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23.12.2004
Im Gespräch mit Thomas Schühly
Deutscher Filmproduzent mit internationalem Erfolg

"Alexander" heißt sein bisher größtes Projekt: Auf den Film, der heute in die deutschen Kinos kommt, arbeitet der Filmproduzent Thomas Schühly schon seit ganzen 16 Jahren hin. Damals hatte er die Idee, das Leben Alexander des Großen zu verfilmen, damals gewann er Regisseur Oliver Stone für den Film - und damals fand sich einfach niemand, der das Mammut-Vorhaben finanzieren wollte.

"Sandalenfilme waren aus der Mode", sagt der 52-jährige Schühly heute. Als vor vier Jahren dann der Film "Gladiator" einen Kinoerfolg landete, witterte Schühly endlich Morgenluft. Zweimal hatte er den "Alexander"-Film vorher schon auf Eis legen müssen - nun fanden sich endlich die Geldgeber. Aber Hartnäckigkeit: das ist für einen wie Schühly wohl normal: Unter riesig, mythisch, fast unmöglich interessiert ihn ein Filmstoff nicht. Und für einen Traum dann hart kämpfen: Das liegt ihm. Ein Fighter war er schon im Jurastudium in Bochum. Damals verdingte er sich nebenbei als Karatetrainer - und wurde vom damaligen Intendanten des Bochumer Schauspiels, Peter Zadek, engagiert, um mit Schauspielern einige Kampfszenen einzuüben. Von da an war Jura egal. Schühly ließ die Bühnenluft nicht mehr los. Er wurde Regieassistent bei Zadek und später Produzent, arbeitet mit Größen wie Rainer Werner Fassbinder, Jean Paul Belmondo, Frederico Fellini oder Bernd Eichinger, produzierte Erfolgsfilme wie "Der Name der Rose", "Das Ass der Asse", "Abwärts" und "Der Totmacher", steckte Rückschläge ein, wenn Filme sich nicht realisieren ließen, oder er, wie bei seinem Filmprojekt "Die Abenteuer des Baron Münchhausen" mit Regisseur Terry Gilliam, den Banken erklären musste, warum der Film plötzlich doppelt so teuer wurde wie geplant. Über Freud und Leid im Produzentenjob und seine Leidenschaft für große Geschichten erzählt Thomas Schühly im Gespräch mit Katrin Heise.
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