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3.11.2004
Im Gespräch mit Silke Fischer
Direktorin der Berliner Märchentage

Silke Fischer ist eine Art hauptberufliche Märchenerzählerin, könnte man sagen. Wobei es mit Erzählen in ihrem Aufgabenbereich längst nicht mehr getan ist - als Direktorin der Berliner Märchentage hat sie das ganze Jahr über damit zu tun, das Geld zusammen zu bekommen, damit einmal im Jahr eine Veranstaltung stattfinden kann, die es nun seit 15 Jahren gibt und die in diesem Jahr größer sein wird als je zuvor.

Das Interesse an Märchen gibt es bei Silke Fischer allerdings schon seit mehr als 15 Jahren. Aufgewachsen ist sie in einem kleinen Ort in Thüringen. In ihrer Familie wurden nicht nur Märchen erzählt, sondern auch gesammelt. Ein dickes Buch mit Märchen wurde regelmäßig mit der Post hin- und hergeschickt, damit jeder in der Familie alles lesen und neue Märchen hinzufügen konnte.

Das Abitur durfte Silke Fischer in der DDR zunächst nicht machen, deshalb arbeitete sie als Theaterschneiderin und Sekretärin. 1989 flüchtete sie, kurz vor dem Mauerfall, über Ungarn und Österreich in die Bundesrepublik und zog nach West-Berlin. Dort hat sie sich gleich zwei Träume erfüllt: Das Studium der Lateinamerikanistik und die berufliche Beschäftigung mit den Märchen der Welt.

Heute wird sich Gisela Steinhauer mit Silke Fischer über ein - teilweise - märchenhaftes Leben unterhalten, zwei Tage darauf, am 5. November, beginnen dann die diesjährigen Berliner Märchentage.

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