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16.1.2007
Ein Kunst-Schaufenster für Schanghai
Klaus-Dieter Lehmann über das geplante "Weltkunstmuseum" mit Werken aus Deutschland

Klaus-Dieter Lehmann (Bild: Deutschlandradio / Bettina Straub)
Klaus-Dieter Lehmann (Bild: Deutschlandradio / Bettina Straub)
Der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Klaus-Dieter Lehmann, will die geplante Weltausstellung im Jahre 2010 in Schanghai für einen intensiven Austausch beider Kulturen nutzen.

"Ich bin kein Freund von Einseitigkeit", sagte Lehmann im Deutschlandradio Kultur. "Es ist eine Situation, wo wir nicht einseitig nach China gehen, eine Filiale eröffnen, sondern die Austauschbeziehungen viel Intensiver über die Institutionen gestalten, auch über die Museen im eigenen Land." Zunächst sei ein Austauschprogramm mit jungen Museumsleuten zusammen mit dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) geplant, um die Beziehungen zwischen beiden Seiten zu vertiefen.

Für die deutschen Exponate gebe es noch kein Konzept, aber es werde "nicht die zweite und dritte Wahl" gezeigt. Geplant sei ein Kunstschaufenster der deutschen Museen, so Lehmann. "München, Dresden und Berlin gehen nach Schanghai und wollen mit dem Schanghai -Museum als Partner auf der EXPO eine Ausstellung organisieren." Dieses Schaufenster solle auch nach der EXPO bleiben. Man wolle sich auf ein Kunstschaufenster der deutschen Museen aus den Zentren konzentrieren.

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