Politisches Feuilleton
Archiv | Politisches Feuilleton | Montag bis Samstag • 7:20
14.9.2004
Friedenseinsatz im Kosovo
Wo bleibt der Erfolg?
Von Klaus Reinhardt
Die brutalen Ausschreitungen im Kosovo im März 2004 haben deutlich gemacht, dass es der UNO und den internationalen Friedenstruppen nicht gelungen ist, das Land in die Normalität zu führen und wirtschaftliche Gesundung zu garantieren. Das wichtigste ist nun, endlich eine Entscheidung über den künftigen politischen Zustand des Kosovo zu treffen. Geht man nicht endlich das politische und das damit eng verbundene Problem des ökonomischen Wiederaufbaus des Landes konsequent an, wird es zu weiteren Gewalttätigkeiten kommen.
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13.9.2004
Wird Berlin Weimar?
Von Alexander Gauland
"Bonn ist nicht Weimar" titelte der Schweizer Journalist Fritz René Allemann in den 60er Jahren als die ersten Wogen von Unzufriedenheit und Wandel gegen das Bonner Staatsschiff schlugen. "Berlin ist nicht Weimar" versichern sich die Eliten gegenseitig in Talk-Runden, seit der soziale Protest auf die Straße gegangen ist. Noch stimmt die Gleichsetzung von Bonn und Berlin, meint Alexander Gauland, auch wenn die Risse im Gebälk breiter werden und die Beunruhigung zunimmt, ob die deutsche Nervosität nicht wieder auf Europa übergreift.
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11.9.2004
Die Wurzeln des internationalen Terrors
Von Rafael Seligmann
Die Anschläge des 11. September 20001 in New York und Washington werden von Präsident George W. Bush und von vielen US-Bürgern als Kriegserklärung des internationalen Terrors gegen die Vereinigten Staaten und die westlichen Demokratien aufgefasst. Auf dem Parteitag der Republikaner hat der frühere New Yorker Bürgermeister, Rudolph Giuliani, soeben eine andere Zeitrechnung aufgestellt, so Rafael Seligmann. Demnach habe der internationale Terror mit der Ermordung israelischer Sportler durch palästinensische Terroristen während der Olympischen Spiele 1972 in München begonnen.
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10.9.2004
Populismus und Demagogie
Von Friedrich Schorlemmer
In Deutschland geht die Angst um. An etwa 200 Orten strömen seit Wochen Bürger im ganzen Land auf die Straße. Es geht um die Zukunft der sozialen Demokratie. Die Veranstaltungen sind meistens spontan organisiert, verlaufen bisweilen eher zufällig und chaotisch, bis hin zu recht diffusen Bürgeransammlungen, in denen Menschen sich einfach Luft machen.
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9.9.2004
Die entfesselte Gewalt
Lehren nach dem 11. September
Von Richard Herzinger
Das jüngste Massaker in Beslan hat das Prinzip des islamistischen Terrorismus einmal mehr in äußerster Grausamkeit vorgeführt: die immer exzessivere Steigerung der Verachtung für das Menschenleben. Hatten der 11. September in New York und der 11. März in Madrid durch die Wahllosigkeit schockiert, mit der die Terroristen zum Zwecke der Produktion möglichst hoher Opferzahlen Zivilisten umbrachten, wurde dieses Mal ein weiteres Tabu durchbrochen: die Täter machten deutlich, dass sie auch vor dem gezielten Quälen und Ermorden von Kindern nicht halt machen.
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8.9.2004
Der deutsche Leistungsgedanke
Von Reinhard Kreissl
Zähne zusammenbeißen, hart arbeiten, das Letzte geben und gegen alle Widerstände durchhalten bis zum Schluss - das war das Modell, in dem sich deutsche Kardinaltugenden am besten repräsentiert fanden. Die Zeiten scheinen vorbei. Alle reden von der Spitzenleistung, nur erbringt sie keiner und die selbsternannten Leistungsträger in Wirtschaft, Sport und Kultur lassen sich ihr Versagen durch fürstliche Abfindungen vergolden.
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7.9.2004
Babylonische Verwirrung
Von Geert Müller-Gerbes
Der Sozialstaat in seinem bisherigen Umfang ist nicht mehr zu bezahlen. Diese einfache Wahrheit traut sich keiner außer Gerhard Schröder dem Publikum mitzuteilen. Die gesamt politische Klasse tut so, als könne man einerseits harte Maßnahmen beschließen und andererseits dagegen sein, wenigstens ein bisschen, damit man nicht vom Volkszorn aufgefressen wird. Die Folgen sind verheerend.
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6.9.2004
Bitte lächeln
Von Rolf Schneider
Seit die Politik durch das Bild, das bewegte zumal, maßgeblich mitbestimmt wird, erleben wir eine Inflation der lachenden Politiker. Man kennt es zur Genüge: Nach gehabter Begegnung treten zwei Regierungschefs vor die Kameras, reichen einander die Hände und grinsen dabei. Oder Spitzenkandidaten stehen vorm Wahlvolk und reißen zum Gruß die Mundwinkel auseinander.
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4.9.2004
Demonstrieren für Hartz IV
Eine Polemik
Von Hajo Schumacher
Heute morgen, liebe Hörer, wird Ihnen richtig etwas zugemutet. Schließlich geht es um mich. In 18 Jahren werde ich 58 sein und womöglich ein Fall für Hartz IV. Wie werden wir dann, im Jahre 2022, wohl auf diesen Sommer zurückblicken. Fünf Prognosen.
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3.9.2004
Krankes Deutschland
Über die neue Lust zum Spiel mit dem Risiko
Von Walther Stützle
Deutschland ist krank. Wie schwer - darüber lässt sich streiten. Doch unter mehr als nur einer leichten Sommergrippe leidet das Land ganz gewiss. Um diese bittere Wahrheit zu erkennen bedarf es keiner besonderen diagnostischen Fähigkeiten. Ein paar Stunden auf deutschen Autobahnen reichen vollkommen hin. Wer sich erlaubt, mit verhaltener Geschwindigkeit zu reisen ist verloren und ausgeliefert einem Kampf in dem Vorsprung alles, die Rücksicht auf andere schlechterdings gar nichts bedeutet.
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