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Fazit • Kultur vom Tage
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17.2.2005
"Desh"
Tanztheater-Aufführung in Brüssel
Nach einem Gespräch mit Wiebke Hüster

Szene aus: "Desh - the second part of the night" (Bild: Kaaitheater / Herman Sorgeloos)
Szene aus: "Desh - the second part of the night" (Bild: Kaaitheater / Herman Sorgeloos)
"Desh" kann auf Indisch sowohl Farbe als auch Stimmung bedeuten. Es bezieht sich hier auch auf eine Provinz in Bengalen, die die im Stück verwendete indische Musikform des Raga regional prägt.

Anne Teresa de Keersmaeker, die vor über 20 Jahren ihre "Compagnie Rosas" gründete, zählt zu den führenden Choreografinnen Europas. Sie hat mit "Desh" einen kleinen Tanzabend für ein Trio auf die Bretter des Brüsseler "Kaaitheaters" gebracht.

Nach Ansicht von Tanztheaterkritikerin Wiebke Hüster, die sich das Stück angesehen hat, bleibt de Keersmaeker, die selbst mittanzt, bei ihrer formalistischen, minimalistischen Handschrift. Sie lässt sich dabei aber von der indischen Musik zu temperamentvollen, dynamischen Bewegungen inspirieren.

Jürgen Liebing: Wie ordnet sich dieser Abend in das Konzept der Choreographin ein?

Wiebke Hüster: Es gibt bei ihr verschiedene Werkgruppen. Das sind einmal die großen Stücke für ihre Compagnie und dazwischen die kleinen, eher kammerkonzerthaften Stücke. In den kleinen Stücken probiert sie neue Motive aus, entwickelt sie und experimentiert damit. (…) Wenn sie das anschließend für die Gruppe umsetzt, dann weiß sie schon, wohin sie will. Bei einem Stück wie "Desh" kann sie ganz persönlich sein und nur auf ihre Stimme hören.
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