Politisches Feuilleton
Archiv | Politisches Feuilleton | Montag bis Samstag • 7:20
30.12.2004
Die Jahrhundert-Katastrophe
Von Klaus Bresser
Es fällt schwer, Worte zu finden angesichts dieser Katastrophe. Zu grauenhaft ist das, was an den Küsten Südasiens geschah und noch geschieht. Wir sehen Fernsehbilder und hören Berichte der Überlebenden, und doch geht das Ausmaß der Katastrophe über unsere Vorstellungskraft. Anders als bei anderen Erdbeben zuvor wird auch Tage danach die Dimension des Geschehens noch immer nicht ganz erkennbar.
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29.12.2004
Mut zur Zukunft
Wie in Deutschland reformiert werden muss
Von Klaus Schroeder
Während die Weltwirtschaft boomt, dümpelt das Wirtschaftswachstum in Deutschland vor sich hin. Gleichzeitig steigen Massenarbeitslosigkeit und Staatsverschuldung. Es ist Zeit für schnelle und radikale Reformen: die Wirtschafts- und Sozialpolitik muss auf die neuen Bedingungen einer globalisierten Welt umgestellt werden.
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28.12.2004
Der wild gewordene Zeitgeist
Über Konjunktiv, Zitate und Einwegflaschen
Von Bernd Wagner
Der Zusammenbruch der Sowjetunion hatte den Verfall des gesamten linken Wertesystems zur Folge. Die Linken wurden heimatlos. Woran kann sie sich halten, um nicht vollends ihr Gesicht zu verlieren? Um ihre verloren gegangene Identität heraufzubeschwören, werden sie zu Wächtern politischer Moral.
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27.12.2004
Brief an einen großen Pädagogen
Vom Lehren und Lernen
Von Paul Stoop
Lieber Herr Ohm, Sie werden sich wundern, dass ich mich nach so langer Zeit bei Ihnen melde. Sie waren einst mein Englischlehrer. Jetzt müssten Sie gerade in Pension gegangen sein. Nun, in diesem Jahr musste ich angesichts manch deutscher Debatte immer wieder an Ihren Unterricht denken, daher dieser Brief.
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24.12.2004
"Wie hast du's mit der Religion?"
Von Barthold C. Witte
Am Heiligen Abend wird es sein wie jedes Jahr: überfüllte Kirchen, altvertraute Lieder, Weihnachtsevangelium, glänzende Kinderaugen, nachdenkliche Erwachsenengesichter, da und dort schon mal eine Träne. Man könnte meinen, wir seien, allen Unkenrufen zum Trotz, nach wie vor ein christliches Land. Sind wir es wirklich?
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23.12.2004
Soziale Gerechtigkeit?
Wilhelm von Sternburg sieht die Zeit für eine Erwiderung
Von Wilhelm von Sternburg
Wenn Politiker angesichts der miesen Stimmung bei ihren Wählern in Ratlosigkeit verfallen, dann schlägt in der Regel die Stunde der selbst ernannten Patrioten. So auch im deutschen Winter 2004. Die Arbeitslosenquote bleibt konstant oben, bei Karstadt oder Opel droht der Verlust von Tausenden Arbeitsplätzen, vom Weihnachts- oder Urlaubsgeld dürfen immer weniger Arbeitnehmer träumen, der Schuldenberg der öffentlichen Hand wächst schwindelerregend und die deutsche Erfolgsstory, die soziale Marktwirtschaft, erscheint nur noch als rühmliche Fußnote in den Geschichtsbüchern.
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22.12.2004
Die Kunst der Provokation
Von Richard Herzinger
Am 23. Dezember feiern wir Auferstehung. Endlich, endlich tritt Harald Schmidt wieder leibhaftig vor seine von Entzugserscheinungen gepeinigte Zuschauer-Gemeinde. Doch die Messer der Kritik sind schon gewetzt. So unerträglich hoch sind die Erwartungen, ist das Sinnen und Sehnen der Fans nach den Scherzen und Sottisen des Meisters gespannt, dass das - darin scheint man sich im Kritikerlager schon vorab einig zu sein - ja wohl nichts werden könne.
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21.12.2004
Umtausch nicht gestattet!
Schenken und die Imagination des Glücks
Von Sieglinde Geisel
Das Wort Schenken kommt von einschenken. Denkt man an diese Wortgeschichte des Eingießens und Tränkens, spürt man eine fließende Großzügigkeit, bis hin zur Verschwendung für den anderen. Jede Zeit kennt andere Geschenke: Unsere Grosseltern bekamen zu Weihnachten noch das geschenkt, was am nötigsten gebraucht wurde - ein Paar Stiefel, einen Schal, einen neuen Füllfederhalter für die Schule. Heute dagegen findet man unter dem Weihnachtsbaum selten etwas, das man brauchen kann.
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20.12.2004
Ein verlorenes Jahr
Von Alexander Gauland
Ein verlorenes Jahr hat Wolfgang Schäuble das zu Ende gehende genannt und dabei offen gelassen, ob es verloren für die CDU oder das Land gewesen ist. Nehmen wir ruhig die unangenehme Alternative, 2004 war ein verlorenes Jahr für das Land, für den Staat.
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18.12.2004
Das Heimchen am Herd
Kochende Männer. Oder: Der Wandel in der Familie
Von Sophie Dannenberg
Familie B. ist eigentlich fortschrittlich: friedensbewegt, ausländerfreundlich, umweltbewusst. Aber wenn sich Herr B. eine Schürze umbindet, zitieren alle lauthals Konrad Adenauer: "keine Experimente!" Herr B. kann kochen, und das sogar gut: Fischsuppe und Sauerkrautauflauf, Kartoffelsalat und Hackbraten, nach den Rezepten seiner Großmutter. Und weil er kreativ sein möchte und es gut meint mit seiner Familie, erfindet er jedes Mal Varianten
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