Im Gespräch
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Montag - Samstag • 9:05
16.12.2004
Im Gespräch mit Benjamin Foerster-Baldenius
"Darstellender" Architekt
Moderation: Dieter Kassel

Benjamin Foerster-Baldenius ist Architekt. Allerdings kein ganz normaler. Denn Häuser baut der 36-Jährige höchst selten - und will das auch gar nicht. Er füllt sie lieber mit Leben. Als "darstellender Architekt", wie er sich nennt, verbindet er Architektur und andere Kunstformen in viel beachteten Projekten.

Zum Beispiel bei der letzten Biennale in Venedig, wo er im deutschen Pavillon sein Zwei-Personen-Wohnhaus ausstellte, das man ohne Baugenehmigung in deutschen Schrebergärten bauen kann - was er auch gemacht hat. Oder als er im letzten Sommer den Berliner Palast der Republik flutete und die Besucher im Schlauchboot durch den entkernten DDR-Bau fahren ließ. Oder als er in Halle leerstehende Hochhäuser für einige Zeit in ein Jugendhotel und einer Theaterwerkstadt für Jugendliche verwandelte.

Für dieses Projekt hat er gerade den Erich-Schelling-Architekturpreis bekommen. Und das es hier auch um Theaterförderung ging, ist sicher kein Zufall. Denn eigentlich wollte Benjamin Foerster-Baldenius selbst mal Schauspieler werden. Schon zu Schulzeiten in Hamburg und auch später an der im Architekturstudium in Berlin spielte er Theater, trat in mehreren freien Theatergruppen auf und gründete schließlich 1990 seine eigene Truppe "Atte Coop", mit der er auch schon mal durch Polen tourte.

Über seine vielen Leidenschaften und darüber, wie er selbst vom Hausbesetzer zum Hausbesitzer in einer riesigen Wohngemeinschaft in Berlin wurde, erzählt Benjamin Foerster-Baldenius im Gespräch mit Dieter Kassel.

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