Politisches Feuilleton
Archiv | Politisches Feuilleton | Montag bis Samstag • 7:20
2.9.2004
Die Hauptstadt, die immer Hauptstadt blieb
Von Peter Frei
Flaneure in Berlin auf dem Kurfürstendamm oder in der Friedrichstrasse hören Sprachfetzen von amerikanischem Englisch, von englischem Englisch, Italienisch, Japanisch, Französisch, skandinavische Dialekte, Polnisch und die Berliner Umgangsprachen Deutsch, Türkisch und mehr und mehr Russisch. Dieser Eindruck deckt sich mit der stolz vorgestellten Statistik der Tourismusexperten: Von Januar bis Juni dieses Jahres ist die Zahl der Gäste Berlins aus dem Ausland um 28,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen auf rund 723.000.
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1.9.2004
"Hartz IV" und die Sprache
Von Hans-Martin Gauger
Hartz IV: Ein sprachliches Problem ist dies nicht. Oder vielleicht doch? An zwei Stellen jedenfalls kommt die Sprache herein. Erstens gibt es nun von vielen Seiten die Kritik, es habe bisher an der rechten Vermittlung, der Kommunikation gefehlt. Vor einigen Tagen hat es Helmut Schmidt geschrieben: "es fehlt", schrieb er, "an verständlich dargebotener Aufklärung".
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31.8.2004
Olympia-Bilanz
Von Norbert Seitz
Spiele der Normalität wollten die Griechen austragen. Doch in Wahrheit ist ihnen eine einzigartige Mixtur gelungen, nämlich die Erinnerung an die antike Tradition mit der Horrorvision von Olympia zu verbinden. Allein die Vorstellung, dass nur der seine Medaille behalten darf, der raffiniert genug war, sich nicht beim Doping erwischen zu lassen, macht Olympia zum monströsen Zocker-Event von nicht überführten Sportbetrügern.
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30.8.2004
Das geteilte Volk
Zwischen Kanzlerfest und Eierwerfern
Von Werner Sonne
Wir sind das Volk - jawohl, wir, die 82 Millionen Bewohner unserer Republik. Das ist unstrittig. Aber sind wir auch ein Volk? Nach dieser zurückliegenden Woche darf, ja muss man das wohl mit Fug und Recht bestreiten.
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27.8.2004
Nachhaltige Produktion
Gibt es nachhaltige Lebensmittel?
Von Wolfram Siebeck
Deutschlands bekanntester Restaurantkritiker, Wolfram Siebeck, hat sich im Supermarkt nach nachhaltigen Lebensmitteln auf die Suche begeben. Er meine keine Bioprodukte, insistierte er beim Geschäftsführer - und brachte ihn damit an den Rand der Verzweiflung.
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26.8.2004
Die Ignoranz in der Multikultur
Von Bernd Wagner
Als ich neulich von einer längeren Reise zurückkehrte, fiel mir eins auf: ich kann eine Stunde durch das Viertel gehen, in dem ich seit 15 Jahren lebe, ohne einmal gegrüßt zu werden oder zu haben. Habe ich mir unterwegs die Lepra geholt oder bin ich grundsätzlich ein Misanthrop? Ich stelle in meinem Wohnviertel eine gegenseitige Ignoranz fest, die so grundlegend ist, dass sie eine Betrachtung verdient.
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25.8.2004
Nicht nur ein Eheproblem
Anmerkungen zur hohen Scheidungsrate in Deutschland
Von Mariam Lau
Jede dritte Ehe wird in Deutschland geschieden und entsprechend hoch ist die Zahl der Alleinerziehenden. Fast ein Drittel der Betroffenen muss Sozialhilfe in Anspruch nehmen. 30 Prozent der Frauen in gebärfähigem Alter wiederum bekommen gar nicht erst Kinder. Miriam Lau spricht aufgrund dieser Zahlen von einer "Krise der Familie" und macht als Ursache das deutsche Bildungssystem aus.
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24.8.2004
Liebe ich mein Land?
Von Gottfried Küenzlen
Sein Land lieben - darf man das überhaupt? Diese Frage ist so nur in Deutschland möglich. Dieses Land ist ein schwieriges Vaterland gewiss, aber in den Höhen und Tiefen seiner Geschichte und der zerfransten Gestalt seiner Gegenwart, doch unser Land. Es zu achten und zu lieben - warum soll das nicht auch Sache von uns Deutschen sein und neu werden?
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23.8.2004
Lehrstellen-Legenden
Von Konrad Adam
Wie man beim Gang durch die Straßen bemerken kann, ist eine Ausbildungskampagne angelaufen. "Suche Lehrstelle, biete Einsatz", so oder so ähnlich lauten die Aussagen, mit denen junge Leute von den Plakatwänden herab nach Arbeit suchen. Dass sie mit ihren Bewerbungen viel zu selten viel zu bescheidenen Erfolg haben, ist die eine Seite eines Skandals, über den täglich berichtet wird. Über die andere Seite desselben Skandals, über das mangelhafte Wissen und Können derer, die sich, wenn überhaupt, vergeblich um eine Lehrstelle bemühen, erfährt man allerdings nur wenig oder nichts.
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21.8.2004
Per Hotline zum Erfolg?
Wider die allgemeine Ungeduld
Von Uwe Bork
Endlich hat einmal die Demokratie gesiegt! Waren es zu Zeiten des Kalten Krieges, von Mauerbau und Kuba-Krise noch allein Nikita Chruschtschow und John F. Kennedy, die als mächtigste Männer der Welt zum roten Telefonhörer und damit zu einer wahren interkontinentalen Hotline ins jeweils andere Machtzentrum greifen konnten, so ist heute der Zugang zu Hotlines in dem Maße bürgerliches Gemeingut geworden wie so genannte 'Call-Centers' den Ruch verloren haben, nur Callgirls und Callboys einen Arbeitsplatz zu bieten und damit der Unzucht Vorschub zu leisten.
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