Politisches Feuilleton
Archiv | Politisches Feuilleton | Montag bis Samstag • 7:20
8.10.2004
Polen und Deutsche
Die schwierige Nachbarschaft
Von Raphael Krüger
Während viele Deutsche 15 Jahre nach der Einheit die Gebiete zwischen Elbe und Oder am liebsten den Polen schenken würden, sehen diese im Jahre 60 nach Kriegsende Gebietsabtretungen an Deutschland heraufziehen. Diesmal weniger durch Eroberer mit Kreuz und Schwert, sondern durch Advokaten mit Hilfe von Recht und Gesetz. Die Gewissheit, dass kein polnisches Gericht deutschen Wünschen nach Eigentumsrückgabe stattgeben dürfte, sie allein beruhigt nicht.
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7.10.2004
Wie tief ist der atlantische Graben?
Zum Verhältnis Europa - USA
Von Robert B. Goldmann
"Ich hasse Bush" ist ein geflügeltes Wort in Europa. Man hört es auch in New York, besonders in Manhattan und in Kaliforniens Großtädten, wo man mit großer Mehrheit demokratisch wählt. Aber im Rest Amerikas ist es nicht so einseitig. Sonst würden die Umfrageresultate nicht ein sehr enges Wahlergebnis, mit leichtem Vorsprung für Bush, voraussagen.
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6.10.2004
Die arabische Welt und die Buchmesse: Auf manchen Augen blind
Von Wieland Freund
Als Anfang des vergangenen Jahres bekannt wurde, dass die arabische Welt die Gastregion der diesjährigen Buchmesse sein würde, machte mit der Nachricht auch ein gleich ein Versprechen die Runde. Das Versprechen lautete: Es wird keinerlei Zensur geübt werden. Wer wollte das damals glauben? Wer glaubt es heute?
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5.10.2004
Kunst am Markt
Das Verschwinden der Sehkraft zugunsten der Kaufkraft
Von Wolf Wondratschek
Ich werde den Namen der Künstlerin, die ich meine, nicht nennen, warum auch; sie hat keinen, nicht auf dem Kunstmarkt. Niemand dort vertritt sie. Es gibt sie nicht. Ihre Arbeit ist bis heute unentdeckt, beschützt durch die Begrenzung ihres Ateliers. Zum Glück, wie die sagen, die sich in den Klüngel-Hierarchien des Kunstmarktes und dem Netzwerk ihrer Geschäftsbeziehungen auskennen.
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4.10.2004
Multikultureller Relativismus in Deutschland
Von Heribert Seifert
Es gibt Geschichten, die möchte man nicht hören und glauben, weil sie so gar keine Rücksicht auf unsere Wünsche nehmen. So schweigen zum Beispiel die sonst geschwätzigen Medien, wenn es darum geht, aus den Dunkelzonen der multikulturellen Gesellschaft zu berichten, meint Heribert Seifert. Sie mögen nicht die Geschichten von den archaischen Formen patriarchalischer Gewalt in Migrantenfamilien.
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2.10.2004
Historiker und ihre Wissenschaft: In der Mitte der Gesellschaft
Von Jost Dülffer
Früher waren Historikertage anders, eine Art Hochamt, das die führenden Vertreter der Zunft zelebrierten. Früher: Das war noch vor 30 Jahren so, als wohlbestallte Ordinarien mit Leitvorträgen Akzente für die künftige Arbeit setzten.Aber auf dem 45. Deutschen Historikertag in Kiel setzte sich ein Trend fort, stellt Jost Dülffer fest: Die jüngere Generation beherrschte das Feld.
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1.10.2004
Ostdeutschland - ewig Subventionsland?
Von Klaus Schroeder
Die jüngste Wirtschaftsentwicklung verheißt nichts Gutes: Erneut konnte im ersten Halbjahr 2004 die Wirtschaft in den neuen Ländern weder mit der westdeutschen und der europäischen, noch vor allem mit der in Mittel- und Osteuropa, mithalten. 14 Jahre nach der Vereinigung hat sich immer noch kein nachhaltiger Wirtschaftsaufschwung eingestellt. Ostdeutschland hängt mehr denn je am Finanztropf des Westens.
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30.9.2004
Sehnsucht nach den Fünfzigern
Von Karlheinz Weißmann
Irgendwann in der laufenden Amtsperiode hat sich die Rhetorik des Kanzlers verändert. Seitdem redet Gerhard Schröder den Leuten ins Gewissen, geißelt die Selbstsucht und die "Anspruchshaltung", fordert mehr Patriotismus und Bereitschaft, "die Ärmel aufzukrempeln", meint Karlheinz Weißmann. Wer darüber irritiert ist, muss schon zu den mittleren Jahrgängen oder zur älteren Generation gehören. Waren das nicht Formeln, die seinerzeit der Lächerlichkeit preisgegeben wurden?
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29.9.2004
Klarheit vor Einheit
Von Dieter Rulff
Fünfzehn Jahre nach dem Fall der Mauer entstehen im vereinten Deutschland neue Grenzen. Die Grenzen der Zumutbarkeit sehen viele Ostdeutsche mit den Arbeitsmarktreformen überschritten, ihrem wütenden Gefühl der Benachteiligung haben sie zuletzt in den Wahlergebnissen von Sachsen und Brandenburg Ausdruck verliehen.
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28.9.2004
Die Moral der Arbeit
Von Sieglinde Geisel
Nur der arbeitende Mensch ist ein guter Mensch. Dieser Gedanke ist uns so selbstverständlich, dass wir kaum je darüber nachdenken. Was jedoch geschieht mit der Arbeitsmoral, wenn die Arbeit selbst zur Mangelware wird? Jede andere Zeit hätte die Befreiung von Arbeit als Segen gefeiert - wir jedoch sind dazu nicht in der Lage.
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