Fazit
Archiv | Fazit | Samstag bis Donnerstag • 23:05
29.12.2004
Ein Orchester, das Schule machen soll
Arbeitslosen-Sinfonieorchester Stuttgart
Von Barbara Roth
Die Besetzung ist multikulturell. Professionelle Musiker aus Ungarn, Italien, Russland, aus Rumänien und Deutschland sind versammelt. Sie sind Langzeitarbeitslose oder Migranten. Betreut wird das Orchester von der gemeinnützigen Beschäftigungsagentur Neue Arbeit Stuttgart, die bemüht ist, den Musikern eine neue berufliche Perspektive zu geben.
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28.12.2004
Ein Klassiker im Kino
Rekonstruierte Fassung von "Der Große Diktator"
Von Stefan Keim
Hitler ist Hynkel, Goebbels ist Garbitsch (engl. Abfall) und Mussolini ist Benzino Napaloni in der Hitlerparodie "Der große Diktator" von 1940. Charlie Chaplin zeichnete als Drehbuchautor, Regisseur, Produzent und Hauptdarsteller verantwortlich. Die Bild- und Tonqualität des restaurierten Schwarzweißfilms, der in unsere Kinos kommt, wirkt, als wäre er gerade erst gedreht worden. Im nächsten Jahr kommen wieder neue Filme über das Dritte Reich auf die Leinwand.
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Bunte Verschiedenartigkeit der Formen
Das Theaterjahr 2004
Von Hartmut Krug
Im ablaufenden Theaterjahr ist kein neuer Trend zu entdecken, nur eine bunte Verschiedenartigkeit der Formen. Es wurden Religionen und Mythen ausgiebig befragt. Zugleich aber wurden auch die modernen Klassiker weiter gespielt oder neu entdeckt. Vor allem aber war Wirklichkeit einmal mehr das Zauberwort der Theaterwelt.
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Tod einer großen Denkerin
Susan Sontag an Krebs verstorben
Nach einem Gespräch mit dem Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels Dieter Schormann
Die US-Schriftstellerin Susan Sontag ist im Alter von 71 Jahren gestorben. Das teilte das Krebszentrum in New York mit, in dem sie zuletzt behandelt wurde. Sie schrieb zahlreiche politische und literaturwissenschaftliche Essays sowie eine Reihe von Romanen. Sontag galt als eine der führenden linksliberalen Intellektuellen der USA und machte nach dem 11. September 2001 mit scharfer Kritik an der Politik von Präsident Bush von sich reden.
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27.12.2004
Das Opernjahr 2004
Ein Rückblick
Von Ullrich Bohn
Wenige Tage vor Jahresschluss wird wie üblich in allen nur erdenklichen Bereichen Bilanz gezogen. Man lässt die Ereignisse der letzten zwölf Monate noch einmal Revue passieren. Was war wichtig, was positiv, was negativ im Opernjahr 2004? Vor allem ein Trend war an den deutschen Opernbühnen zu beobachten: Immer mehr Regisseure verfrachten die alten Geschichten ins Hier und Heute, holen die Realität auf die Bühne oder lassen die Sänger in Alltagsklamotten agieren. Ein Gewinn resultiert daraus aber nicht immer.
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Umschau unter Tops und Flops
Rückblick auf das TV-Jahr 2004
Von Guido Meyer
Auch in diesem Jahr heißt es wieder Abschied nehmen von mehr oder weniger liebgewordenen Fernsehgewohnheiten. Sendungen und Formate werden eingestellt, Moderatoren gehen in den Ruhestand, haben keine Lust mehr oder werden entlassen - eine alljährliche, genreübergreifende Bereinigung der TV-Landschaft. Andererseits kehrt Altbewährtes zurück auf den Schirm, findet gar den Weg zurück zur guten, alten Tante ARD, wo für Harald Schmidt einst alles begann, bevor er zu SAT.1 wechselte, und wo nun für Anke Engelke Schluss war.
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Streit um Obelisk von Axum
Stele wartet weiterhin auf Rücktransport nach Äthiopien
Von Thomas Migge
Einst von Mussolini als Kriegsbeute aus Äthiopien nach Rom verbracht wartet der berühmte Obelisk von Axum weiterhin auf seine Rückkehr nach Afrika. Während sich der italienische Staat bereits zur Rückgabe bereit erklärt hat und die Stele restauriert und transportfähig zerlegt worden ist, regt sich weiterhin Widerstand gegen eine Rückgabe. Auch die italienische Regierung scheint daran kein großes Interesse zu haben und erklärte, ein Rücktransport sei bisher am Geldmangel gescheitert.
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26.12.2004
Star-Philosoph Bernard-Henri Lévy
Der große französische Intelektuelle in der Kritik
Von Kathrin Hondl
Bernard-Henri Lévy ist seit Jahrzehnten unangefochtener französischer Star-Philosoph und Vorzeige-Intellektuelle. Nun haben zwei junge Journalisten eine fundierte und detaillierte Dekonstruktion des Medien-Philosophen veröffentlicht. Das Buch hat einiges Aufsehen in Frankreich erregt, denn es formuliert Kritik an "BHL", die so noch nie laut wurde. Der Stern des eitlen Super-Philosophen sinkt.
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Mit dem Boot in die Oper
Kopenhagen eröffnet sein neues Opernhaus
Von Agnes Bührich
Mit dem Boot in die Oper. Das ist ab Januar in Kopenhagen möglich. Dann eröffnet dort das neu gebaute Haus seine Pforten. Ein Geschenk des dänischen Reeders Maersk Mc-Kinney Möller im Wert von 300 Millionen Euro. 120 bis 150 Vorstellungen soll es pro Jahr geben, sagt der musikalische Leiter Michael Schønwandt.
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25.12.2004
"Musica della mala"
Italienische Mafiamusik unterm Weihnachtsbaum
Von Thomas Migge
Viele Italiener haben in diesem Jahr ein Weihnachtsgeschenk der besonderen Art verschenkt: die "musica della mala", die Musik des Bösen. Illegal ging sie unter dem Ladentisch weg wie warme Semmeln. Besungen und verherrlicht wird in den Liedern aber nicht die heutige skrupellose, international arbeitende Mafia, sondern die frühe Mafia, die romantisch verklärt wird und sich durch Kleinkriminalität auszeichnete.
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