller: "Die Reformlüge"
40 Denkfehler, Mythen und Legenden, mit denen Politik und Wirtschaft Deutschland ruinieren
Vorgestellt von Ernst Rommeney
Albrecht Müller rechnet mit den anderen, den Neoliberalen ab, ebenso mit dem Zeitgeist unter den Eliten. Er arbeitet sich an einem alten Streit deutscher Ökonomen ab. Und trifft dabei den Nerv der Debatte um die rotgrüne Politik. Sein Buch erscheint gerade in diesen Tagen sehr aktuell.
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22.8.2004
Fabrizio Rossi: "Der Vatikan - Politik und Organisation"
Verlag C.H. Beck Wissen, München 2004
Vorgestellt von Florian Felix Weyh
Der Vatikan - ein staatsrechtlich bizarres Gebilde, ein geheimnisumwittertes Gerücht. Fabrizio Rossi beschreibt, wie es dieses weltliche Herrschergeschlecht geschafft hat, es auf derart lange Regierungszeiten zu bringen. Unser Rezensent Florian Felix Weyh vermutet hinter dem Autor einen Insider. Fachkenntnis und Stil ließen auf die hohe Schule päpstlicher Diplomatie schließen.
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15.8.2004
George Steiner: "Der Meister und seine Schüler"
Carl Hanser Verlag, München 2004
Vorgestellt von Reinhard Kreissl
George Steiner, emeritierter Literaturwissenschaftler mit internationaler Karriere und Reputation, führt seine Leserschaft durch die Geistesgeschichte der intellektuellen Lehr- und Lernverhältnisse. Die historisch voranschreitenden Kapitel entsprechen Vorlesungen, die Steiner im Rahmen der Charles Eliot Norton Lectures in Harvard gehalten hat.
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8.8.2004
Hartmut Kühne: "Auslaufmodell Föderalismus?"
Den Bundesstaat erneuern – Reformblockaden aufbrechen
Rezensiert von Ernst Rommeney
Der Wille, etwas zu ändern, ist durchaus vorhanden. Denn die politische Klasse leidet an den Folgen ihres eigenen Handelns. "Behäbig" und "schwerfällig" sei der Bundesstaat geworden, ja schlimmer noch, er kombiniere alle Nachteile von Föderalismus und Zentralstaat, stellt Jurist und Journalist Hartmut Kühne fest.
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1.8.2004
Oliver Hilmes: "Witwe im Wahn - Das Leben der Alma Mahler-Werfel"
Siedler Verlag, Berlin 2004
Vorgestellt von Tilman Krause
Alma Mahler-Werfel, die große Dame der Gesellschaft und Frau bekannter Männer, ist von jener Berühmtheit, die das Anrüchige zusätzlich würzt. Es ist der Gewinn der neuen Biografie, dass der Politologe Oliver Hilmes jenen Nachlass auswerten konnte, der Jahrzehnte lang unentdeckt in Philadelphia schlummerte.
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