Fazit
Fazit • Kultur vom Tage
Samstag bis Donnerstag • 23:05
17.2.2005
Was können die Zehn Gebote heute bedeuten?
"Dekalog" von Kieslowski als Theaterstück in München
Nach einem Gespräch mit Sven Ricklefs

Der polnische Regisseur Krzysztof Kieslowski († 1996) (Bild: AP Archiv)
Der polnische Regisseur Krzysztof Kieslowski († 1996) (Bild: AP Archiv)
Welche nach wie vor gültigen Regeln liegen den Zehn Geboten der Bibel zu Grunde? Dieser Frage stellte sich Krzysztof Kieslowski 1990 in seinem Film "Dekalog", der in die Filmgeschichte eingegangen ist. In zehn Geschichten geraten Menschen mit den Geboten in Konflikt - übertreten oder verletzen sie.

Auf der Grundlage von Kieslowskis Drehbuch hat der renommierte holländische Theaterregisseur Johan Simons den Stoff für die Bühne umgesetzt. Seine theatralische Adaption "Dekalog 1 - 10" erlebte am Donnerstagabend in den Münchner Kammerspielen seine Uraufführung.

Theaterkritiker Sven Ricklefs: Es gibt etwas, das auch heute noch an den Zehn Geboten diskussionswürdig ist, wo wir uns (…) an so einem theatralen Abend auf teilweise spielerische, teilweise witzige, teilweise auch sehr berührende Weise annähern können. Das leistet dieser Abend.

Simons war auch auf dem vorjährigen Theatertreffen in Berlin mit einer Shakespeare-Aufführung zu Gast, die von der Zeitschrift "Theater heute" zur Inszenierung des Jahres 2004 gekürt wurde.

Service:

Das Stück nach den Geschichten und Filmen "Dekalog 1 - 10" von Krzysztof Kieslowski und Krzysztof Piesiewicz hatte am 17. Februar 2005 in den Münchner Kammerspielen Premiere. Weitere Aufführungen: 19. Februar 2005, 28. Februar 2005 und 15. März 2005.

Link:

Münchner Kammerspiele
-> Fazit
-> weitere Beiträge
->
-> Münchner Kammerspiele