Im Gespräch
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Montag - Samstag • 9:05
11.1.2005
Im Gespräch mit Ernst Peter Fischer
Biophysiker und Autor des Naturwissenschafts-Bestsellers "Die andere Bildung"
Moderation: Dieter Kassel

"Ob jemand reif ist, das erkennt man erst an seiner Deutschnote". Diese Bemerkung seines Direktors anlässlich der Abiturfeier, die deutlich auf ihn gemünzt war, ärgert Prof. Dr. Ernst Peter Fischer, seit 1994 außerordentlicher Professor an der Universität Konstanz und erolgreicher Wissenschaftspublizist, bis heute. Seit seinem 15. Lebensjahr haben es ihm die Naturwissenschaften angetan, wusste er schon ganz genau, dass er Einstein nacheifern wollte und Naturwissenschaftler werden wollte. "Wenn Sie mich nachts wecken, erkläre ich Ihnen die Quantentheorie."

Fischer sieht seinen missionarischen Eifer, die Menschheit von der Bedeutung der Naturwissenschaften zu überzeugen, auch mit Selbstironie: "Ich kann Leute nerven." Er gehört zu den Menschen, die leidenschaftlich nach den Antworten in der Wissenschaft suchen und das Staunen über die Wunder der Natur nicht verloren haben.

Prof. Fischer ging nach dem Studium der Mathematik und Physik 1972 in die USA an das California Institute of Technology in Pasadena. Er promovierte 1977 bei Max Delbrück in Biophysik, arbeitete danach als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Universitäten Freiburg und Konstanz. 1982 verändert sich sein Leben total, denn seine Frau nahm eine Stelle als Ärztin an. Fischer wurde für zwölf Jahre Hausmann, kümmerte sich um die Töchter, pendelte zwischen Schreibtisch und Küche und schrieb in dieser Zeit viele seiner wissenschaftspublizistischen Bücher.

1985 erschien zum Beispiel seine Biographie über Delbrück "Licht und Leben", bis heute sind 20 Werke zur Wissenschaftsgeschichte von ihm erschienen. Sein Buch "Die andere Bildung" wurde ein Bestseller, im vergangenen Jahr erschien "Die Bildung des Menschen. Was die Naturwissenschaften über uns wissen". In diesem Jahr veröffentlicht Fischer gleich zwei Bücher zum 50. Todestag von Albert Einstein: "Einstein für die Westentasche" und "Einstein trifft Picasso und geht mit ihm ins Kino".

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