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13.10.2004
Im Gespräch mti Alexander Laesicke

Alexander Laesicke ist am vergangenen Wochenende von einer langen Fahrradtour zurückgekommen. 5523 Kilometer war er unterwegs, um einen Stein aus dem KZ Sachsenhausen, bei Oranienburg, nach Jerusalem in die Gedenkstätte Yad Vashem zu bringen. Eine Reise, die ihn unter anderem durch die Türkei und Syrien führte - und an seine physischen Grenzen.

Neben dem sportlichen Ehrgeiz und der Abenteuerlust standen für den 25-jährigen Studenten vor allem idealistische Motive im Vordergrund: Die Menschen sollen in Frieden miteinander leben. Laesicke wollte ein Zeichen des Respekts nach Israel tragen. Seine Aktion wurde dort mit großem Interesse und Wohlwollen aufgenommen.

Laesicke, der in Oranienburg aufwuchs, wo sein Vater seit 1993 Bürgermeister ist, wohnt seit 2001 in Berlin in einer Wohngemeinschaft mit einem Israeli zusammen. Er studiert im 7.Semester Wirtschaftswissenschaften, interessiert sich aber sehr für Außenpolitik, wie früher sein Vater. Schon vor der Reise nach Jerusalem war er mit dem Fahrrad auf Tour, um sein eigenes Bild zu "erfahren": in Danzig und in Venedig. Demnächst will er mit einem internationalen Team, eine Gruppe aus Israelis, Palästinensern, Amerikanern und Russen aufbrechen, um "den Nahost-Konflikt von der abstrakten Ebene runter zu holen". Später möchte er gerne einen Beruf, wo er etwas bewegen kann, aber Laesicke, der sich selbst als positiv denkenden Mensch bezeichnet, plant auch immer nur ein Jahr im Voraus.
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