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26.10.2004
Im Gespräch mit Helga Breuninger
Bildungsmäzenin, Visionärin, Kinderpsychologin

In der baden-württembergischen Hauptstadt Stuttgart kommt man an Helga Breuninger nicht vorbei. Sie hat eine eigene Stiftung, die ihren Namen trägt und es gibt kaum ein kultur- oder sozialpolitisches Projekt, das sie in den letzten Jahren nicht gefördert hätte. So hat sie das Literaturhaus Stuttgart mitgegründet, sie ist Vorsitzende des Vereins für Kinder- und Jugendkultur Stuttgart und hat die Initiative "Vorlesepaten" mit ins Leben gerufen. Auch das Existenzgründerzentrum Stuttgart, dessen Vorsitzende sie ist, hat sie initiiert und sie macht sich für Frauen in Führungspositionen stark. Helga Breuninger ist Mitglied im Bildungsrat des Baden-Württembergischen Kultusministeriums, Ehrensenatorin der Universität Stuttgart und Trägern des Bundesverdienstkreuzes.

Die heute 57-Jährige hat zunächst Volkswirtschaft studiert, unter anderem weil sie damals noch damit rechnete, ihren Vater auf dem Chefsessel der Kaufhauskette Breuninger zu beerben. Doch der Vater traute einer Frau die Führungsposition nicht zu und erkor einen anderen zu seinem Nachfolger. Die Tochter nahm daraufhin ein Zweitstudium auf: Psychologie. Jahrelang widmete sich Helga Breuninger Kindern, die in der Schule als lerngestört gelten, sie bildete Lehrer aus, arbeitete als Kindertherapeutin, gründete in Essen ein Forschungsinstitut zu schulischen Lern- und Leistungsstörungen.

Seit 17 Jahren lebt sie wieder in Stuttgart und leitet heute neben ihren ehrenamtlichen Tätigkeiten die Firma "successio-Gesellschaft für integrative Nachfolgeberatung", die vorwiegend Familienunternehmen berät.

Helga Breuningers Engagement geht weit über Baden-Württemberg hinaus. Als Mitglied der Commission on Globalisation im State of World Forum trifft sie sich regelmäßig mit internationalen Wissenschaftlern, um Visionen für die Zukunft einer globalisierten Welt zu entwerfen. Zu diesen Konferenzen lädt Helga Breuninger auf eine kanadische Insel ein, die sie schon vor vielen Jahren gekauft hat. Dorthin zieht sie sich auch gerne zurück, um Ruhe und Entspannung zu finden.

Wenn sie jedoch gerade mal nicht nach Kanada fahren kann und eine Verschnaufpause braucht, dann macht sie Yoga und meditiert oder aber sie bringt den 250 Kilo schweren Klangstein mit ihren Händen zum Schwingen. Das Instrument aus dem alten China füllt dann die ganze Wohnung mit wohlklingenden Tönen.

Moderatorin der Sendung ist Gisela Steinhauer.
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