Fazit
Archiv | Fazit | Samstag bis Donnerstag • 23:05
22.2.2005
Auf der Flucht zur Meisterschaft
National Gallery London zeigt Spätwerk Caravaggios
Von Matthias Thibaut
Der Maler Caravaggio war auf der Höhe seines Ruhms, als er im Mai 1606 in einem Duell einen Menschen tötete. Wegen Mordes gesucht, verbrachte er fortan die letzten Jahre seines Lebens permanent auf der Flucht. Dabei sind einige seiner tiefgründigsten Werke entstanden, meinen Kritiker. Dieses eher unbekannte Spätwerk ist jetzt in der National Gallery London zu sehen.
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Aufruhr im Land der Zitronenblüten
Italiens Künstler protestieren gegen Kürzungen der Regierung Berlusconi
Von Thomas Fromm
Italiens Kulturschaffende sind in Aufruhr, denn die Regierung in Rom plant, Millionenbeträge in der Kultur einzusparen. Um bis zu 40 Prozent sollen die Zuwendungen im Kulturbereich gekürzt werden. Dagegen regt sich Widerstand. Bei der Mailänder Scala streikten die Bühnenarbeiter, am Montag demonstrierten Italiens Kulturschaffende in Rom gegen die Sparpläne. Weitere Protestaktionen sind in den kommenden Wochen geplant.
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21.2.2005
Ausgebuhte Affen
Doris Dörries Neuinszenierung von Verdis Rigoletto fällt beim Publikum durch
Nach einem Bericht von Wolf-Dieter Peter
Die Filmregisseurin Doris Dörrie hat bei ihrer Inszenierung der Verdi-Oper "Rigoletto" das Geschehen auf einen Affenplaneten verlegt, um so die Einsamkeit des Titelhelden zu unterstreichen. Doch ihr Plan ist nicht aufgegangen: Ihr "Affentheater" erntete bei der Premiere an der Staatsoper München Buhrufe.
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Die digitale Revolution im Kino
Konferenz "Insight out" in Potsdam
Von Jörg Taszman
Wie verändert die Digitaltechnik die Bedingungen für Filmschaffende und -konsumenten? Wird es bald nicht mehr schwere Filmrollen geben, sondern nur noch satellitengestützte Abspielstätten? Diese und ähnliche Fragen rund um das Thema digitales Kino werden zurzeit auf der Konferenz "Insight Out" in Potsdam erörtert.
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20.2.2005
"Abendländische Kultur par excellence"
Über die kulturelle Bedeutung der EU-Verfassung
Gespräch mit Professor Ingolf Pernice
Die Spanier haben die EU-Verfassung mit großer Mehrheit angenommen. 76,7 Prozent stimmten für den Vertragstext. Allerdings lag die Wahlbeteiligung bei nur 42,3 Prozent. Der Berliner Verfassungsrechtler Ingolf Pernice nennt die EU-Verfassung "abendländische Kultur par excellence". Sie könne helfen, die europäische Identität zu stärken.
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"One step beyond"
Ausstellung über Minenopfer in Krefeld
Von Arno Orzessek
Der Künstler Lukas Einsele will den Opfern von Landminen ein Gesicht geben. Für sein Projekt "One step beyond" besuchte er die Regionen, die am stärksten durch Landminen betroffen sind: Angola, Afghanistan, Bosnien-Herzegowina und Kambodscha. Er befragte die Opfer nach dem Moment des fatalen Schrittes und fertigte Porträts von ihnen an. Diese sind jetzt in Krefeld zu sehen.
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19.2.2005
100 Jahre "Brücke"
Ausstellung im Westfälischen Landesmuseum Münster
Von Günter Beyer
Das Westfälische Landesmuseum Münster nimmt den 100. Jahrestag der Gründung der Künstlergruppe "Brücke" zum Anlass, Werke der Gruppe aus der eigenen Sammlung zu präsentieren. Einige der präsentierten Werke zeigen Motive aus Westfalen. So hatte unter anderem Emil Nolde ein Arbeitsstipendium in Soest, was sich in seinen Bildern niederschlägt.
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Der Erfinder der Themenausstellung
Ein Nachruf auf Harald Szeemann
Von Rudolf Schmitz
Der Kurator und Kunsthistoriker Harald Szeemann ist tot. Er starb in der Nacht zum Freitag in Zürich. Szeemann wurde bekannt als Leiter der "documenta 5" 1972 sowie als Direktor der Sparte "Visuelle Kunst" bei der Biennale in Venedig. Szeemann gilt als der "Erfinder" der Themenaustellung.
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17.2.2005
"Desh"
Tanztheater-Aufführung in Brüssel
Nach einem Gespräch mit Wiebke Hüster
"Desh" kann auf Indisch sowohl Farbe als auch Stimmung bedeuten und bezieht sich auf eine Provinz in Bengalen, die die im Stück verwendete Musikform des Raga regional prägt. Anne Teresa de Keersmaeker, die vor über 20 Jahren ihre "Compagnie Rosas" gründete, zählt zu den führenden Choreografinnen Europas. Sie hat mit "Desh" einen Tanzabend für ein Trio auf die Bretter des Brüsseler "Kaaitheaters" gebracht.
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Was können die Zehn Gebote heute bedeuten?
"Dekalog" von Kieslowski als Theaterstück in München
Nach einem Gespräch mit Sven Ricklefs
Welche nach wie vor gültigen Regeln liegen den Zehn Geboten der Bibel zu Grunde? Dieser Frage stellte sich Krzysztof Kieslowski in seinem Film "Dekalog", der in die Filmgeschichte eingegangen ist. Auf der Grundlage seines Drehbuchs hat der renommierte holländische Theaterregisseur Johan Simons den Stoff für die Münchner Kammerspiele umgesetzt.
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