Im Gespräch
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3.12.2004
Im Gespräch mit Frieder Alberth
AIDS-Aufklärer

Von Tom Hanks bis Heidi Kabel, von Michael "Bully" Herbig bis Elton John - bei der diesjährigen Bambi-Verleihung drängelte sich ein beträchtliches Star-Aufgebot im Hamburger Theater am Hafen. Inmitten des Blitzlicht-Gewitters: Frieder Alberth aus dem schwäbischen Heubach. Er hat den Bambi in der Kategorie "Engagement" gewonnen: Seit fast 20 Jahren engagiert sich der 52-jährige Diplom-Pädagoge im Kampf gegen die Immunschwächekrankheit AIDS.

2001 hat er den gemeinnützigen Verein "connect plus" gegründet, um der rasanten Ausbreitung von AIDS in den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion ein qualifiziertes Aufklärungs- und Hilfsangebot entgegenzusetzen.

Dabei kämpft Frieder Alberth gegen Stigmata und Vorurteile, Homosexualität ist ein großes Tabu, und auch auf dem Gebiet der Drogen-Substitution hat sich in Osteuropa eine ablehnende Haltung etabliert, und die Menschen in Osteuropa "ticken" einfach anders: alles Faktoren, die die Arbeit in der AIDS-Hilfe zusätzlich erschweren.

Doch es gibt auch Hoffnungsschimmer: Frieder Alberth nutzt die Netzwerke, die im Rahmen deutsch-russischer Städtepartnerschaften entstanden sind. Dennoch ist seine Aufklärungsarbeit mit großen finanziellen Opfern verbunden: so investiert er beträchtliche private Gelder in seinen Kampf gegen AIDS.
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