Politisches Feuilleton
Archiv | Politisches Feuilleton | Montag bis Samstag • 7:20
24.11.2004
Multikulti am Ende?
Von Klaus Bresser
Schenken wir uns den Streit um Worte. Jahrelang ist behauptet worden, Deutschland sei kein Einwanderungsland. In Wahrheit ist und war es genau das. Und als Folge davon ist die Bundesrepublik eben auch ein multikulturelles, ein multireligiöses Land. Und wird das bleiben. Nach dem Mord an dem niederländischen Filmemacher Theo van Gogh und den nachfolgenden Anschlägen auf Moscheen in unserem Nachbarland ist das Wortgetöse groß bei uns: Die multikulturelle Gesellschaft sei am Ende, dramatisch gescheitert, immer eine Illusion gewesen.
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23.11.2004
Sparen und Einigeln
Von Peter Frei
Die Deutschen sind auf relativ hohem Wohlstandsniveau verunsichert. Die Dauerarbeitslosigkeit, die ständigen Meldungen vom Arbeitsplatzabbau oder die Androhung der Verlagerung von Jobs ins Ausland schüren die genetisch begründete deutsche Grundangst. Es hilft allerdings nicht, wirkliche Sorgen mit Selbstmitleid zu überziehen. Schließen wir uns lieber den Versuchen eines neuen Aufbruchs an.
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22.11.2004
Die Deutschen und die Mehrarbeit
Von Christoph von Marschall
Nein, was sind wir jetzt wieder wirtschaftsgläubig. Bis hinters Komma genau rechnen uns Experten vor, was die Streichung unseres Nationalfeiertags fürs Wachstum bringt - 0,1 Prozent, angeblich. Oder wie viel uns der Verzicht auf einen Urlaubstag wert sein müsste. Weil auch das die Konjunktur auf Trab bringt, angeblich. Nicht mal der freie Samstag soll uns heilig sein.
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20.11.2004
Stille Helden
Von Inge Deutschkron
Im Berliner Bezirk Charlottenburg hängt seit kurzem eine Tafel - es ist die erste Gedenktafel ihrer Art in der Bundesrepublik Deutschland. Sie wurde von den Hausbewohnen finanziert und erinnert an Emma und Franz Gumz, zwei Menschen, die unter Einsatz ihres Lebens andere retteten, denen in Nazi-Deutschland das Lebensrecht abgesprochen worden war.
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19.11.2004
Die Rechnung ist aufgegangen
Von Joachim Güntner
Wer hätte das den Schweizern zugetraut: Sie haben die Debattenhoheit in Deutschland übernommen. Ihre Abgesandten spielen den sozialpolitischen Agent Provocateur, sie brechen geschichtspolitische Tabus, lenken die innerdeutsche Versöhnung. Und, was das Schönste an diesem Triumph ist, wir merken gar nicht, dass uns das kleine räuberische Bergvolk das Heft des Denkens entrissen hat.
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18.11.2004
Toleranz ?!
Von Susanne Gaschke
Deutschland war, unter dem freundlichen Etikett der Toleranz, viel zu lange viel zu gleichgültig. Das muss sich ändern. Der Toleranz-Diskurs ist dabei aber nicht hilfreich. Er gehört zu den zahlreichen doppelgesichtigen Errungenschaften der 70er Jahre.
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17.11.2004
Jahr der Innovation
Von Peter Zudeick
Jetzt wollen wir mal nicht gleich wieder meckern. Von wegen: Jahr der Innovation, was für ein Unsinn. Mit "Innovation" hat der Sozialdemokrat schon 98 Wahlkampf gemacht, dann 2002 noch mal, zwischendurch haben sie's mal Erneuerung genannt, dann kam ein Innovations-Parteitag, hin und wieder ein Innovations-Kongresschen, von den vielen Symposien ganz zu schweigen - aber wollen wir ihn darob tadeln? Denn immerhin ist damit eins sowohl erreicht als auch bewiesen: Kontinuität.
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16.11.2004
Alltag in Deutschland
Oder: Es geht auch anders
Von Geert Müller-Gerbes
Sonntagsfrühstück. Eine Familie trifft sich, sitzt mit Freunden und Freundinnen zusammen, redet beim Kaffee. Irgendwo in Deutschland. Überall in Deutschland. Schnell ist man bei den Schlagzeilen der letzten Wochen und Monate. Sie erzeugen abstoßende Langeweile, Missbehagen, Unverständnis. Das Thema Gesundheitsreform legt sich wie Novembernebel auf die Gemüter und wird mit entschlossener Handbewegung weggewischt: Dummes Zeug. Konfus. Abgehoben. Nicht vermittelbar. Politikergezänk.
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15.11.2004
Paradiesische Zustände
Von Florian Felix Weyh
Ich ging zu Bett im sicheren Gefühl, am folgenden Tag im deutschen Elend zu erwachen. Doch als ich am nächsten Morgen in die Zeitung blickte, sah es ganz anders aus. Die Rede war vom Paradies auf Erden. Hier! Mitten unter uns! Ich wollte es nicht glauben, besorgte mir die Konkurrenzblätter und las staunend dieselbe Botschaft noch einmal: ein Paradies, dies Land der Deutschen! Jedenfalls für die, die seinen Schaden mehren und seinen Nutzen mindern.
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13.11.2004
Ist die NPD auf dem Weg in den Bundestag?
Von Jochen Staadt
Bei der Landtagswahl in Sachsen erhielt die rechtsextreme NPD 9,2 Prozent der Wählerstimmen. Landespolitische Ursachen hat dieses Wahlergebnis nur zum Teil. Mehr als ein Drittel der sächsischen Wähler wollte offenbar deutlich machen, dass ihnen die gegenwärtige von den großen demokratischen Parteien im Berliner Bundestag betriebene Politik missfällt. Hat die NPD deshalb auch Chancen, in den Bundestag einzuziehen.
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