Im Gespräch
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Montag - Samstag • 9:05
6.11.2004
Im Schatten des Hindukusch
Zwei Stunden live aus Afghanistan

Bundesverteidigungs- minister Peter Struck ist zu Gast bei HörenSagen (Bild: AP)
Bundesverteidigungs- minister Peter Struck ist zu Gast bei HörenSagen (Bild: AP)
Eine Live-Sendung mitten aus Kabul. Hörfunk aus dem Schatten des Hindukusch. DeutschlandRadio Berlin schlägt diese akustische Brücke nach Afghanistan, mitten ins Lager der 2000 deutschen Soldaten. Am Sonnabend, 6. November kommt die Sendung "HörenSagen" direkt aus dem Camp Warehouse, von 9 bis 11 Uhr u. a. mit Verteidigungsminister Peter Struck und Soldaten des Feldlagers Camp Warehouse. Sie erzählen vom Leben in Afghanistan und beantworten die Fragen unserer Hörer.

Kabul, Kundus, Feisabad: die Namen afghanischer Städte sind inzwischen fast so geläufig wie die Namen deutscher Städte. Seit über drei Jahren sind Bundeswehrsoldaten in Afghanistan stationiert. Sie helfen beim Wiederaufbau des Landes, in dem über 30 Jahre ein blutiger Bürgerkrieg herrschte. Die Soldaten aus Leipzig, Schneeberg, aus Kiel und München sorgen für ein Minimum an Sicherheit und Stabilität in einem Land, in dem Stammesfürsten und Warlords noch immer eigene Privatarmeen unterhalten und in ihren Regionen über Leben und Tod entscheiden können.

Über 2000 Bundeswehr-Soldaten sind derzeit in Afghanistan. Der deutsche Bundestag hat das Mandat für den Einsatz am Hindukusch kürzlich um ein weiteres Jahr verlängert. Was bedeutet das für die Soldaten, für die Angehörigen? Viel ist darüber geschrieben und gesagt worden, aber nie zwei Stunden lang live aus dem Militärlager Camp Warehouse.

Soldaten erzählen über ihren Alltag in Kabul, weit weg von Familie und Freunden, berichten über Einsätze in Kundus und Feisabad: von vielen freundlichen Begegnungen mit Einheimischen, aber auch von riskanten; schildern ihre Erlebnisse beim Wiederaufbau von Mädchenschulen oder der Reparatur von Wasser- und Stromleitungen.

Bundesverteidigungsminister Peter Struck (SPD) wird dabei live in die HörenSagen-Sendung des DeutschlandRadio Berlin zugeschaltet sein. Eingeladen sind überdies Mitarbeiter deutscher Hilfsorganisationen, die sich um den Aufbau von Krankenhäusern, um die Berufsausbildung junger Afghanen oder um die Rückkehr von Flüchtlingen kümmern.

DeutschlandRadio ist zu Gast bei Radio Andernach, dem Truppenbetreuungssender der Bundeswehr: Ein Studio in einem Container, ausgestattet mit modernster Hörfunktechnik. Von hier aus geht es via Satellit nach Berlin. Die Hörer von DeutschlandRadio Berlin können sich dabei - kostenfrei - an der Sendung beteiligen.

Die kostenfreie Rufnummer: 00800 - 22542254. Wer Lust hat, kann uns auch eine E-Mail schicken. Die E-Mail-Adresse lautet kabul@dradio.de.

Die Redakteurinnen Petra Bock und Annette Riedel sowie die Redakteure Eberhard Schade und Peter Marx werden insgesamt zehn Tage in Afghanistan sein. Zusätzlich zur Live-Sendung wird das Journalistenteam in diesen Tagen Berichte und Reportagen für die aktuellen Sendungen von DeutschlandRadio Berlin und Deutschlandfunk über das Alltagsleben und über die Stimmung im Land nach den ersten demokratischen Wahlen liefern. Viele unserer Themen lassen sich am Schreibtisch zuhause leicht konzipieren, doch in Wirklichkeit ist in Afghanistan oftmals komplexer und komplizierter als man sich das in Deutschland vorstellen kann. Was sich am Ende realisieren lässt, wird sich deshalb erst vor Ort entscheiden.
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