Im Gespräch
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6.12.2004
Im Gespräch mit Peter Glaser
Schriftsteller

Peter Glaser lässt sich gerne bitten: mehrfach wurde der österreichische Schriftsteller von den Veranstaltern des Ingeborg-Bachmann-Preises zum renommierten Literatur-Wettkampf nach Klagenfurt eingeladen, doch erst 2002 fühlte sich Glaser bereit dafür. Seine Erzählung "Geschichte vom Nichts" riss Klagenfurt-Juror Denis Scheck zu Lobeshymnen hin: "Seine Texte bereichern meine Seele." Der Klagenfurter Triumpf markierte den künstlerischen Durchbruch für Peter Glaser und schürte das Interesse der literarischen Öffentlichkeit an seinen Büchern "Rawums. Texte zum Thema", "Schönheit in Waffen" und "24 Stunden im 21. Jahrhundert".

Heute lebt Peter Glaser in Berlin. Der Schriftsteller, der wegen einer rheumatischen Erkrankung im Rollstuhl sitzt, sieht seine Wahlheimat als eine Art Trainingslager: "Wer es mit dem Rollstuhl durch Berlin schafft, kommt in jeder anderen Stadt klar." Bei seinen literarischen Annäherungen an die Anti-Helden der Gegenwart ist ihm der Abstand zum Gegenstand sehr wichtig - nur so sei eine Sache zu fassen. Über-Ehrgeiz sei ein typischer Anfängerfehler: so hat er zeitweilig Comics verschlungen, um in einer hoffnungslos verfahrenen Themen-Recherche "wieder dümmer zu werden".

Einige Themen im Gespräch mit Katrin Heise: die Nase der Sphinx, Glasers Zeit im ChaosComputerClub und seine Erfahrungen als Punker.
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