BuchTipp
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7.12.2003
Tariq Ali: Bush in Babylon - Die Re-Kolonisierung des Irak
Diederichs im Hugendubel Verlag, München 2003
Vorgestellt von Reinhard Kreissl
Tariq Ali hat mit seinem Buch "Bush in Babylon" eine ebenso informative, wie engagierte Darstellung der Probleme des Irak vorgelegt. Was sich dort abspielt, ist nach Ali kein Kampf gegen einen kriminellen Terrorismus, kein Feldzug für Demokratie und Marktwirtschaft, der aktuelle Krieg gegen den Irak ist die aktuelle Form imperialistischer Politik. Man kann ihn nur verstehen, wenn man die Geschichte der Region versteht. Die wird in diesem Buch ausführlich behandelt.
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30.11.2003
Jutta Limbach: Die Demokratie und ihre Bürger
Aufbruch zu einer neuen politischen Kultur
Rezensiert von Dieter Jepsen-Föge
Liegt es auch an der Verfassung, dass der Staat derzeit in keiner guten Verfassung ist? Die These, das Grundgesetz sei nicht mehr zeitgemäß, müsse also reformiert werden, weil es selber notwendige Reformen erschwere oder verhindere, hat Konjunktur.
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23.11.2003
Die Wut der arabischen Welt
Ein Buch über den europäisch-arabischen Konflikt von Bernard Lewis
vorgestellt von Michael Groth
Die "Krise des Islam", so der englische Originaltitel des Buches, ist ein differenziertes Werk - einfache Antworten oder gar Schuldzuweisungen werden vermieden. Warum ist der Konflikt zwischen den Islamisten - wohlgemerkt: nicht dem Islam - und dem "Westen" eskaliert? Der Autor verweist auf ein völlig unterschiedliches Verständnis von Geschichte.
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16.11.2003
"John F. Kennedy - Ein unvollendetes Leben"
Ein Buch von Robert Dallek
Vorgestellt von Klaus Schroeder
Der Historiker Robert Dallek von der Universität Boston hat nun eine neue Kennedy- Biografie vorgelegt. In dieser Biografie wird erstmals Kennedys komplette Krankenakte ausgewertet. Darüber hinaus stellt Dallek Mutmaßungen an, wie eine zweite Amtsperiode des 1963 ermordeten Politikers hätte aussehen können.
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9.11.2003
"Die Soli-Abzocke"
Die Wahrheit über den armen Osten
Von Felix R. Mindt
Das Buch gibt der Frustration mancher Alt-Bundesbürger über den nicht endenden Finanztransfer Richtung neue Bundesländer eine Stimme. Bei soviel Ostalgie und Enttäuschungslust in der Ex-DDR wirkt der Band des Publizisten und Fernsehmitarbeiters Felix R. Mindt als logische Gegenreaktion. Es könnte eine Diskussion mit gesamtgesellschaftlicher Perspektive anregen, meint der Schriftsteller Lutz Rathenow.
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2.11.2003
Putin und das neue Russland
Viktor Timtschenko
Als klug, nüchtern, sportlich und populär charakterisiert Viktor Timtschenko seinen Altersgenossen. Das ein künftiger Präsident Russlands cleverer sein werde als der polternde Boris Jelzin, habe er vorausgesehen. Doch ihm bleibt bis heute ein Rätsel, wie der unbekannte Kreml-Mitarbeiter Wladimir Putin an die Spitze der Macht gelang. Wahrscheinlich habe er Jelzin, dessen Familie und Fördererkreis versprochen, sie strafrechtlich zu schonen.
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26.10.2003
Für die Freiheit eine Gasse
Aus dem Leben eines liberalen Bürgers
Barthold C. Witte
Barthold C. Witte, der frühere Leiter der Kulturabteilung des Auswärtigen Amtes, hat ein munteres Buch geschrieben. Es sind die Erinnerungen eines windungsreichen Lebensweges, wie er es an einer Stelle formuliert. Sensationelle Enthüllungen darf man von dem Pfarrersohn, der zunächst als Geschäftsführer der Friedrich-Naumann-Stiftung amtierte, ehe er als Seiteneinsteiger in den Auswärtigen Dienst wechselte, nicht erwarten.
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19.10.2003
Die Gangster aus dem Osten
Neue Wege der Kriminalität
Jürgen Roth
"Ich erkläre in voller Verantwortung, dass es keine russische Mafia im Ausland gibt. Es ist ein Mythos." So Wladimir Gordijenko, Chef der Abteilung für Kriminalitätsbekämpfung in Moskau. Er vertritt erstaunlicherweise die gleiche Auffassung wie das Bundeskriminalamt. Auch dort glaubte man bislang, dass es eine organisierte Russen-Mafia in Deutschland gar nicht gibt.
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12.10.2003
Reading Lolita in Tehran
A Memoir in Books
Azar Nafisi
Im Sommer 1979 ging Azar Nafisi nach siebzehn Jahren zurück in den Iran. Es war das Jahr der islamischen Revolution, und zahlreiche andere linke Intellektuelle, darunter auch mein Vater, hatten ihre Zelte im Ausland abgebrochen und waren mit großen Hoffnungen in Teheran gelandet. Nicht wenige von ihnen hegten wohl insgeheim die Vorstellung, die Mullahs würden ihnen die Mühen des Umsturzes abnehmen und dann so freundlich sein, ihnen die Regierungsgeschäfte in die Hand zu drücken - was sie bekanntlich nicht getan haben.
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5.10.2003
Helmut Schmidt
Ein Leben für den Frieden
Michael Schwelien
Was haben der ehemalige sozialdemokratische Bundeskanzler Helmut Schmidt und der letzte Präsident der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken, Michail Gorbatschow, gemeinsam? Beide - so der ZEIT-Journalist Michael Schwelien - haben politische Veränderungen von "epochalem Ausmaß" eingeleitet und "diese lange gegen alle Widerstände vorangetrieben", aber beide sind aus dem Amt getrieben worden, "bevor sie die Früchte ihrer Politik genießen konnten."
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