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Montag - Samstag • 9:05
29.11.2004
Im Gespräch mit Peter Bofinger
Wirtschaftsweiser

Peter Bofinger, Wirtschaftsweiser von der Universität Würzburg (Bild: AP)
Peter Bofinger, Wirtschaftsweiser von der Universität Würzburg (Bild: AP)
Peter Bofinger blickt mit 50 Jahren auf eine sehr erfolgreiche und auffällig geradlinige wissenschaftliche Karriere zurück (Diplom-Volkswirt, Doktor, Professor, Wirtschaftsweiser). In seinem neuen Buch "Wir sind besser als wir glauben - Wohlstand für alle", Pearson Studium Verlag, hat er sich zum Ziel gesetzt, mit der einseitigen Interpretation der deutschen Wirtschaftslage aufzuräumen.

Er wendet sich gegen das hoffähig gewordene Schlechtreden des Standorts Deutschland, das Gejammer über die ach so üble Situation und eröffnet Perspektiven, die eine Umkehr möglich machen könnten.

Der Wirtschaftswissenschaftler wuchs apolitisch auf, zuhause gab es keine gesellschaftspolitischen Diskussionen oder ideologische Vorprägungen. Zufällig geriet er in Saarbrücken im ersten Semester an Prof. Dr. Wolfgang Stützel, der ihn faszinierte. "Der Mann hat es geschafft, VWL interessant rüberzubringen. Hätte ich den Mann nicht getroffen, würde ich bestimmt heute hier nicht sitzen."

Bei aller beruflichen Mehrfachbelastung achtet Peter Bofinger sehr darauf, genügend Zeit für seinen Urlaub und den Garten zu haben. Freizeit ist ihm wichtig, Menschen sollen nicht nur für die Arbeit da sein, sie brauchen auch Pausen. "So wie ich mir das wirtschaftspolitisch vorstelle, so möchte ich auch selber leben."
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