Im Gespräch
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Montag - Samstag • 9:05
27.10.2004
Im Gespräch mit Thea Dorn
Krimiautorin und Moderatorin

"Sie ist Deutschlands brutalste Schreiberin", sagen viele Kritiker über Thea Dorn. Aber sie sagen auch, dass sie nicht nur eine der brutalsten, sondern auch eine der besten und lustigsten deutschen Krimi-Autorinnen ist. "Ringkampf", "Marleni" und "Die Brut" heißen einige ihrer sehr erfolgreichen Romane.

Dabei war das Schreiben lange Zeit keineswegs ihr Traumberuf. Gesehnt hat sie sich lange nach einer Tätigkeit im darstellenden Bereich. Das merkte man bei ihr schon in frühster Kindheit, denn im Alter von drei bis vier Jahren überlegte sie sich jeden Morgen, wie und vor allem in welcher Rolle sie den Tag verbringen wollte, und lief dann öfter mal mit nichts anderem als einem Vorhang bekleidet durch die Wohnung, denn für sie war das eine römische Toga. Diesem fantasievollen Verhalten setzte die Schule dann bald ein Ende, dort wurde ihre Kreativität nicht gerade gefördert, aber der Drang auf die Bühne war ihr erst mal nicht auszureden.

Als Thea Dorns Eltern ihr sagten, Sängerin sei kein vernünftiger Beruf, nahm sie den Gesangsunterricht einfach heimlich. Und musste feststellen, dass ihr Talent nicht reichte für die Rollen, die sie gerne gespielt hätte. Also studierte sie nach der Schule nicht Gesang, sondern Philosophie, und hatte gegen Ende des Studiums, als sie mitten in der Uni am Kopierer stand, die Idee für ihren ersten Krimi. Der hieß "Berliner Aufklärung", erschien 1995 und brachte ihr gleich den in Krimikreisen sehr begehrten "Marlowe-Preis" ein. Weitere Romane folgten, und inzwischen ist Thea Dorn eine der erfolgreichsten deutschsprachigen Krimiautorinnen und Moderatorin einer Büchersendung im SWR-Fernsehen.
Heute ist sie im Gespräch mit Gisela Steinhauer im DeutschlandRadio Berlin.
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