Im Gespräch
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Montag - Samstag • 9:05
13.11.2004
Im Gespräch mit Andreas Schleicher
Bildungsforscher der OECD

Schüler (Bild: AP)
Schüler (Bild: AP)
Die nächste Pisa-Studie kommt am 7.12.04 und danach wird es Streit geben, das ist so gut wie sicher. Denn Andreas Schleicher, Bildungsforscher der OECD und Präsentator der Studie, ist für viele deutsche Bildungspolitiker, insbesondere für die Mitglieder der Kultusministerkonferenz ein rotes Tuch.

Seine sachlichen und beständigen Hinweise auf die Schwächen des deutschen Bildungssystems passen der Kultusministerkonferenz (KMK) überhaupt nicht in den Kram. Besonders der Befund der OECD, dass in Deutschland der Bildungserfolg wie in kaum einem anderen OECD-Land von der sozialen Herkunft abhängt, wird vielerorts beständig ignoriert.

Genauso beständig jedoch legt Andreas Schleicher den Finger immer wieder in die Wunde. Er sieht Deutschland im Vergleich mit anderen OECD-Staaten im bildungspolitischen Abseits. 20 Jahre bildungspolitischer Stillstand, so Andreas Schleicher, haben Deutschland dorthin befördert. Will man dies ändern, so sind grundsätzliche Reformen notwendig, mit Schönheitsreparaturen ist es nicht getan, so urteilt er.

Welche Reformen aber brauchen wir? Und wie haben andere Länder ihre Reformen durchgeführt? Was können wir lernen? In welchen Bereichen sind wir gut und wo müssen wir aufholen? Diese und andere Fragen rund um das deutsche Bildungssystem im internationalen Vergleich diskutieren wir am Samstag in HörenSagen von 9.05-11.00 Uhr mit dem OECD-Bildungsexperten Andreas Schleicher, der live aus Paris zugeschaltet ist.

Sie können mitdiskutieren kostenfrei unter Telefon 0800-2254 2254
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