Fazit
Fazit • Kultur vom Tage
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12.1.2005
Die Filmstarts der Woche
"2046", "Hautnah", "Der Fakir"
Nach einem Gespräch mit Hans Ulrich Pönack

Szene aus "2046" von Wong Kar-Wai (Bild: Prokino)
Szene aus "2046" von Wong Kar-Wai (Bild: Prokino)
2046

Hongkong 2004, Regie Wong Kar-wai, Hauptdarsteller: Tony Leung, Gong Li, Faye Wong, ab 12 Jahre

2046 ist sowohl eine Hotelzimmernummer als auch das Jahr, in dem ein Science-fiction-Roman spielt. Ein in die Jahre gekommener Schriftsteller entwirft einen Zukunftsroman und taucht beim Schreiben in die Gefühlswelt seiner Vergangenheit ein. Sein Thema: die große, einmalige Liebe.

Hans-Ulrich Pönack: Ein großartiges Melodram als Hommage an die Liebe, das in den Zeiten hin und her springt. Es geht um berauschende Bilder, um die Farben, die Bauten, die Atmosphäre des Hongkongs der 60er Jahre. Einzigartig an Wong Kar-wai: die suggestive Musik zwischen Oper und Schlager. Ein Film mit Sogwirkung und den schönsten Frauen des Hongkong-Kinos!

Hautnah

USA 2004, Regie: Mike Nichols, Hauptdarsteller: Julia Roberts, Jude Law, Natalie Portman, ab 12 Jahren

Mike Nichols adaptiert in seinem Film das erfolgreiche Londoner Bühnenstück "Closer", in dem zwei Männer und zwei Frauen die Hauptrollen spielen: ein Schriftsteller, eine Stripteasetänzerin, eine Fotografin, ein Arzt. Eigentlich ist jeder glücklich mit seinem Partner, doch als man sich über Kreuz begegnet, ändert sich die Konstellation.

Hans-Ulrich Pönack: Ein Film mit namhaften Schauspielern, der seine Protagonisten ernst nimmt. Es wird viel geredet: exzellente Dialoge! Für den amerikanischen Film ungewöhnlich: sehr freizügig und schmutzig. Ein erwachsener Film jenseits der werberelevanten Blondinen.

Der Fakir

Deutschland / Dänemark 2004, Regie: Peter Flinth, Hauptdarsteller: Moritz Bleibtreu, ohne Altersbeschränkung

In dieser Gruselkomödie zieht eine Witwe mit ihren zwei halbwüchsigen Kindern in ein altes baufälliges Haus. Im Gemäuer eingesperrt lebt seit 50 Jahren der Fakir Lombardo (Moritz Bleibtreu), der von ihnen befreit wird. Mit dem Fakir beginnen in dem deutsch-dänischen Kinderfilm die Abenteuer um einen verborgenen Schatz und ein gefährliches Gaunerduo.

Hans-Ulrich Pönack: Ein sehr unterhaltsamer, spannender Familienfilm. Eine gute Konkurrenz zur Hollywood-Süße!
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