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28.10.2004
Im Gespräch mit Lord Ralf Dahrendorf
Soziologe und Mitglied im Britischen Oberhaus

Lord Ralf Dahrendorf (Bild: Deutschlandradio)
Lord Ralf Dahrendorf (Bild: Deutschlandradio)
"Ich ging als Sozialist nach England und kam als Liberaler wieder zurück", so schreibt Ralf Dahrendorf in seiner Autobiografie "Über Grenzen". Und damit ist sein Leben korrekt und prägnant, aber doch etwas zu knapp beschrieben.

Geboren wurde Dahrendorf 1929 in Hamburg, gelebt hat er abwechselnd in Deutschland, Belgien, England und den USA, und er war tatsächlich als junger Mann kurze Zeit Mitglied der SPD und später für viele Jahre Mitglied der FDP. Er war Direktor der berühmten "London School of Economics", er leitete ein College in Oxford und war viele Jahre Prorektor der Universität Oxford. In Deutschland war er lange Zeit Direktor der Naumann-Stiftung und in England wurde er zum Lord. Damit ist das Recht verbunden, im englischen Oberhaus zu sitzen, und so gehört Ralf Dahrendorf als inzwischen britischer Staatsbürger zum "House of Lords". Wie es dort zugeht, warum er gerne in London wohnt und trotzdem so oft wie möglich - nicht nur wegen seiner zahlreichen beruflichen Verpflichtungen - nach Deutschland fährt, wieso der Begriff "neuliberal" für ihn zwar eine positive Bedeutung hat, seine eigene Haltung aber nur unzureichend beschreibt, weshalb er ein Buch über die ersten 28 Jahre seines Lebens geschrieben hat, obwohl er der Gattung "Lebenserinnerungen" ausdrücklich misstraut - dies und anderes erzählt Lord Ralf Dahrendorf im Gespräch mit Holger Hettinger im DeutschlandRadio Berlin.
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