BuchTipp
Archiv | BuchTipp | Sonn- und Feiertag • 12:50
25.7.2004
Elisabeth Badinter: Die Wiederentdeckung der Gleichheit
Ullstein Verlag, Berlin/München 2004
Rezensiert von Mariam Lau
Die achtziger Jahre waren für den Feminismus rückblickend betrachtet einfach großartig. Erstmalig konnte man die Früchte der Befreiung ernten, für die man seit mindestens zwei Jahrzehnten so heftig gekämpft hatte. Man hätte erwarten können, dass die Frauen sich mit Begeisterung an die Eroberung der neuen Bastionen machten. Stattdessen folgte auf den Sieg - die Depression. Die französische Philosophin Elisabeth Badinter geht in ihrer neuesten Streitschrift "Die Wiederentdeckung der Gleichheit" diesem seltsamen Phänomen nach.
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18.7.2004
Peter Steinbach: "Der 20. Juli 1944 – Gesichter des Widerstands"
Siedler Verlag, München 2004
Vorgestellt von Hartmut Jennerjahn
In seinen aktualisierten Vorträgen und Publikationen aus rund einem Jahrzehnt zeichnet Peter Steinbach, Historiker und Direktor der Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin, einfühlsam die Rolle herausragender Vertreter des Widerstandes gegen Hitler und sein Regime nach.
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11.7.2004
Siegfried Suckut / Jürgen Weber (Hrsg.): "Stasi-Akten zwischen Politik und Zeitgeschichte - Eine Zwischenbilanz"
Olzog, München 2003
Vorgestellt von Klaus Schroeder
Das vorliegende Buch rekonstruiert die Entstehungsgeschichte der so genannten Birthler-Behörde und versucht, eine Zwischenbilanz ihrer Arbeit zu ziehen. Im Fokus steht dabei die Frage, ob und in welchem Maße sie zur wissenschaftlichen Aufarbeitung der DDR-Geschichte beigetragen hat.
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4.7.2004
Michael Rutschky:"Wie wir Amerikaner wurden - Eine deutsche Entwicklungsgeschichte"
Ullstein Verlag, Berlin/München 2004
Rezensiert von Alan Posener
"Wie wir alle Amerikaner wurden" ist der Titel eines Buches des Autors Michael Rutschky. Der 61-jährige Autor schreibt über seine Erfahrungen mit Amerika. Über die Musik, die er in seiner Jugend gehört hat, über die Schokolade der GIs, die er genossen hat. Er setzt sich auch mit Amerikas Filmen auseinander und mit der US-Literatur, die er gelesen hat - ein sehr persönliches Buch.
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27.6.2004
Eine Australierin und die deutsch-deutsche Vergangenheit
Anna Funder: "Stasiland"
Rezensiert von Bernd Wagner
"Wie lautet euer Urteil?" fragte der König ungefähr zum zehntenmal. "Nein, nein!" sagte die Königin, "zuerst die Strafe, dann das Urteil!" Diesen Dialog aus "Alice in Wonderland" schickt Anna Funder ihrem Buch voraus und bezeichnet damit das sie im Osten Deutschlands beschleichende Gefühl: Jeder Mensch, gleich ob wir ihn als Opfer oder Täter oder gar nicht bezeichnen, büßt eine Schuld, die vor allem darin besteht, dabei gewesen zu sein.
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20.6.2004
Claudia Seifert: "Wenn du lächelst, bist du schöner! - Kindheit in den 50er und 60er Jahren"
dtv, München 2004
Vorgestellt von Angelika Windloff
Claudia Seiferts Buch gehört ins Fach "erzählte Geschichte". Sieben Autorinnen aus Ost und West erzählen vom Leben in Deutschland, als trotz Teilung und Kaltem Krieg im Alltag die Gemeinsamkeiten größer waren als die Unterschiede. Es war eine Zeit, deren Leitworte Pflicht und Ordnung, Sauberkeit, Leistung und Gehorsam waren.
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13.6.2004
Loretta Napoleoni: "Die Ökonomie des Terrors - Auf den Spuren der Dollars hinter dem Terrorismus"
Verlag Antje Kunstmann, München, 2004
Vorgestellt von Robert Brammer
Die finanzielle Infrastruktur des Terrors ist heute Teil der Weltökonomie. Der Geldfluss, der den Terror am Leben erhält, analysiert die italienische Journalistin Loretta Napoleoni, reicht inzwischen tief in die westliche Ökonomie hinein. Die Ökonomie des Terrors soll, so die Schätzungen, jährlich 1,5 Billionen Dollar ausmachen.
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6.6.2004
Horst Köhler: "Offen will ich sein – und notfalls unbequem"
Ein Gespräch mit Hugo Müller-Vogg
Vorgestellt von Hans Jürgen Fink
Sieben Runden haben sie Ende März zusammengesessen, Horst Köhler, damals noch Kandidat des bürgerlichen politischen Lagers für die Wahl des Bundespräsidenten, und der ehemalige FAZ-Mitherausgeber Hugo Müller-Vogg. In sieben Kapitel ist das redigierte Frage- und Antwort-Spiel unterteilt, das uns mehr sagen soll über den Neuen im Berliner Schloss Bellevue.
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31.5.2004
Elmar Theveßen: Die Bush-Bilanz - Wie der US-Präsident sein Land und die Welt betrogen hat
Droemer Verlag, München 2004
Vorgestellt von Hartmut Jennerjahn
Mit einer Fülle von Zitaten referiert Elmar Theveßen, der einige Jahre als Fernsehkorrespondent in den USA war, die inneramerikanische Debatte zur Politik des Präsidenten. Bush und sein Team, so sein wiederholter Vorwurf, hätten im Wahlkampf wie später im Weißen Haus allzu oft auf Täuschung und Doppelmoral gesetzt.
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30.5.2004
Die Verwaltungsarmee - Wie Beamte den Staat ruinieren
Deutscher Taschenbuchverlag, München 2004
Vorgestellt von Florian Felix Weyh
Also ein weiteres Buch mit Anekdoten über den unverwüstlichen Amtsschimmel und die bornierte Selbstüberheblichkeit von Staatsdienern? Nein, der Journalist Olaf Baale hat eine kluge und detaillierte Kosten-Nutzen-Rechnung auf ökonomischer und politischer Basis geschrieben.
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