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29.10.2004
Im Gespräch mit Franz Josef Hutsch
Kriegs- und Krisenreporter

Der Ex-Elitesoldat Franz Josef Hutsch ist Kriegsberichterstatter. Als Journalist berichtet er aus den Krisengebieten der Welt. Viel Schlimmes hat er dabei schon gesehen: So war er beispielsweise 1998 und 1999 für den "Stern" im Kosovo, als zwei "Stern"-Reporter erschossen wurden. Er musste die toten Kollegen identifizieren. Die traumatischen Erfahrungen sind nicht spurlos an Franz Josef Hutsch vorbei gegangen. An seinem Beruf zweifelt er trotzdem nicht: "Ich bin überzeugt, dass das, was ich tue, wichtig ist."

Franz Josef Hutsch wird 1963 in Aachen geboren. Seine Mutter stirbt bei der Geburt, der Vater zwei Jahre später. Der Junge wächst bei einer Tante auf. In den 80ern tritt Hutsch in die Bundeswehr ein. Bald wird er für eine Spezialeinheit ausgewählt, verpflichtet sich für acht Jahre, in denen er eine Einzelkämpferausbildung absolviert. Er lebt auf verschiedensten Stützpunkten, insgesamt ist er an 29 verschiedenen Orten stationiert, und nimmt an Einsätzen in Friedenstruppen, unter anderem in Georgien und Somalia, teil. 1995 kommt es zum Bruch: Franz Josef Hutsch verlässt die Bundeswehr, weil er die Diskrepanz zwischen ihrem Anspruch und den tatsächlichen Möglichkeiten nicht mehr vertreten kann. Er entschließt sich, Journalist zu werden.

Nach einem Politikstudium an der Bundeswehr-Hochschule München folgen Mitte der 90er erste Einsätze als Kriegsreporter in Bosnien, Mazedonien und dem Kosovo. Seit 2001 gibt er seine Erfahrungen als Krisenberichterstatter auch weiter: Im unterfränkischen Hammelburg leitet Franz Josef Hutsch Seminare für Kriegsreporter. Seine Lehrtätigkeit hält ihn aber nicht von eigenen Einsätzen ab, als Reporter reist er immer noch zur Berichterstattung in die Krisengebiete der Welt.

Die Sendung moderiert Holger Hettinger.
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