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27.2.2005
Völkermord an den Armeniern
CDU/CSU-Fraktion fordert die Anerkennung des Genozids durch die Türkei

Der Berg Ararat in Armenien. 1,5 Millionen Armenier fielen dem Völkermord vor 90 Jahren zum Opfer  (Bild: AP Archiv)
Der Berg Ararat in Armenien. 1,5 Millionen Armenier fielen dem Völkermord vor 90 Jahren zum Opfer (Bild: AP Archiv)
Am 24. April jährt sich der Auftakt der Vertreibung und der Massaker an 1,5 Millionen Armeniern durch das Osmanische Reich. Aus diesem Anlass hat die CDU/CSU-Fraktion im Bundestag einen Antrag eingebracht, in dem die Anerkennung des Völkermordes an den Armeniern durch die Türkei gefordert wird.

Die Türkei als Rechtsnachfolgerin des Osmanischen Reiches leugnet den Völkermord bisher. Und auch die Bundesregierung hat bisher keine Stellung zu den Verbrechen von damals bezogen, obwohl sie historisch eindeutig belegt seien, so der Leiter des Lepsius-Archivs zur Erforschung des Genozids an den Armeniern, Professor Hermann Goltz.

Er ist Mitverfasser des Unions-Antrages und fordert in einem Gespräch mit Fazit eine deutliche Stellungnahme des Bundestages und der deutschen Bundesregierung zu dem historischen Faktum, so wie es andere westliche Regierungen unternommen haben.

Auf die Frage, wie die damals Betroffenen, die Armenier dies heute sehen, meint Goltz: "Die Meinung der Armenier ist natürlich die, dass Versöhnung nicht möglich ist, ohne die Klärung der Geschichte."
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